Cable Cars – Nostalgisch unterwegs in San Francisco

Cable Cars in San Francisco

Cable Cars, eine Attraktion in San Francisco

Kein Besuch in San Francisco ist wirklich vollständig, wenn man nicht mindestens einmal eine Fahrt mit einem der Cable Cars unternommen hat. Selbst Menschen, die normalerweise nie mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, können sich dem Charme dieser nostalgischen Gefährte nicht entziehen. Schließlich hat das Cable-Car-Fahren nichts zu tun mit einem schnöden Straßenbahn-Trip zu Hause: Die Cable Cars sind ein Stück Geschichte San Franciscos und gehört zur Stadt wie die Golden Gate Bridge oder Fisherman’s Wharf.

Cable Cars werden über Zugseile fortbewegt

Die Technik, über laufende Zugseile Transportwagen fortzubewegen, wurde bereits in den Goldminen Kaliforniens eingesetzt, aber der Ingenieur und Kabelbauer Andrew Hallidie kam als erster auf den Gedanken, auch Personen auf diese Art zu befördern. Von da an traten die Cable Cars ihren Siegeszug in San Francisco an. Bis Ende des 19. Jahrhunderts waren 600 Wagen im Einsatz. Das Schienennetz umfasste zu dieser Zeit eine Länge von 160 Kilometern.

Cable Cars unter Denkmalschutz

Das verheerende Erdbeben von 1906 und die motorisierten Verkehrsmittel gefährdeten allerdings den Fortbestand der Cable Cars. 1964 wurden die Cable Cars dann unter Denkmalschutz gestellt – als einziges Verkehrsmittel auf der Welt. Heute gibt es noch drei Linien mit 40 Wagen und einem Schienennetz von 17 Kilometern Länge. Ein 650 PS starke Elektromotor treibt die drei insgesamt 16 Kilometer langen Kabelstränge an. Dazu verfügt das Cable-Car-System über 635 Flaschenzüge, Tausende von Kabelrollen und Zahnrädern.

Cable Cars und ihr Museum

Herzstück der Anlage ist das Maschinenhaus an der Mason und Washington Street. Hierhin werden auch kaputte Wagen gebracht, wenn sie repariert werden müssen. Spannend für Besucher ist das Cable Car Museum, in dem historische Wagen gezeigt und die Technik anschaulich erklärt wird.  So erfährt man auch, dass sich der sogenannte Gripman, der das Fahrzeug führt, und der Bremser per Glockenzeichen verständigen – schließlich muss der Gripman wissen, wann der Wagen anhalten soll.

Mit den Cable Cars auf der Powell-Hyde-Linie

Für Touristen ist die Fahrt mit dem nostalgischen Fahrzeug das reinste Vergnügen. Und gleichzeitig eine spannende Sightseeing-Tour. Das gilt vor allem für die Fahrt auf der Powell-Hyde-Linie: Sie startet in der Mitte von Downtown (Ecke Market Street / Eddy Street) und ist 5,6 Kilometer lang. Die Linie führt direkt zu Fisherman’s Wharf und fährt zwischen Bay Street und der Chestnut Street die steilsten Hügel entlang; dabei hat man einen fantastischen Blick von der Hyde Street auf die Golden Gate Bridge und auf Alcatraz. Die Powell-Hyde-Line fährt zudem direkt am Union Square und an der berühmten Lombard Street vorbei.

Wer mag, setzt sich ins Abteil, aber es gibt auch einen offenen Bereich. So mancher steht dann, die Arme um eine Haltestange gewickelt, auf der Schwelle des Wagens, lässt sich den kalifornischen Wind um die Nase wehen und genießt das Freiluftfahren.

Cable Cars sind begehrt

Da man mit der Powell-Hyde-Linie und auch mit der Powell-Mason-Linie bequem den Nob Hill, die Lombard Street und Fisherman’s Wharf erreichen kann, und die Fahrt außerdem zu den meist besuchten Touristenattraktionen der Stadt gehört, muss man häufig eine Wartezeit von einer Stunde und mehr in Kauf nehmen. Doch das Warten wird an den Endstationen durch verschiedene Künstler und Musiker auf angenehme Art verkürzt – eh man sich versieht, steigt man in die herrlich altmodische Bahn und los geht’s!

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