Pearl Harbor auf Oahu – Hafen mit trauriger Berühmtheit

Pearl Harbor auf OahuPearl Harbor: Weltgeschichte hautnah erleben

Während des Aufenthalts auf Oahu ist ein Besuch von Pearl Harbor unbedingt zu empfehlen. Zwar lockt hier kein Strand, keine atemberaubende Landschaft und auch keine exotische Natur, dafür kann man Weltgeschichte hautnah erleben wie an kaum einem anderen Ort auf der Welt. Kein Wunder, dass Pearl Harbor zu den am meisten besuchten Orten auf den Hawaii-Inseln gehört. Jährlich zieht es etwas 1,5 Millionen Besucher aus aller Welt in den geschichtsträchtigen Hafen.

Pearl Harbor, eines der großen Trauma der USA

Pearl Harbor, nach den früher dort geernteten Perlenaustern benannt, ist der größte natürliche Hafen des Archipels. Er wurde von den Amerikanern bereits seit der Zeit um 1900 als Marinestützpunkt genutzt. Seine traurige Berühmtheit erlangte der Hafen, als er in den Morgenstunden des 7. Dezember 1941 unvermittelt von japanischen Kampfflugzeugen angegriffen wurde. Bei dem Angriff starben rund 2.400 Menschen, Hunderte wurden verletzt, zahllose Schiffe und Gebäude der Hafenanlage zerstört. Bis zum heutigen Tag ist dieses schreckliche Ereignis, das den Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg begründete, eines der großen Trauma der USA.

Gedenkstätte Pearl Harbor

Heute ist das Gelände eine Gedenkstätte, innerhalb derer man verschiedene Objekte besichtigen kann. Die bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Pearl Harbor sind das USS Arizona Memorial, das Schlachtschiff USS Missouri, das U-Boot USS Bowfin und das Pacific Aviation Museum.

Besichtigungstour Pearl Harbor

Am besten beginnt man die Tour im Besucherzentrum der Gedenkstätte. Hier kann man sich zunächst in den Ausstellungsräumen über Fotos und historische Filmaufnahmen über den Angriff von 1941 informieren. Danach geht es mit Marinebooten hinaus in die Hafenbucht zum USS Arizona Memorial, das sich als weißer, surrealistisch anmutender Bau über dem Wrack des gleichnamigen Schlachtschiffes erhebt. Die Arizona sank beim Angriff der Japaner mit 1.177 Mann an Bord innerhalb von nur neun Minuten. Im Gedenkraum sind die Namen der Gefallenen in Marmor eingraviert. Von der Aussichtsplattform können man bei ruhiger See die Umrisse des Schiffes unter sich erkennen. In unmittelbarer Nähe des Arizona Memorial liegt seit 1998 das Museumsschiff USS Missouri vertäut. Auf diesem Schlachtschiff wurde am 2. September 1945 in der Bucht von Tokio die bedingungslose Kapitulation Japans unterschrieben.

U-Boot- und Pacific Aviation-Museum

In dem U-Boot-Museum neben dem USS Arizona Memorial ist unter anderem das 1942 gebaute U-Boot Bowfin zu besichtigen. Bei einem Besuch im Bauch des U-Boots kann man sich ein sehr realistisches Bild vom klaustrophobischen Leben unter Wasser in einem engen U-Boot machen. Wer noch mehr sehen möchte, kann anschließend gleich weiter in das Pacific Aviation Museum, untergebracht in den ehemaligen Flugzeughallen am Hafen. Hier erfährt man viel Interessantes über die Air Force sowie zur Technik der Kampfflugzeuge und Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg.

Pearl Harbor neben Waikiki und Aloha

Und nach dem Besuch? Wohl jeder verlässt Pearl Harbor in nachdenklicher Stimmung, da einem die Brutalität des Zweiten Weltkriegs hier auf Schritt und Tritt begegnet. Aber auch das ist ein Teil der Geschichte Hawaiis, die es zu entdecken gilt und die zu den Inseln gehört wie Waikiki und Aloha.

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