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Coral Gables Miami: Stilvolles Ambiente aus Villen, Parks und Plätzen

Coral Gables/Miami, RathausCoral Gables in Miami, die »City Beautiful«

Gediegene Eleganz und luxuriöses »Dolce Vita«: Mit diesen Begriffen lassen sich die Atmosphäre und das Lebensgefühl in Coral Gables vielleicht am besten umschreiben. Der Stadtteil von Miami ist ein amerikanisches Phänomen und unbedingt einen Abstecher wert. Vom Zentrum Miamis aus ist man in nur wenigen Minuten dort, aber man hat das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen. Von der Hektik der Metropole Floridas ist nichts zu spüren. Coral Gables strahlt Ruhe, entspanntes Lebensgefühl und eine Gelassenheit aus, die in den USA sonst nur schwer zu finden ist. Und das Ganze in einem stilvollen Ambiente aus Villen, Parks und Plätzen, die vielmehr eins zu sagen scheinen: Hier wohnen die Schönen und die Reichen!

Europäische Baustile als Vorlage

Der Ort ist eine Retortenstadt. Sie entstand 1920 im Kopf eines Mannes. George E. Merrick war Wegbereiter des »Neuen Urbanismus«. Einer Bewegung, die sich nicht nur in Amerika für Kleinstädte mit intensiver Nachbarschaft und extensivem Autoverkehr einsetzt. Die Architektur der Häuser und das gesamte Stadtbild sind eine Verbeugung vor der »Alten Welt«. Europäische Baustile standen Pate für die gesamte Anlage, und vor allem die italienische Renaissance scheint es den Architekten der zwanziger Jahre angetan zu haben. Somit verwundert es nicht, dass die kleine Stadt schnell den Beinamen »City Beautiful« erhielt.

Coral Gables aus Korallengestein

Wichtigstes Baumaterial der Stadt ist damals vor Ort abgebautes Korallengestein gewesen. Davon zeugen noch heute die prächtigen Eingangstore, die die Einfallsstraßen nach Coral Gables flankieren. Die berühmteste und prachtvollste Anlage der ganzen Siedlung ist aber zweifellos der Venetian Pool. Der Pool ist möglicherweise das luxuriöseste Schwimmbad der Welt. Es entstand im Jahre 1924 auf der ehemaligen Korallenfundstelle. Zu ihm gehört ein romantischer Garten mit einem Wasserfall und Höhlen sowie Sandstände, die den Pool säumen. Da die Anlage öffentlich ist, sollte man ein Bad in dieser einmaligen Umgebung nicht versäumen.

Das Biltmore-Hotel

Eindrucksvoll ist das Hotel Biltmore, das ebenfalls von Merrick entworfen wurde. Der 96 Meter hohe Turm ist eine Kopie der Giralda von Sevilla. Berühmt wurde das Luxushotel aber auch durch Filme oder Serien wie »Miami Vice«, die hier später gedreht wurden.

Biltmore-Hotel, Coral Gables

Shoppen in Coral Gables

Zu den Attraktionen von Coral Gables gehört die Shoppingmeile Miracle Mile, in der sich in tropischer Umgebung zahllose Luxusboutiquen aneinanderreihen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Universität von Miami und die Coral Gables Branch Library, die in einem mediterran inspirierten Gebäude untergebracht ist.

Allerlei Genüsse für den Gaumen

Bei so viel Luxus ist natürlich auch für das leibliche Wohl gesorgt: Als eines der kulinarischen Zentren Süd-Floridas verfügt Coral Gables über eine solche Fülle erstklassiger Restaurants, dass die Auswahl schwer fällt. Ob klassisch europäisch, US-amerikanisch, kubanisch, chinesisch oder die wunderbare Mischung aus europäischer Küche mit den Gewürzen und Früchten der Karibik, die sich treffend »Floribbean Cuisine« nennt – hier bleibt kein noch so ausgefallener Wunsch unerfüllt.

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Port of Miami, der größte Kreuzfahrthafen der Welt

3Port of Miami Kreuzfahrthafen
Floridas Metropole Miami kann mit einer Sehenswürdigkeit der besonderen Art aufweisen: dem Port of Miami. Der größte Kreuzfahrthafen der Welt ist den 1980er Jahren ausgebaut und in seiner Größe verdoppelt worden.

Ein Besuch lohnt sich unbedingt, denn der Anblick gigantischer Kreuzfahrtschiffe, die 2.000 und mehr Passagiere beherbergen können, ist beeindruckend. Überdies  gewinnt man einen einmaligen Einblick in die glamouröse Welt eleganter Seereisen. Den Kreuzfahrtboom hat Miami vor allem den großen Reedereien wie Royal Caribbean oder Carnival Cruise zu verdanken, die ihren Hauptsitz in der Stadt haben.

Port of Miami: Drehscheibe für Reisen in die Karibik

Miami ist Start- und Zielhafen sowie Drehscheibe für Reisen in die Karibik. Über 100 Millionen Dollar Gewinn erzielt der Port of Miami jährlich. Über 110.000 Menschen sind hier und in dem Umfeld beschäftigt. Die Passagierzahlen sind in den letzten Jahren um 6,5 Prozent gestiegen. 18 Millionen Menschen gehen hier pro Jahr von oder an Bord, und ungefähr zehn Millionen Tonnen Fracht werden verschifft. Der Hafen verfügt über sechs Passagierterminals, sechs Containerbrücken, sieben Roll-on-Roll-off Docks, vier Lagerplätze für Tiefkühlcontainer, ein Tiefkühllager und zwölf Kräne für die Bewegung der Container. Die Terminals D und E am Port of Miami gehören zu den modernsten der Welt. An den Kais legen Schiffe aus der Karibik, den Bahamas, Norwegen und anderen Ecken der Welt an.

Fantastische Aussicht vom Watson Island Park

Für Touristen ist es besonders spannend, den Riesenschiffen beim Einfahren in den Port of Miami und bei den Wendemanövern zuzuschauen. Auch wenn man nicht unmittelbar an die Schiffe herankommt, vom Watson Island Park aus hat man eine fantastische Aussicht auf die »Pötte«. Von hier aus kann man den kompletten Ablauf des Anlegens und Ablegens eines Kreuzfahrtschiffes hautnah verfolgen. Der Park ist öffentlich und befindet sich direkt am MacArthur Causeway, auf dem Weg nach Miami Beach. Wenn man sich frühzeitig die Fahrpläne samt Ankunfts- und Abfahrtszeiten der einzelnen Reedereien und ihrer Schiffe anschaut, kann man sicher sein, den Ozeanriesen, den man immer schon mal sehen wollte, auch tatsächlich vor die Linse des Fotoapparats zu bekommen

Doch es sind nicht nur die gigantischen Cruiser, derentwegen sich ein Besuch des Hafens lohnt. Auch die kleineren Schiffe machen ordentlich Eindruck. Denn zum Hafen von Miami gehört auch noch ein Yachthafen mit luxuriösen Wasserfahrzeugen. Zahlreiche schnittige Yachten der Reichen und der Schönen sieht man hier.

Port of Miami und das Einkaufszentrum Miami Bayside Market Place

Der Hafen ist außerdem die spektakuläre Kulisse für den Miami Bayside Market Place. Dieses Einkaufszentrum mit mehr als 100 kleinen Läden bietet Kleidung, Schuhe, Spielzeug, Juwelen, Elektroartikel oder Sportwaren. Auch zahllose Restaurants und Cafés gibt es hier. Denn das Einkaufszentrum verlockt nicht nur zum Shoppen: Regelmäßig gibt es Live-Musik unter freiem Himmel, Rockfans treffen sich im Hard Rock Café. Auf die sonst obligatorische Hard-Rock-Café-Gitarre muss man allerdings hier verzichten, denn das Instrument wurde bei einem Hurrican zerstört.

Zu den Attraktionen des Miami Bayside Market Place gehören Tanzveranstaltungen und Livemusik auf der Bayside Marina Stage und Kunstveranstaltungen aller Art auf dem Artists’ Square. Es ist einfach herrlich, bei schönstem Sonnenschein hier einen Cocktail unter freiem Himmel zu genießen. Zudem kann man kurze Schiffstouren von der Bayside aus buchen. Mit Speedbooten geht es schließlich zur Rundfahrt inklusive spektakulärem Blick auf die Skyline von Miami.

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Ocean Drive – Legendäres Nachtleben im Art Déco-District

Nachtleben am Ocean Drive

Nachtleben am Ocean Drive

Sehen und gesehen werden – so lautet die Devise am Ocean Drive, der berühmten Flaniermeile in Miami Beach. Die Straße ist bekannt für ihr Nachtleben. Entsprechend gibt es hier die  trendigsten Bars, die angesagtesten Restaurants und Clubs. Besonders bekannt ist der Abschnitt zwischen der 5. und 14. Straße. Dort befindet sich auf der östlichen Seite der Lummus-Park, der in den Sandstrand von Miami Beach übergeht.

Der Ocean Drive gehört zum beliebtesten Ort in Miami

Auch wenn tagsüber bereits viel los ist: Die Stunde dieser Meile schlägt abends und nachts. Dann entfaltet der Boulevard sein ganz besonderes „night fever„. Limousinen und Sportwagen der Oberklasse cruisen entlang des Drives. Promis und Möchtegern-Promis aller Kategorien, Einheimische und Touristen bevölkern dann die Clubs. Gemischte Musik wie Latino, Charts, Dancefloor oder Folk ist ständig auf der gesamten Straße präsent. Am besten bei einem exotischen Cocktail zu genießen. In Kurzform: Er spiegelt das spezielle Flair Floridas mit seiner Mischung aus Trubel und Vergnügen in konzentrierter Form und gehört zum beliebtesten Ort in Miami!

Art Déco-District Ocean Drive

Wer es weniger wild mag, sondern eher die kulturellen Highlights genießen möchte, ist am Ocean Drive ebenfalls richtig. Die Straße ist zudem die Hauptschlagader des legendären Art Déco-District mit seinen berühmten Gebäuden aus den 1930er und 40er Jahren.

Art Déco-District Ocean Drive

Das Viertel ist das touristische Highlight an der Südspitze von Miami Beach mit über 800 liebevoll restaurierten Gebäuden. Denkmalschützer und Geschäftsleute investierten in dieses Viertel jahrelange Arbeit und Millionen von Dollar. Einerseits um die herrlichen alten Gebäude zu erhalten, andererseits um sie in Hotels, Restaurants, Clubs und Boutiquen zu verwandeln. Miami verfügt über die höchste Dichte an Boutique-Hotels weltweit, die dort vornehmlich ein junges Szenepublikum anziehen.

Shoppen am Ocean Drive

Der Ocean Drive ist zudem für seine Fashionszene bekannt. Zahlreiche Boutiquen und Labels von namhaften Designern aus der ganzen Welt laden ein zur endlosen Shoppingtour. Berühmte Models starteten hier ihre Karrieren, internationale Agenturen haben hier ihre Büros. Viele Nachwuchsmodels bevölkern die Straße, um „entdeckt“ zu werden.

Ocean Drive mit weißem Sandstrand

Den wunderschönen und kilometerlangen weißen Sandstrand sollte man natürlich auch nicht vergessen. Dieser beginnt gleich dahinter und zieht unzählige Badeurlauber an, die das klare blaue Meer genießen, oder einen romantischen Abendspaziergang machen wollen. Das weitgehend textilfreie Sonnen und  Baden ist an diesem Strand – anders als sonst in den USA – ganz normal, niemand stört sich daran. Sportbegeisterte kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten: Joggen, Volleyball, Inlineskaten… alles ist möglich am diesem Ort der puren Lebensfreude!

Villa Casuarina am Ocean Drive

Hier direkt befindet sich auch die Villa Casuarina, die dem Modezaren Gianni Versace gehört hat und vor der er 1997 ermordet wurde. Heute ist daraus ein exklusives Hotel geworden und – natürlich – ein sehr beliebtes Fotomotiv.

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Miami / Miami Beach

Miami Art Déco District im 20er-Jahre-Chic am Ocean Drive

Miami Art Déco District, Hotel CarlyleMiami Art Déco

Die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Miamis ist ein ganzes Stadtviertel: der Miami Art Déco District auf Miami Beach, jener östlich der Metropole vorgelagerten Insel, die durch fünf Brücken mit dem Festland verbunden ist.

Elegantes Art Déco – 20er-Jahre-Chic in Miami Beach

Der Name des Viertels stammt von der eigenwilligen Bauweise, die sich hier mehrere Straßenzüge entlang in zahlreichen Gebäuden erhalten hat. Art Déco, der elegante, internationale Stil der zwanziger bis vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, ist nirgends auf der Welt in solch einer Vielfalt zu bewundern wie in Miami Beach.

Miami Art Déco District, Hotel Colony bei NachtGeschwungene oder zackig gebrochene Fassaden, in zarten Pastellfarben gehalten, zeichnen die Häuser aus. Skurrile Ornamente wie die berühmten Augenbrauen säumen Fenstersimse und Türeinfassungen. Zudem spielt Neonlicht mit gezielten, raffinierten Beleuchtungseffekten eine große Rolle, weshalb sich auch ein Besuch bei Nacht unbedingt empfiehlt.

Miami Beach und Art Déco für den Tourismus

Miami Beach ist von Anfang an, also seit den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, als Touristenort konzipiert gewesen. Für den amerikanischen „way of life“ ganz typisch, lautete deshalb das primäre Ziel der Investoren, in Miami Beach Geld mit Touristen zu verdienen. Daher bestand die Hauptmotivation der Architekten nicht darin, eine architektonische Meisterleistung zu vollbringen, sondern den Nerv der Zeit zu treffen.

Miami Art Déco District, FassadenornamentikTrotz damaliger Wirtschaftskrise haben sich viele Investoren dazu entschlossen, in den 1930er Jahren in den Ausbau der Infrastruktur in Miami Beach zu investieren. Die Architekten haben also nicht den Stil erschaffen, sondern haben sich an den damals modernsten Stilmitteln gehalten. Herausgekommen ist eines der weltweit einzigartigen Ensembles architektonisch wertvoller Häuser.

Ocean Drive, die legendäre Strandpromenade

Der District befindet sich entlang des Ocean Drive, jener legendären Strandpromenade, die als Laufsteg der Reichen und der Schönen gilt. Dort entlang spaziert jeder, der irgendwie neugierig, erlebnishungrig oder berühmt ist – oder es werden möchte.

Der Boulevard ist genauso Treffpunkt zahlloser Kreativer, die rund ums Jahr in Miami Modeaufnahmen machen. Man sitzt in einem der zahllosen Straßencafés oder Restaurants, gibt sich lässig und beobachtet den Trubel. Mit ein wenig Glück wird man Augenzeuge von Fotoshootings oder Filmaufnahmen für einen Hollywoodstreifen und erhascht den Blick auf einen A-, B- oder C-Promi. Außderdem beginnt direkt am Ocean Drive der herrliche breite Sandstrand, der die gesamte Insel zum Atlantik hin säumt und ihr ihren Namen gibt.

Bürgerinitiative gegen den Abriss des Art Déco

Art Déco-District Miami BeachZurück zum Miami Art Déco District: Dem Zahn der Zeit widerstanden die massiv gebauten Art-Déco-Häuser entsprechend gut. Doch Ende der 70er Jahre – in der Zeit des immensen Bau-Booms, in der man sich wenig um das Thema Denkmalschutz scherte – wäre beinahe das ganze Viertel dem Erdboden gleichgemacht worden. Zum Glück setzte sich gerade noch rechtzeitig eine Bürgerinitiative vehement gegen die anrückenden Bulldozer ein, so dass die avantgardistischen Häuser gerettet werden konnten.
Heute stehen dort über 800 der verspielten, witzigen Bauten unter Denkmalschutz; viele wurden aufwendig renoviert und werden zumeist als stilvoll-nostalgische und sehr begehrte Hotels geführt.

Miami Art-Déco-Touren

Die Miami Design Preservation League (MDPL) bietet täglich Art-Déco-Touren an. Start ist am 2009 neu eröffneten Official Art Déco Gift Shop, 1001 Ocean Drive. Versierte Guides mit profundem Wissen über die einzelnen Häuser führen auf einer ca. 90 Minuten dauernden Tour durch den District. Zahlreiche Geschichten und Anekdoten über die einzelnen Gebäude und ihre ehemaligen Besitzer machen diese Tour besonders spannend.

Die Führungen vermitteln nicht nur einen Einblick in das Art Déco, sondern auch in den „Mittelmeer-Revival-Stil“ und die „Miami Moderne“ (MiMo), die es im architektonischen historischen District von Southbeach zu sehen gibt. Im Focus liegen Hotels, Restaurants und andere Geschäftsbauten, wobei in vielen Häusern auch das Innere besichtigt werden kann.

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Florida Miami / Miami Beach

Miami Little Havana: Faszinierendes Lateinamerika in Florida

Miami Little Havana

Miami Little Havana

Kuba liegt von Florida nur einen Katzensprung entfernt, und trotzdem: die Karibik-Insel scheint gefühlt ganz weit weg vom Festland zu liegen. Welten trennen das gestylte, US-amerikanische Miami einerseits von der kubanischen Hauptstadt Havanna mit ihrem melancholisch-morbiden Charme andererseits. Doch es gibt einen Ort, wo beides aufeinandertrifft und ein Stück Kuba mitten in der „westlichen“, urbanen Kultur Miamis lebendig ist: Little Havana (oder Little Havanna), der Stadtteil der Exilkubaner in Floridas Metropole.

Rund eine Million aus Kuba stammende Menschen leben im Großraum Miami. Demzufolge ist Miami die größte kubanische Stadt außerhalb der Insel. Und Little Havana ist ihr pulsierendes Zentrum. Der Stadtteil erstreckt sich westlich von Downtown und wird im Norden vom Miami River, im Süden von der die 11th Street, im Westen von der 22nd Avenue begrenzt.

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Einflussreiches Little Havana in Miami

Exilkubanern gehören in Miami große Unternehmen und Banken. Sie kontrollieren die gesamte Zigarrenproduktion und unterhalten Stiftungen sowie die politische Organisation „Cuban American National Fondation“ (CANF), die mittlerweile zu einer der stärksten Lobbygruppen der USA zählt. Außerdem gibt es einen Radiosender, der von Key West aus die kubanische Insel mit Nachrichten aus dem freien Amerika beliefert. Der Name „Little Havana“ kam in den 1960er Jahren auf, während der Zustrom der Kubaner nach Miami signifikant anstieg.

Überall in Miami Little Havana duftet es heute nach Kaffee, Tabak und Zuckerrohrsaft. Besonders lebhaft geht es in den zahlreichen quirligen Gassen zu und dort, wo im Schatten alter Bäume Männer handgedrehte Zigarren rauchen und Domino spielen und im Haus gegenüber karibische Musik erklingt. Hier betreiben die Menschen afrikanische Rituale und das Leben insgesamt scheint ein bisschen beschaulicher als im mondänen Miami Beach. Willkommen im Maximo Gomez Park, den die Leute einfach den Gomez Park nennen.

Der Gomez Park in Miami Little Havana

Der Gomez Park ist jedenfalls das unbestrittene Zentrum des Viertels. Er ist dem kubanischen Revolutionär Maximo Gomez gewidmet, der im späten 19. Jahrhundert das unter spanischer Herrschaft ächzende Kuba befreite. Dabei schwächte er das spanische Heer so sehr, dass der militärische Sieg der Vereinigten Staaten im Spanisch-Amerikanischen Krieg erst möglich wurde.

Am Rande des Gomez Park verläuft die nicht minder bekannte Calle Ocho (zu deutsch: Achte Straße). Sie steht im Ruf, die größte Party-Meile des Stadtteils zu sein. In der Calle Ocho findet jeden letzten Freitag des Monats der „Viernes culturales“ statt, der „kulturelle Freitag. Hier feiert ausgelassen ganz Miami Little Havana mit seinen zahlreichen Künstlern – typisch kubanisch eben. Das größte Fest in der Straße jedoch ist das mehrtägige Calle Ocho Festival, das jedes Jahr mehr als eine Million Besucher aus der ganzen Welt anzieht.

Das Calle Ocho Festival in Miami Little Havana

Eine Empfehlung für das Fest: Trage leichte Kleidung und bequeme Schuhe, benutze ordentlich Sonnencrème und vergiss deine Diät! Diese Vorsätze reichen aus für das nach Angaben der Organisatoren größte Straßenfest der Welt. Mit einer Vielfalt an Attraktionen für Groß und Klein. Was 1978 im kleinen Stil begann, hat sich im Laufe der Jahre zu einem großartigen und gut besuchten Karneval entwickelt. Hunderte von Straßenkünstler, Clowns, Musiker und Entertainer locken neben den exotischsten Lebensmitteln aus der kreolischen Küche Touristen und Einheimische.

Ebenfalls in der Calle Ocho in Miami Little Havana befindet sich ein sehenswerter sog. „Botanica“-Laden mit allem, was die Anhänger der Santeria-Religion benötigen. In den Regalen stehen Figuren von St. Lazarus, dem Patron der Armen sowie Marienfiguren. Desweiteren Räucherstäbchen für schnelles Glück, Öle für spirituelle Zeremonien, tropische Pflanzen für die Heilung von Körper und Geist. Und überhaupt alle Zutaten für Voodoo-Rituale. Die Santeria-Religion – eine Mischung aus westafrikanischen Volksreligionen und dem Christentum – brachten die Exil-Kubaner aus ihrer Heimat mit. Viele Santeria-Anhänger sind offiziell Mitglieder der katholischen Kirche, praktizieren aber die gleichen alten Rituale der ursprünglich christianisierten Sklaven.

Bei einem Besuch in Little Havana ist es außerdem vorteilhaft, ein paar Brocken Spanisch zu verstehen. Englisch verstehen die Kubaner hier eher nach Lust oder Laune… Inzwischen haben sich neben Kubanern zudem Menschen aus Honduras und Nicaragua angesiedelt. Alles in Allem ist ein Besuch von Miami Little Havana die beste Gelegenheit, um in den USA die faszinierende lateinamerikanische Kultur kennenzulernen.

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Florida Miami / Miami Beach

Kubanische Kunst auf der Art Basel Miami Beach

Art Basel Miami Beach

Art Basel Miami Beach

Eine der wenigen kubanischen Waren, die man ganz offiziell in den USA kaufen kann, ist Kunst. Und der beste Umschlagplatz dafür ist Miami. Schon seit vielen Jahren ist Miami der Dreh- und Angelpunkt der hispanischen Gesellschaft in den USA, Und nun avanciert die Stadt zum wichtigsten Marktplatz für lateinamerikanische Kunst im Allgemeinen und für kubanische Kunst im Besonderen. Mehr als 40.000 Besucher kamen im letzten Jahr, das übersteigt schon wieder die Rekordzahlen von vor der großen Krise.

Auf der letzten Art Basel Miami Beach, dem an Glamour und VIPs beinahe überlegenen US-Ableger der renommiertesten aller Kunstmessen in der Schweiz, war es das Bild eines Kubaners, das nur wenige Stunden nach Öffnung bereits für mehrere Millionen Dollar den Besitzer wechselte. Angemerkt sei an dieser Stelle, dass es sich bei dem Kunstwerk um ein surrealistisches Bild handelte. Eine Kunstrichtung, die sich mit namhaften Vertretern wie Picasso und Dali von jeher größter Beliebtheit erfreuen.

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Angefangen als erste Kunstmesse der Stadt, geht die Art Basel Miami Beach im Dezember bereits ins zehnte Jahr. Jedes Jahr werden Galerien aus der ganzen Welt eingeladen, um ihre Werke zu präsentieren und natürlich um sie zu verkaufen.

Nur einen Katzensprung von dem wirtschaftlich aufstrebenden Brasilien entfernt, stellt die Messe zunehmend spannende neue Werke lateinamerikanischer Galerien aus. Gleich daneben buhlen die internationalen Galerien um die kaufkräftige Klientel des Kontinents in der Hoffnung auf gute Deals.

Warum die Art Basel in Miami Beach USA?

In einer Zeit, in der die Wirtschaft in Westeuropa und Nordamerika stark kriselt, und in Brasilien dagegen wächst, halten die Galerien Ausschau nach neuen Sammlern, um den Betrieb am Laufen zu halten, so Marc Spiegel, Co-Direktor der Art Basel.

Dabei fügt er hinzu, dass Art Basel Miami Beach, die nordamerikanische Schwester der Schweizer Messe, ganz bewusst wegen ihrer Lage und Nähe zu Lateinamerika ausgewählt worden ist. Es habe eine Weile gedauert, um den hiesigen Kunstmarkt auf zu bauen, aber die gegenwärtige wirtschaftliche Lage Lateinamerikas habe den Ausbau beschleunigt.

Und tatsächlich belegen die guten Verkäufe allein an vier Tagen Kunstmesse im Dezember, dass das weltweite Interesse stetig wächst. Sowohl für moderne als auch für zeitgenössische kubanische Kunst.

Beispielsweise die Galerie Cernuda Arte aus Florida. Die hat sich im letzten Jahr erstmals mit dem Schwerpunkt kubanische Künstler auf der Messe präsentiert. Schon in den ersten Stunden konnte sie einen PR-trächtigen Verkauf melden: Das Bild „Les Fiancés“ des surrealistischen kubanischen Malers Wifredo Lam (1902-1982) wechselte für 3 Millionen Dollar den Besitzer. Käufer war übrigens ein kubanisch-amerikanischer Sammler.

Im Unterschied zu allen anderen Waren ist Kunst sogar vom US-Embargo gegenüber Kuba ausgenommen. Somit darf mit Werken ganz frei zwischen den beiden Nationen gehandelt werden.

In dieser Hinsicht jedenfalls hat sich die Kunst schon aus den ideologischen Zwängen zwischen Kuba und den USA befreien können. Oder frei nach dem Maler Piet Mondrian: „Kunst steht über jeder Realität“.
(Susan, June 2011)

Weitere Infos hier beim Veranstalter…

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Hotel Fontainebleau Miami: The Sexiest Miami South Beach Hotel

South Beach Hotel Fontainebleau Miami

Hotel Fontainebleau Miami

Das Hotel Fontainebleau Miami am South Beach ist nach einer umfassenden Renovierung und Erweiterung Ende 2008 wiedereröffnet worden. Dieses legendäre Hotel am Miami South Beach besteht nur aus Superlativen. Umbau und Renovierung für 1 Milliarde Dollar (!), 1504 Gästezimmer – knapp die Hälfte davon sind Suiten in zwei neuen Türmen. Außerdem bombastische Freiform-Pools sowie eine Flächenausdehnung, die fast ein ganzes Stadtviertel umfasst.

Aber dieses Superhotel hat auch seine persönlichen Seiten. Große und geräumigen Suiten mit separaten Whirlpools und allen weiteren nur erdenklichen Annehmlichkeiten ergänzen somit das umfangreiche Zimmerangebot. Desweiteren 20-Zoll-iMacs, luxuriöse Pool-Cabanas der Generation 2.0 mit WLAN, 32-Zoll-Flatscreens und sogar einem Butler-Service. Wenn Sie hingegen gern im Nachtleben surfen, bietet das Hotel Fontainebleau Miami auch Unterhaltung auf höchstem Niveau. Mit stylischen Bars und Restaurants bis hin zum heißesten Nachtclub in ganz Miami!

Apropos Unterhaltung: In den 1950er und 60er Jahren zählte das Fontainebleau mit seinem progressiven Stil und seinem mondänen Publikum zu den absoluten Topp-Hotels weltweit! Dort trat regelmäßig Elvis Presley auf und für Frank Sinatra und seinem „Rat Pack“ war es neben dem Sands in Las Vegas (dort, wo heute das Venetian Resort Hotel steht) fast die zweite Heimat. Selbst James Bond hat hier für „Goldfinger“ schon gedreht.

„Es gibt wahrscheinlich nur eine Handvoll Hotels mit einer annähernden Bedeutung“, erklärt Howard C. Karawan, Chief Operating Officer der Fontainebleau Resorts LLC, stolz. „Was das Plaza in New York ist, das Ritz in Paris, ist das Fontainebleau in Miami Beach.“

Sehen Sie hier wie preiswert dieser Luxus sein kann: Florida Luxuspaket: Florida-Reise nonstop, Luxushotels, Mietwagen.

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Miami Restaurants Little Havana mit authentischer kubanischer Küche

Miami Restaurants Little Havana

Miami Restaurants Little Havana

Von einigen Kuba-Reisenden hört man, dass die kubanische Küche zu wünschen übrig lässt. Das Problem liegt natürlich eher im ständigen Mangel an Lebensmitteln und Zutaten begründet als an der Kochkunst. So wurden die Zutatenlisten in den Rezepten den jeweiligen Versorgungsengpässen angepasst. Wenn etwa im Flan, einer hauptsächlich aus Eiern bestehenden, reichhaltigen Nachspeise. Traditionell wurden 10 Eier verarbeitet, in Kochbüchern der Castro-Ära reduzierte man diese auf gerade einmal eines. Dass bei so viel Reduktion der Geschmack auf der Strecke bleibt – trotz viel Fantasie und Improvisationsgabe der Kubaner – ist leicht nachvollziehbar.

Das ist in Miami hingegen ganz anders. Hier in der größten kubanischen Community außerhalb der Insel leben etwa 1 Million Exil-Kubaner. Gleich westlich der Innenstadt, rund um die Calle Ocho („achte Straße“), befindet sich Klein-Havanna. Dort im Süden Floridas kann man frisch zubereitete, authentische kubanische Küche nach traditionellen Rezepten kennen lernen.

Miami Restaurant Exquisito

Miami Restaurants ExquisitoMiami Restaurants wie das Exquisito tun ihr möglichstes, um die echte kubanische Küche am Leben zu erhalten. So gehören etwa „Chuletas Puerco“ (im eigenen Fett gekochte Schweinebäckchen), „Tostones“ (frittierte Chips aus Kochbananen) und „Tamales“ unbedingt auf die Karte. Letztere, eine aus geriebenem, frischen Maiskolben in Maisblätter gewickelte und gedämpfte „Roulade“, sollen die besten in ganz Miami sein. Die kubanische Tamales ist der mexikanischen sehr ähnlich, jedoch wird sie weniger scharf und mit etwas anderen Gewürzen zubereitet. Tamales werden oft zu „Masitas de Puerco“ (dt. Schweineplätzchen) serviert, beispielsweise ganz zart und wirklich lecker im Las Culebrinas.

Übrigens: Von Konkurrenzkampf keine Spur. Der Kellner im Las Culebrinas empfiehlt sogar noch einen Besuch im La Carreta in der Calle Ocho. Dort gibt es die Ceviche (in  Limettensaft marinierter, roher Fisch mit Zwiebeln und Gewürzen) vom Feinsten.
Das La Carreta ist eine Kette von achtzehn kubanischen Miami Restaurants, von denen das Herzstück das vierzig Jahre alte Restaurant Versailles ist, nur etwa 100 m von La Carreta entfernt.

Während der kulturelle Austausch im Exquisito an erster Stelle steht, so sind das Versailles und die zugehörigen Cafés, in denen die Exil-Kubaner ihren bevorzugt zuckersüßen Kaffee nehmen, eindeutig der politischen Richtung zuzuordnen.

Miami Restaurant Versailles

Miami Restaurants VersaillesDas Versailles ist eines der bekanntesten Miami Restaurants. Sobald es Neuigkeiten und Skandale aus Kuba gibt, stehen schon die Fernsehsender mit ihren Übertragungs-Wagen vor den Türen Schlange, um die allerersten Kommentare der einflussreichsten Castro-Gegner in Miami einzufangen. Ganze Touristenbusse kurven durch das Viertel, um einen Blick auf den Exil-Adel Kubas zu werfen. Ein Plakat erinnert an all die  Kubaner, die niemals den Kampf für ihre Freiheit aufgeben werden.

Miami Restaurants Little Havana

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Viele von den 800.000 Kubanern kamen als Flüchtlinge in den 60er Jahren nach Miami, empfangen und registriert am Freedom Tower, einem im mediterranen Stil nachempfundenem Gebäude am Rande der Innenstadt und als Ellis Island (früherer Sitz der Einreisebehörde von NY, wo viele Immigranten aus Europa ankamen) von Miami bezeichnet. Viele der heutigen Bewohner haben ihre Ankunft und Einreise noch immer in lebhafter Erinnerung.

Miami Restaurants Little Havanna in der Calle Ocho

Raul, Restaurantbesitzer in der Calle Ocho, war damals noch ein Kind: „Ich erinnere mich, wie ich mit meinen Eltern am Flughafen von Miami ankam und wir vor einem Coca Cola Automaten standen. Wir waren wirklich durstig, hatten aber noch nichtmal Geld für eine Coke. Dann erinnere ich mich, dass ich 20 Cent in der Tasche hatte und es meinen Eltern gab. Das war alles, was wir bei uns hatten. Heute hängen die Münzen eingerahmt bei mir zuhause.

Raul gehört einer Gruppe von Aktivisten zur Wiederbelebung der Calle Ocho an, die darin das tatsächlich Zentrum des „latin life“, das Barrio Latino, sehen. Dabei gibt es noch andere Mitbewerber um den Titel Barrio Latino in Miami. In dieser Stadt, in der 70% der 2,5 Mio. Einwohner einen lateinamerikanischen oder spanischen Hintergrund haben.
Und auch wenn Miami insgesamt Erfolgsgeschichte in amerikanischer Einwanderung geschrieben hat, so gab es doch Zeiten schwerster Auseinandersetzungen zwischen Exil-Kubanern und anderen ethnischen Gruppen, speziell in den 1970er und 80er Jahren.

Miami Little Havanna, Gomez Park

Miami Little HavanaDie schlimmen Zeiten in der Calle Ocho gehören inzwischen zum Glück der Vergangenheit an. Der echte kubanische Geist lebt immer wieder auf beim beispielsweise Dauer-Dominospielen im Maximo Gomez Park in der Calle Ocho. Oder auch beim kulturellen Straßenfestival am letzten Freitag im Monat und beim jährlichen Karnevalsumzug im März, die ein Millionenpublikum begeistern und diese Gegend kulturell und historisch einzigartig machen.

Zu Recht. Little Havana ist wie ein Stück Ausland mitten in Amerika. In vielen Miami Restaurants wird nur Spanisch gesprochen, bei weitem die meistgesprochene Sprache. Überall ist sie zu hören, wenn man die Calle Ocho entlang flaniert an traditionellen Bäckereien, Obstgeschäften, kubanischen Kunstgalerien und den einzigartigen Zigarrenläden vorbei, in denen die Männer über Politik debattieren.

Und natürlich nicht zu vergessen die kulinarische Seite von Miami. Eines der wenigen Touristenziele in der Welt, wo man wirklich authentische kubanische Küche genießen kann, aktuell interpretiert sowie mit besten Zutaten zubereitet.

Autorin: Susan, im April 2011