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Montreal – Historisch, kosmopolitisch und bunt

Montreal Historisches Gebaeude

Der Große Frieden von Montreal

Ein Indianer spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte der Stadt Montreal. Als im Jahr 1701 der so genannte »Große Frieden von Montreal« zwischen mehreren indigenen Völkern und der französischen Kolonie Neufrankreich geschlossen wurde, war es Huronen-Häuptling Kondiaronk, der mit seinem Verhandlungsgeschick den entscheidenden Weg zum Frieden wies. Heute erinnert der nach ihm benannte Aussichtspunkt auf dem Mount Royal, dem Hausberg mitten in der kanadischen Metropole, an den berühmten Taktiker.
Montreal Rathaus

Die Stadt der Kontraste

Der spektakuläre Friedensschluss passt hervorragend ins Bild des kosmopolitischen und bunten Montreals von heute. Alt und Neu, Eleganz und Kreativität bestimmen in friedlichem Miteinander die Szene. Diese Gegensätze sorgen dafür, dass die Metropole immer wieder ein neues Gesicht aufsetzt. Im historischen Zentrum präsentiert sich die Stadt einerseits mit seinen altehrwürdigen Gebäuden, der prächtigen, im neogotischen Stil erbaute Kathedrale Notre Dame und dem prunkvollen Rathaus. Im Kontrast dazu findet man ausgefallene Shops und stylische Bars.
Montreal Kunstmekka

Kanadas Kunstmekka Montreal

Kunst ist ein großes Thema in Montreal. Sie gilt daher noch vor Toronto als Kanadas Zentrum der Kreativen und Künstler. Allerneueste Arbeiten gibt es sowohl in zahlreichen kleinen und großen Galerien, als auch in der Foundation for Contemporary Art zu bewundern.

Shoppen in der Underground City

Montreal ist ebenfalls für Shopping-Fans ein echtes Eldorado. Ausgiebig Einkaufen kann man in der »Untergrundstadt«, einem über 30 km langen System von Passagen und Tunneln voller Geschäfte. Zugänge dazu findet man an vielen Stellen vom »Erdgeschoss« aus, zum Beispiel in der belebten Rue Sainte-Catherine.

Altstadtbummel in Montreal

Lohnenswertes Ziel für einen Stadtspaziergang ist der Place Jacques-Cartier, wo – ähnlich wie auf dem Trafalgar Square in London – eine figurengeschmückte Säule an den legendären Admiral Nelson erinnert. Nicht weit entfernt liegt der alte Hafen mit seinen Inseln Sainte-Hélène und Notre-Dame. Hier befinden sich zudem die Terrasses Bonsecours, ein beliebter Treffpunkt der Stadt für Jung und Alt.
Montreal Habitat 67

Futurismus und gewagte Architektur

Fast gegenüber eines der Topp-Fotomotive Montreals, die futuristische Wohnanlage Habitat 67. Ein in den 1960er Jahren entstandener Komplex mit »Wohnwürfeln«, die fantasievoll bis gewagt ineinander verschachteltet sind. Nicht minder futuristisch und ein weiterer Kontrast zur historischen Altstadt ist der Tour de Montreal im Olympiapark von 1976. Er ist mit 165 Metern Höhe zumal der höchste geneigte Turm der Welt.

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Quebec City – Kanadas Schatzkiste der frühen Neuzeit

Quebec Altstadt

Idylle in der Großstadt Quebec

Quebec City im Osten Kanadas ist eine Großstadt mit einer halben Million Einwohner und dennoch idyllisch. Als eine der ältesten Städte in Nordamerika mit ihrer herrlichen Lage am majestätischen St.-Lorenz-Strom ist Geschichte überall spürbar und erlebbar. Außerdem bietet die Dufferin-Terrasse eine überwältigende Aussicht auf die Hauptstadt der französischsprachigen Provinz Quebec. Und das zu Füßen eines der meistfotografierten Gebäude der Welt, des Château Frontenac. Jener um 1900 entstandenen imposanten Trutzburg mit Türmchen und Erkern, die ein berühmtes Nobelhotel beherbergt.
Quebec Château Frontenac

Die einzige Stadtmauer Nordamerikas

Quebec ist alt, für amerikanische Verhältnisse sogar sehr alt. Die offizielle Gründung erfolgte 1608 als Hauptstadt der französischen Exklave »Neufrankreich«. Aus diesen alten Zeiten künden noch heute Teile der umfangreichen Zitadelle und Befestigungsanlagen, auf deren Mauern es sich herrlich spazieren lässt, immer neue Blicken auf die Altstadt inklusive. Die kanadische Stadt ist übrigens die einzige in Amerika nördlich von Mexiko, die eine Stadtmauer vorweisen kann.
Quebec Place Royale

Authentisches Ambiente in der Altstadt

Das Altstadtviertel Champlain ist zudem das älteste erhaltene Stadtquartier Nordamerikas. Enge Straßen, meist mit buckligem Kopfsteinpflaster und jeder Menge französisches »savoir-vivre«, verleihen dem Stadtteil reichlich europäisches Flair. Dabei geht es hier alles andere als museal zu. Im Gegenteil, die Plätze und Gassen, vor allem die quirlige Rue du Petit-Champlain, brummen nur so vor urbanem Leben mit ihren charmanten Läden, einladenden Bars und Restaurants. Mittelpunkt im Champlain ist die Place Royale, just hier wurde Québec vor rund 400 Jahren gegründet.

Quebec Nationalmuseum für Geschichte und GesellschaftBeeindruckendes im Nationalmuseum für Geschichte und Gesellschaft

Wer noch mehr über die Geschichte Quebecs und Kanadas erfahren möchte, ist im Musée canadien de l’histoire bestens aufgehoben. Eindrucksvolle Zeugnisse der arktischen Ureinwohner sowie Artefakte und Gebrauchsgegenstände indigener Kulturen Nordamerikas erzählen von der Vergangenheit des amerikanischen Kontinents.

Viel Fisch und Eier Benedict

Zurück in der Gegenwart lohnt ein Besuch des Alten Hafens mit seinen Speicherhäusern. Hier probiert man am besten im Marché du Vieux-Port fangfrische Meeresfrüchte, quasi direkt vom Kutter. Aber auch in einem der kleinen, aber feinen Bistros oder Restaurants kann man seinen Hunger stillen. Außerdem gibt es neben Fisch in allen Variationen noch weitere Spezialitäten, etwa die auch bei uns immer beliebter werdenden »Eier Benedict«. Unbedingt kosten!

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Rocky Mountains Kanada mit atemberaubender Schönheit

Im Sommer wie im Winter ein Erlebnis

Rocky Mountains Banff NPWas den Europäern ihre Alpen, sind den Amerikanern und Kanadiern ihre Rocky Mountains. Dieser gewaltige Gebirgszug im nördlichen Teil des Kontinents gehört zur Kette der Kordilleren, die den ganzen Erdteil von Nord nach Süd durchquert. Doch anders als in der touristisch arg strapazierten Region der Alpen findet man in den Rockys noch eine vielfach intakte, unberührte Natur von atemberaubender Schönheit.

Rocky Mountains Kanada Berglandschaft

Fünf Nationalparks in den Rocky Mountains Kanada

Das gilt insbesondere für den Teil des Gebirges, der sich in Kanada befindet. Genauer gesagt in den Provinzen British Columbia und Alberta im Westen des Landes. Es erstreckt sich dort über eine enorme Länge von ca. 1.500 Kilometern. Gleich fünf Nationalparks liegen in der grandiosen Berglandschaft, die übrigens alle zum UNESCO-Welterbe gehören.

Rocky Mountains Kanada Naturfreunde

Rocky Mountains Kanada: Einmalige Kulissen für Naturfreunde

Es ist schwer zu sagen, welcher davon der schönste und beeindruckendste ist. Sicherlich aber gehört der Banff-Nationalpark zu den Highlights einer Tour durch die kanadischen Rocky Mountains. Zahlreiche schneebedeckte, über 3000 Meter hohe Gipfel bilden das „Dach“ des Parks und sind nicht nur eine einmalige Kulisse, sondern auch ein Eldorado für alle Wanderer, Angler, Naturfreunde und Tierbeobachter. Schließlich für alle Wintersportfans, denn die Rockys und ihre Nationalparks sind sowohl im Sommer wie im Winter eine Reise wert.

Rocky Mountains Kanada Lake Louise

Rocky Mountains Kanada Lake Louise

Landschaftliche Höhepunkte gibt es massenweise. Ein unbedingtes Muss ist zum Beispiel der Lake Louise, ca. 60 Kilometer östlich von Banff, der in einem einzigartigen Türkisblau wie ein Edelstein inmitten der gewaltigen Gebirgslandschaft glitzert. Zu empfehlen sind Wanderungen zu mehreren Aussichtspunkten mit phantastischen Blicken auf den See und die umliegenden Gletscher.

Rocky Mountains Kanada Whistler

Wintersport in den Rocky Mountains Kanada

Außerdem ist der Winter eine besonders attraktive Jahreszeit für die Region. Wer einsame Abfahrten, Pulverschnee und schier endlos lange Loipen mag, ist hier richtig. Lauten Trubel wie so oft in den Skigebieten der Alpen gibt es eher weniger, dafür herrliche Pisten sowie komfortable Hotels und Unterkünfte.

Rocky Mountains Calgary

Calgary in den Rockys

Wem jedoch nach so viel Naturerlebnissen der Sinn nach Urbanität steht: Die Olympiastädte Vancouver und Calgary liegen nicht weit entfernt. Sie bieten viel Sehenswertes und freuen sich auf Ihren Besuch!

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Vancouver, Kanadas schönste Metropole mit traumhafter Natur

Vancouver

Vancouver, eine der schönsten Städte der Welt

Woran es liegt, ist schwer zu sagen: Vielleicht an der fantastischen Lage zwischen hohen Bergen und dem Meer? Möglicherweise wegen der Mischung aus Hafenstadt mit internationalem Flair und einem gelassenen Lebensgefühl der Einwohner? Oder an dem zwischen kultureller Vielfalt und gediegenen Chic changierenden Eindruck, den man beim Besuch bekommt? Wahrscheinlich sind es alle Faktoren zusammen, die den Ruf von Vancouver als eine der schönsten Städte der Welt begründet haben. Und das zu Recht!

Die Legende von der Gründung der Stadt Vancouver

Die Hauptstadt des Bundesstaates British Columbia beitet zwei wichtige Highlights. Erstens: Einen sensationellen Ausblick hat man vom „Lookout“, einem Hochhaus mit runder Plattform als Aussichtspunkt. Bei guter Sicht kann man immerhin bis hinüber in den US-Bundesstaat Washington schauen.

Außerdem ist der Besuch von „Gastown“, der historischen Altstadt in Hafennähe, ein Muss. Benannt ist sie nach „Gassy“ Jack Deighton, dem legendären Gründer der Stadt. Gassy gründete hier in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Kneipe, die schnell zum Treffpunkt und Umschlagplatz für Waren wurde. Aus diesem Ort speisen sich Geschichten um die Geburtsstunde Vancouvers.

Heute ist die Water Street pulsierende Schlagader von Gastown und berühmt für ihre zahlreichen Läden und Kneipen. Am Ende der Straße erinnert inzwischen eine Statue an Gassy und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Vancouver Island Wal

Vancouver Island: Einzigartige Natur

Wer hingegen Einsamkeit und Ruhe in ursprünglicher Natur sucht, findet sie nur wenige Meilen von Vancouver entfernt. Gleich vor der Stadt und per Fähre bequem erreichbar, erstreckt sich Vancouver Island. 450 km Länge und 100 km Breite machen sie zur größten Insel im nordamerikanischen Pazifik.

Der Unterschied zur turbulenten Metropole könnte allerdings kaum größer sein. Den erstaunten Besucher erwarten uralte Wälder, unberührte Sumpfgebiete, zahlreiche seltene Tierarten sowie ein noch weitgehend intaktes Ökosystem. Große Flächen stehen unter Naturschutz, aber es bleibt trotzdem genug Raum für Sommer- und Wintersportarten, Angeln, Kajakfahren, Wandern und Tierbeobachtung. Dies gilt vor allem für Wale (Grau- und Buckelwale sowie Orcas) und Schwarzbären, denen man in geführten Touren zumindest optisch nahekommen kann. Dazwischen liegen immer wieder pittoreske Orte wie das malerische Tofino an der Westküste. Ein Eldorado für alle Liebhaber von Kunst und Kunsthandwerk, das hier hergestellt wird.

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Canadian Pacific Railway – Gleise durch den kanadischen Kontinent

Canadian Pacific Railway

Das Wahnsinns-Bauprojekt der Canadian Pacific Railway

Es war ein unvorstellbares Unterfangen. Eine transkontinentale Eisenbahnlinie von Ost nach West an den Pazifik über 4700 Kilometer! Kanada war riesig, die Weiten des Westens kaum erforscht, geschweige denn besiedelt. Ausgedehnte Gebirgszüge und bodenlose Sümpfe mussten vermessen und erschlossen werden. In den 1870ern Jahren lebten in der kleinen Nation Kanada lediglich 3,5 Mio. Menschen. Wie sollten diese mehr als 100 Mio. Dollar für so ein ungeheures Bauprojekt aufbringen?

Das Versprechen an die Provinz British Columbia

Den Anfang machte ein Versprechen des damaligen Premierministers Macdonald, den Siedlern im westlichen British Columbia eine Verkehrsanbindung an den Osten zu errichten. Er versprach sich durch die Eisenbahn die Schaffung eines Staates inklusive British Columbia. Ein Finanzskandal zwang ihn jedoch zum Rücktritt und das Projekt kam zum Erliegen. 1880 kehrte er zurück an die Macht und auch die finanziellen Problem lösten sich inzwischen auf. Die Canadian Pacific Railway wurde 1881 gegründet, die umgehend mit dem Bau begann. Cornelius Van Horne wurde zu deren Geschäftsführer ernannt, ein Mann mit Entschlossenheit und Erfahrung im Eisenbahnwesen.

Hektisches Bauen bis zum frühen Winteranbruch

Mitten in der Prärie begann sobald eine hektische Bauphase mit 3000 Arbeitern und 4000 Pferden. Von Winnipeg aus wuchsen die Schienen quer übers Land. Jeden Tag entluden Güterzüge am Ende der Gleise den Nachschub. In vorderster Reise arbeiteten Trupps, die das Gelände planierten und Böschungen bauten. Brückenbauer errichteten über Flüsse und Täler Holzbrücken, obwohl sie kaum mithalten konnten mit den Schienenlegern.

Canadian Pacific Railway Winnipeg

Riesige Gebirgszüge stellen sich in den Weg

Im Winter 1882 erreichte man im Westen hinter Calgary zwei unüberwindliche Gebirgszüge, die Rocky Mountains und die Selkirks. Keiner wusste, wo diese überquert werden konnten. Der Landvermesser Rogers erhielt den Auftrag, eine Route zu erkunden. Er fixierte zunächst den Kicking Horse Pass in den Rockies. Dieser galt jedoch als außerordentlich schwierig. Selbst die Indianer mieden diese heimtückische Schlucht. Nach mehreren Expeditionen in den Selkirks, die für manche Teilnehmer tödlich verliefen, gelangte Rogers schließlich auf eine Hochebene, von der die Gewässer in die entgegengesetzte Richtung abflossen. Die nach ihm benannte Passage (Rogers Pass) war gefunden und er Bau konnte weitergehen.

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Tödliche Kompromisse mangels Geld

Die aufwändigen Arbeiten in diesem schwierigen Gelände führten zu finanziellen Nöten bei der Canadian Pacific Railway. Daher beschloss man, über den Kicking Horse Pass steiler zu bauen als im Vertrag vorgesehen. Dort war das maximale Gefälle bei 2,2% festgelegt. Der 13 km lange Teilabschnitt wurde jedoch mit dem Vierfachen des Maximums errichtet, um einen kostspieligen Tunnel zu sparen. Nach den ersten unvermeidlichen Zugunglücken wurden umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen eingerichtet. Der Anstieg war ebenso schwierig, da dafür vier große Lokomotiven nötig waren. Erst ab 1909 ermöglichten zwei Tunnel eine Umfahrung dieser gefährlichen Stelle.

Der finanzielle Kollaps naht

Am Anfang des Jahres 1885 war die transkontinentale Verbindung fast fertig, doch die nächste Finanzkatastrophe schien alles zunichte zu machen. Zudem rebellierten Siedler im Nordwesten des Landes. Zur Niederwerfung der Rebellion wurden über 3000 Milizionäre mithilfe der neuen Eisenbahn entsendet. Aber selbst nach dieser erfolgreichen Unterstützung der Regierung machte diese keine weiteren Gelder frei. Im Juli 1885 schien alles verloren. Erneute Parlamentsverhandlungen führten in letzter Minute zum positiven Bescheid für weitere Subventionen. So konnte das letzte Teilstück am Eagle Pass fertiggestellt werden, um endlich ausrufen zu können: »Alles einsteigen zum Pazifik!«

Canadian Pacific Railway Güterzug

Dies gilt jedoch seit 1978 nicht mehr. Denn seitdem ist die Canadian Pacific Railway nur noch für den Güterverkehr zuständig. Den Personenverkehr betreibt nun das Unternehmen VIA Rail mit Sitz in Montréal.

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CN Tower, Symbol einer Nation

CN Tower Toronto Kanada

CN Tower – Ein Muss für jeden Toronto-Besucher

Bis 2009 der höchste Fernsehturm der Welt, ist der CN Tower heute das Nationalsymbol Kanadas und dominiert die Skyline der Metropole Toronto. Das über einen halben Kilometer hohe Bauwerk wurde 1995 in die Liste der »Sieben Wunder der modernen Welt« aufgenommen. Der Bauauftrag kam von der Canadian National Railways und hatte zuerst einen einfachen Grund. Die Schatten, die das Fernsehbild beeinträchtigten, sollten beseitigt werden. Die Arbeiten begannen im Februar 1973 und dauerten nur 40 Monate.

Spektakuläre Aussichten

Im Querschnitt Y-förmig, verjüngt sich der Turm elegant nach oben. In über 330 Metern Höhe befinden sich Einrichtungen für Fernsehübertragungen, ein Restaurant, mehrere Bars sowie Besucherplattformen. Das spektakuläre, zweigeschossige »Space Deck« in 450 Metern Höhe hat nach innen geneigte Fenster, um senkrecht nach unten schauen zu können. Sensationelle 160 km Fernsicht ist bei klarem Wetter möglich.

CN Tower Sendemast

Außergewöhnliche Bauweise

Die oberen 102 Meter hingegen krönt ein stählerner Sendemast. Riesige Transporthubschrauber mit fast 10.000 PS fügten die 39 Teile hoch in der Luft an Ort und Stelle zusammen. Somit dauerte diese Bauphase nur dreieinhalb Wochen!

CN Tower Aussicht

Aufzüge mit Düsenantrieb

Die Besucheraufzüge rauschen mit einer Geschwindigkeit von 350 Metern in der Minute nach oben. Die gläsernen Wände der Aufzüge geben dabei spektakuläre Ausblicke frei. Dabei wurde die Beschleunigung und Geschwindigkeit so eingestellt, dass nicht Übelkeit und Angst die Oberhand gewinnen. Im Notfall können auch die Treppen genommen werden. Mit ihren 2579 Stufen eine der höchsten Metalltreppen weltweit und Schauplatz des jährlichen Marathons.

Der Turm trotzt Stürmen und Blitzen

Die solide Bauweise aus erstklassigem Beton kann Stürmen bis zu 300 km/h widerstehen. Besondere Bleigewichte sorgen zudem für Dämpfung. Wichtig ist der Turm auch in seiner Funktion als Blitzableiter. Jedes Jahr wird er mindestens 60 Mal getroffen, ohne dass Schäden entstehen.

Winterliche Gefahren

Bemerkenswerter sind hingegen schon die Gefahren, die durch Bildung von Eis in großer Höhe entstehen. Abschmelzende Eisbrocken können herunterfallen und Menschenleben gefährden. Am CN Tower hat man mit Heizdrähten an Dachkanten sowie glattem Kunststoff, an dem sich kein Eis festheften kann, vorgesorgt.

Der höchste Sprung von einem Gebäude

Eine kleine Sensation war der damals höchste »Base Jump« aller Zeiten von einem Gebäude. Der Bauarbeiter Bill Eustace sprang mit einem Fallschirm während der Bauarbeiten im November 1975 in die Tiefe. Er wurde daraufhin fristlos entlassen. Diese musikalische Hommage erinnert an diese legendäre Aktion.

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Toronto – Kanada kunterbunt mit Kunst und Kultur am Ontariosee

Toronto Kanada kunterbuntWenn Kanada, dann Toronto

Beim Besuch des nordamerikanischen Staates lohnt sich unbedingt ein Abstecher an den Ontariosee, an dessen Ufer die größte Stadt des Landes mit knapp 3 Millionen Einwohnern liegt. Toronto ist ein wenig wie New York: ähnlich aufregend und aufstrebend, aber viel heimeliger, persönlicher und zugleich vielseitiger.

Melting Pot Toronto

Dass Kanada ein Einwanderungsland ist, wird in Toronto am deutlichsten. Mehr als die Hälfte, über 51 % der Einwohner Torontos wurden außerhalb Kanadas geboren. Es gibt 230 verschiedene ethnische Gruppen, die hier leben, und fast die Hälfte sprechen eine andere Muttersprache als Englisch. Auf den Straßen und Plätzen der Stadt hört man abwechselnd Chinesisch in allen Dialekten, Tamil, Spanisch, Tagalog, Italienisch, Portugiesisch, Persisch usw. Das friedliche, ja inspirierende Miteinander funktioniert prächtig!

Aus Alt wurde Neu

Die Stadt wurde 1783 vom britischen Gouverneur John Graves Simcoe als „York“ gegründet und führte lange ein Schattendasein gegenüber ihrer großen Schwester weiter südlich am Hudson River. So wurde sie auch mal als „Old York“ bezeichnet, wovon noch heute das Stadtviertel Stadtviertel Yorkville Zeugnis ablegt. Der dortige Distillery District mit der einst größten Destille des Britischen Empire, erinnert mit typischer Backstein-Fabrik-Architektur an diese Zeit. Inzwischen ist aus dem Areal ein Hipster-Paradies mit Kunstgalerien, trendigen Boutiquen, Bars und Restaurants geworden. Ein weiteres schönes Highlight in der Metropole ist der St. Lawrence Market, der älteste Lebensmittelmarkt der Stadt und ein Muss für leckere Häppchen zwischendurch.

Toronto – Stadt mit Überblick!

Liebhaber der Moderne zieht es nach Downtown, wo Stahl- und Glasarchitektur sowie der berühmte CN Tower das Stadtbild prägen. Von 1975 bis 2007 war der Fernsehturm mit 553 Metern das höchste freistehende Bauwerk der Welt und wurde als eines der sieben neuen Weltwunder gefeiert. Der Weltrekordtitel ist längst passé, doch hat der Turm nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Bei gutem Wetter kann man von oben sogar bis zu den Niagarafällen schauen! Die unweit gelegene Queen Street West in der Nähe von Chinatown und dem Entertainment-District am See ist der Anziehungspunkt für alle Kaufsüchtige und Nachtschwärmer.

Und sonst in Toronto?

Kunst und Kultur gibt es im Überfluss, z.B. das Caribbean Festival, Nordamerikas größtes Kulturfestival. Dazu viel Natur in Parks und am Ontariosee, dem kleinsten der fünf Großen Seen (mit der ungefähren Größe von Rheinland-Pfalz!). Und wer den Big Apple doch vermissen sollte, sei getröstet: Auch in Toronto gibt es ein Bügeleisenhaus. Das „Gooderham Building“ war übrigens damals das Vorbild für das New Yorker Flatiron Building.

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Banff Nationalpark: Drittältester Naturpark der Welt

Bilderbuchhaftes Farbenspiel im Banff Nationalpark

Banff Nationalpark

Banff Nationalpark: Es begann mit heißen Quellen…

Von den zahlreichen Nationalparks auf dem nordamerikanischen Kontinent ist der 1885 gegründete Banff (Alberta) der älteste in Kanada. Weltweit sogar nach dem Yosemite in den USA und dem australischen Royal Nationalpark der drittälteste Naturpark. Einer der Leitgedanken für seine Gründung sind die zahlreichen Vorkommen an heißen Quellen, die noch heute zu den großen Attraktionen des UNESCO-Welterbes zählen. Aber auch die grandiosen Landschaften, mit ihrem Mix aus majestätisch-schneebedeckter Bergkulisse und klaren, teilweise verschwiegenen Bergseen, faszinieren die Besucher. Benannt ist der Park übrigens nach dem schottischen Banffshire, einer Region, aus der die Finanziers der Canadian Pacific Railway stammten. Beim Bau dieser Eisenbahnlinie wurden die heißen Quellen damals entdeckt.

Banff Nationalpark Canadian Pacific Railway

Echte Postkartenlandschaften

Das bilderbuchhafte Farbenspiel der Natur gehört zu den bleibenden Eindrücken, die der Banff Nationalpark vermittelt. Der oft strahlend blaue Himmel kontrastiert nicht nur hervorragend mit den schneeweißen Gletschern und Berggipfeln, sondern obendrein mit dem Grün-Blau der spiegelglatten und glasklaren Wasseroberflächen der Seen. Unter diesen gilt der Lake Louise zu Recht als der schönste, auch Dank seiner Lage vor dem imposanten, 3500 Meter hohen Mount Victoria. Aber der Moraine Lake im spektakulären „Tal der Zehn Gipfel“ oder der Peyto Lake, dessen Foto in keinem Kanada-Bildband fehlt, sind nicht weniger attraktiv und unbedingt einen Besuch wert. Das gilt übrigens für den Sommer wie den Winter, wenn der Park sich in ein einziges Schneeparadies verwandelt.

Banff Nationalpark, Ferienort BanffKleine Metropole Banff

Dort, wo man einst die heißen Quellen fand, liegt heute die Stadt Banff. Sie bildet buchstäblich das Zentrum des Banff Nationalparks, denn sie befindet sich tatsächlich mitten drin. Die heißen Quellen sind heute in wohltuende Thermalbäder umfunktioniert, die Geist und Körper Entspannung und Wärme in der rauen Natur des Parks schenken. Allein deshalb ist der Ferienort mit nur 6.000 Einwohnern bei den Parkbesuchern sehr beliebt. Trotz der geringen Bevölkerung hat Banff neben den Quellen und Bädern viel zu bieten. Hier findet der Reisende ein reges Nachtleben sowie einen ganzjährig geöffneten Weihnachtsladen. Sogar Elche spazieren hin und wieder durch das Städtchen.

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Niagarafälle – Naturwunder zwischen Kanada & USA

Niagarafaelle Kanada Horseshoe Falls

Niagarafälle – Pure Faszination

Die Niagarafälle gehören zu den größten Wasserfällen der Erde und begeistern jedes Jahr Millionen Besucher. Der Niagara-Fluss, der den Eriesee und den Ontariosee verbindet, stürzt hier an der Grenze zwischen Kanada und den USA über drei Fälle tosend und mit gewaltiger Wucht in die Tiefe.

Brautschleier und Hufeisen

Geteilt durch Goat Island fällt der Fluss auf US-amerikanischer Seite über die American Falls und dem Bridal Veil, dem kleinen Brautschleier-Fall. Auf kanadischer Seite befinden sich die spektakulären, wie ein Hufeisen gekrümmten Horseshoe Falls.

Beiderseits der Fälle sind die Schwesterstädte Niagara Falls entstanden, sowohl im US-amerikanischen Bundessaat New York als auch im kanadischen Ontario. Beide Länder haben bereits in den 1880er Jahren die Niagarafälle zu Naturparks deklariert.

Mit der „Maid of the Mist“ ganz nah an den Niagarafällen

Niagarafaelle Kanada Maid of the MistVon kanadischer Seite hat man den besten Blick auf die Niagarafälle und kann die berühmten Horseshoe Falls hervorragend sehen und fotografieren. Geführte Touren vermitteln viel Wissenswertes über Entstehung und Geschichte dieser konkurrenzlosen Sehenswürdigkeit im Norden Amerikas.

Eine besondere Attraktion ist die Fahrt mit der „Maid of the Mist“ ganz nah an die Fälle. Dort wo die gigantischen Wassermassen aus ca. 54 Metern Höhe über eine Breite von fast 700 Metern in die Tiefe donnern. Zum Schutz vor der Gischt werden an Bord Plastikumhänge an die Passagiere verteilt. So bleibt man weitgehend trocken und kann das Naturwunder aus nächster Nähe bestaunen. Die Bootstour ist ein echtes Muss, ein beeindruckendes Erlebnis. Sie wird schon seit 1846 ununterbrochen angeboten und gehört zu den Fällen wie das Salz in der Suppe.

Beste Aussichten aus luftiger Höhe

Der kanadische Teil der Schwesterstädte Niagara Falls hat noch weiteres zu bieten. Zum Beispiel den Skylon Tower, von dessen Höhe aus (rund 150 Meter) man einen sensationellen Ausblick auf die Katarakte und die umgebende Landschaft genießen kann. Ebenfalls nah dran befindet sich das Riesenrad Niagara Sky Wheel, in dessen klimatisierten Gondeln man gut 50 Meter über den tosenden Wasserfällen schwebt.

Lohnenswert ist auch eine Fahrt entlang der Fälle und des Niagara River über den Niagara Parkway mit vielen Aussichtspunkten. Wer mag, macht über die Rainbow Bridge einen Abstecher auf die andere Seite in die USA. Am besten auf einer einzigartigen Mietwagenreise, auf der Sie die Niagarafälle mit New York und Toronto kombinieren.

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Naturwunder Kanada – Rauschende Regenwälder und süßer Sirup

Naturwunder Kanada, Berge und See

Naturwunder Kanada – Märchenhafte Landschaften

Kanada ist gesegnet mit riesigen Gebieten unberührter Natur, wie sie wohl mittlerweile einzigartig auf der Welt sein dürften. Denn märchenhafte Prärielandschaften, dichte Wälder und malerische Gebirgszüge wie die Rocky Mountains beherbergen eine immense Artenvielfalt an Flora und frei lebender Fauna. Erde, Wasser und Luft bilden dazu das intakte Ökosystem in diesem Land, das mit fast 10 Mio. qkm so groß ist wie ein Kontinent (und somit das zweitgrößte Land der Erde). Immerhin 20 % beträgt der Anteil der Naturlandschaften Kanadas an den Wildnis-Gebieten der Welt, ohne Antarktis.

Süßer Sirup aus dem Zucker-Ahorn

Kanadas Flagge ist jünger als die Rolling Stones, 2015 wurde sie erst 50 Jahre alt. Am 15. 02.1965 wurde offiziell die neue „Maple Leaf Flag“ gehisst. Das Wahrzeichen ist ein weiteres Naturwunder Kanada – das Blatt des Zucker-Ahorns. Dessen Verbreitungsgebiet liegt besonders im Osten des Landes und sorgt dort überdies für das zauberhafte Naturphänomen des Indian Summers. Die beiden roten Streifen links und rechts symbolisieren die beiden Küsten Kanadas – West und Ost.

Naturwunder Kanada West mit Vancouver Island

Im Westen des Landes leben zwei der wildesten, schönsten und beeindruckendsten Tiere Kanadas: der Schwertwal und der Grizzlybär. Letzteren kann man im Mai und September in der Inselwelt der kanadischen Westküste beobachten. Besonders später im Herbst locken die riesigen Lachsschwärme zwischen dem kanadischen Festland und Vancouver Island nicht nur die Riesen-Braunbären, sondern auch Schwertwale, Seelöwen sowie Delfine. Auch dem König der Lüfte, dem Weißkopfseeadler (der Wappenvogel der USA) kann man bei diesem Spektakel zusehen.

Die gewaltigen und bis zu 1000 Jahre alten Cedar-Bäume („Western Red Cedar“), wachsen hier in Westkanada in den warmen, rauschenden Regenwäldern zu mächtigen Riesen. Einer der weltgrößten Riesen-Lebensbäume steht an der Westküste von Vancouver Island im Pacific Rim National Park. Die Cheewhat Lake Cedar hat bei einer Höhe von über 50 Metern einen Stammumfang von 18,35 Metern!

Naturwunder Kanada: Leuchtendes Laub im Osten

Ostkanada wird landschaftlich von den Großen Seen dominiert, fünf zusammenhängende Seen, die immerhin die größte Süßwasserfläche der Erde bilden. Sie sind umgeben von Mischwäldern, Eiche, Ulme und natürlich Ahorn. Besonders letzterer als Zucker-Ahorn ist mit seiner goldgelben Laubfärbung schließlich hauptverantwortlich für den leuchtenden Indian Summer. Am eindrucksvollsten in Nova Scotia und New Brunswick zu bewundern.