Big Sur Kalifornien – Das große Land des Südens

Big Sur Kalifornien

Wildromantische kalifornische Küste

Wild und romantisch präsentiert sich der rund 100 Kilometer lange Küstenstreifen am Pazifik zwischen San Simeon und Carmel. Bekannt ist er unter dem Namen „Big Sur“, zusammengesetzt aus dem englischen Wort „big“ für „groß“ und dem spanischen Wort „Sur“ für „Süden“. Der Begriff stammt noch aus der spanischen Kolonialzeit, als die Gegend südlich von Monterey „El pais grande del sur“ genannt wurde, „das große Land des Südens“.

Big Sur als Filmkulisse

Der Küstenabschnitt ist einzigartig und daher unbedingt einen Besuch wert. Die relativ geringe Besiedlung, die dramatische Landschaft mit ihren schroff ins Meer abfallenden Felsen, die steilen Küsten sowie einsamen, verschwiegenen Buchten sind äußerst beeindruckend. Kein Wunder, dass die Gegend schon für manchen Hollywood-Streifen daher als Filmkulisse gedient hat.

Big Sur auf dem Highway Nr. 1

Die schönsten Orte erkundet man am einfachsten und am effektivsten per Auto über den Highway 1. Die Straße wurde 1937 erbaut. Bis dahin mussten sich die wenigen Menschen, die hier lebten, selbst versorgen. Hier lebten vor allem Bauern, die Vieh hielten und Jäger, die Seeotter jagten, deren Felle gute Preise brachten. Die einzigen Verbindungen zur Außenwelt waren ein paar Dampfschiffe, die gelegentlich von Monterey kamen. Ferner ein fast unpassierbarer Pfad über die Berge ins Salinas Valley. Heute wohnen hier weniger Menschen als noch vor 100 Jahren. Das meiste Land gehört wenigen Familien, viele von ihnen sind Nachfahren der Big-Sur-Pioniere.

Einmalige Landschaft im Big Sur

Südlich von Carmel führt die Straße zunächst entlang den Santa Lucia Mountains. Die höchste Erhebung ist der Junipero Serra Peak mit 1787 Meter. Nach jeder Kurve eröffnen sich entsprechend neue und fantastische Ausblicke auf die einmalige Landschaft und die Küste.

Grauwale an der kalifornischen Pazifikküste

Die Tierwelt ist mindestens ebenso vielfältig. Neben kalifornischen Seelöwen und Seeottern fühlen sich hier beispielsweise auch mächtige Grauwale wohl. Die bewaldeten Berge von Big Sur sind genauso Teil des „Los Padres National Forest“ genannten Nationalforstes. Seit dem Jahr 1997 wildert man dort die in den 1980er Jahren auf der freien Wildbahn ausgestorbenen kalifornischen Kondore aus.

Bixby Bridge am Highway 1

Bixby Bridge in Big Sur am Highway No. 1Eine besondere Attraktion ist die südlich von Point Lobos gelegene, kühn geschwungene Bixby Bridge, eine von fünf Brücken an der Big-Sur-Straße. Erbaut zwischen 1931 und 1932 ist sie mit 86 Metern Höhe die höchste Einzelbogenbrücke der Welt und darüber hinaus eine der am meisten fotografierten Sehenswürdigkeiten am Big Sur.

Wanderungen im Big Sur

Wer Wanderungen in unberührter Natur liebt, sollte unbedingt einen Abstecher zum „Julia Pfeifer Burns State Park“ einplanen. Von da aus starten einige Trails in die Wildnis und auch zum berühmten McWay Cove-Wasserfall, der 30 Meter tief in den Pazifik donnert. Er ist neben den Alamera Falls am Point Reyes der einzige Wasserfall in Kalifornien, der ins Meer stürzt. Dieser Weg gibt außerdem einige interessante Blicke auf den Pazifik und der Küste frei.

Benannt ist der Park nach der aufgrund ihrer Warmherzigkeit angesehenen Ranchbesitzerin und Pionierin Julia Pfeifer Burns, die von 1869 bis zu Ihrem Tod 1928 in der Region lebte und so inzwischen bis heute weiter lebt.

My location
Routenplanung starten
Dieser Beitrag wurde unter Kalifornien abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.