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Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark: Bärenalarm

Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark Bach und The Dome

Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark (4)

August, im Yosemite National Park, 14.30 Uhr

Gigantische Felsen umschließen ein Tal mit Fluss, in dem noch wilde Braunbären leben. Wir mussten in einer Art festem Zelt für einen Wucherpreis übernachten. Das Aufregendste war dort der Bärenalarm „bear alarm“: Nahrungsmittel und alles, was riecht, darf weder im Auto noch im Zelt aufbewahrt werden, weil es die Bären anlockt, die gnadenlos jedes Auto aufbrechen, um an Nahrung zu kommen. Sie sind schon so gut trainiert, dass sie, wenn sie nur eine Supermarkttüte auf dem Rücksitz sehen (und sei sie auch leer), sofort das Fenster einschlagen. Videos an der Rezeption des Curry Village – unsere Unterkunft auf unserer Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark – führen das jedem Neuankömmling eindrücklich vor.

Natürlich hatte meine Liebste unter diesen Umständen Angst, nachts alleine aufs Klo zu gehen. Ich musste daher mit. Was ich natürlich gerne auf mich nahm. Ich hab sie jedenfalls gehört, die Bären, zwischen den Zelten streifen und schnaufen und schnüffeln. Ich mag Natur, aber nicht beim Schlafen. Und lieber ohne Bären.

Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark, Wanderungen

Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark, Vernon FallsWir unternahmen herrliche Wanderungen, hoch zu zwei Wasserfällen (Vernon Falls, mehr als 100 Meter hoch) sowie zu einem idyllischen Bergsee (Emerald Lake, glasklar und klirrendkalt). Beide fast unberührt, Natur pur, über steile Berghänge, durch Wald und über nackten Fels und durch eine tiefe Schlucht mit Gebirgsfluss.

Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark WanderwegÜberall springen handzahme Eichhörnchen, die man hier „squirrels“ nennt, herum. Sie sind sehr zutraulich und immer hungrig. Sitzen neben einem beim Essen und schauen einen an. Seltsame Natur im Yosemite: Bären wühlen in Supermarkttüten, Eichhörnchen betteln um Essen. Die wirklich „wilden“ Tiere lassen sich in diesem von Urlaubern doch recht dicht bevölkerten Landstrich selten sehen. Schön ist es trotzdem. Und die Bären sind immerhin so wild, dass sie lebensgefährlich sein können. Das sind sie übrigens nicht nur im Yosemite Nationalpark.

Bis auf die gigantischen Landschaften, die nahezu unendlichen Räume und die manchmal beängstigend geraden Straßen ins Nirgendwo ist Amerika sehr vertraut. Man hätte in den 50er Jahren herkommen sollen. Damals hätte man wahrscheinlich einen echten Kulturschock erlitten. Jeder hat einen Kühlschrank! Einen Fernseher mit mehr als einem Programm! Klimaanlagen! Supermärkte! SB-Tankstellen! Burgerlokale mit Takeaway! Und diese überdimensionierten Autos!

Mietwagenrundreise Yosemite Nationalpark im koreanischen Chevy

Das ist wirklich tragisch: Wir fahren als Leihwagen einen Chevy – „Made in Korea“, glaube ich. Der sieht aus wie ein Passat. Es gibt keine Straßenkreuzer mehr, dieses Symbol für den amerikanischen Überfluss. Für technische und ästhetische Überlegenheit, das Blech gewordene Selbstbewusstsein einer großen Nation, in der alles möglich war.
Diesen Spruch haben wir ein paar Mal gehört, wenn wir im Restaurant eine Sonderbestellung aufgeben wollten. „Können wir den Manhattan mit Olive UND Zitronenschalen haben?“ – „Of course! Hey, you’re in America, everything is possible!“

Seit Vietnam ging es bergab. In den 70er Jahren starb der Traum des Straßenkreuzers in Detroit. Die Reagonomics haben die Amerikaner wieder reich gemacht, aber den Spalt in der Gesellschaft vertieft (auch jenseits der Rassengrenzen). Die 90er Jahre brachten Einwanderungswellen aus Korea, Taiwan und Südamerika. Englisch ist folglich nicht mehr Lingua Franca in Südkalifornien und Florida. Der WASP ist in der Minderheit. Die Nullerjahre dann die hysterische Angst vor islamistischen Terroristen. „War on America“, eine Nation ist tief verängstigt. Das ändert die Identität Amerikas. Jetzt fahren sie langweilige benzinsparende Autos, meckern über teure Spritpreise, ihre Supermärkte sind schlechter bestückt als in Europa, sie haben einen Europakomplex und schimpfen über die komplizierten, arroganten, umweltbewussten Europäer, nur die Osteuropäer sind ihnen sympathisch, weil die noch ihren Müll in den Wald schmeißen und an den „american way of life“ glauben.

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Mietwagenrundreise Central Valley: Unendliche Ödnis in Kalifornien

Mietwagenrundreise Central Valley, Devil Ranges

Mietwagenrundreise Central Valley zum Yosemite (3)

Juli, im Niemandsland, 16 Uhr

Wir sind über fantastische grasbedeckte Hügel gefahren (Devil Ranges): Nichts als zehn bis zwanzig Zentimeter hohes Gras, wogte in der zarten Brise, durch die Sonne goldgelb ausgebleicht. Ab und zu eine einzeln stehende Eiche. Kein Haus, kein Weg, keine Kuh.
Mietwagenrundreise Central Valley KalifornienAnsonsten nur Gras und Hügel rund herum. Eine Ahnung von unendlichen Prärieweiten und Frontier mitten in Kalifornien. Endlose gerade Straßen, manchmal von einer anderen im rechten Winkel gekreuzt. Felder an Felder. Nur selten eine Farm. Sonst nur Straße, Strommasten und Horizont. Brettflach, nichts für Agoraphobe. Kansas in Kalifornien. Genauer: Im Central Valley.

Mietwagenrundreise Central Valley: Ortschaften mitten im Nichts

Was muss das für ein Gefühl sein, in diesen unendlichen Landschaften zu leben? Wir passierten Ortschaften, die aus einer mehrspurigen Hauptstraße bestehen, an der sich tatsächlich Autohändler, Supermärkte mit riesigen Parkplätzen sowie Burgerbratereien aneinander reihen – mit großzügigem Abstand von einander. Dahinter reihen sich Einfamilienhäuser aus Holz aneinander, architektonisch wenig originell. Gärten mit Blumen oder ähnlichem scheint es auch nicht zu geben. Nach einem Kilometer geradeaus ist die Herrlichkeit schon vorbei und die endlosen hügellosen Äcker beginnen danach wieder. Was macht man an einem solchen Ort? Außer arbeiten? WAS arbeiten?

Mietwagenrundreise Central Valley, Merced

Mietwagenrundreise Central Valley Straße Central CaliforniaDer zweite Ort (Merced), wo wir übernachteten, war immerhin größer. Eine richtige Stadt, jedoch ohne Zentrum. Die Straßen trafen sich wieder im rechten Winkel, die eine hieß „Mainstreet“, die andere „G Street“, der Rest war durchnummeriert. Die Wohnhäuser dort (alles Einfamilienhäuser) etwas abwechslungsreicher. Menschen mit Boxershorts und U-Shirts mit Bierdose in der Hand umringt von Familie oder emsig rasenmähend. Auch dort war definitiv nichts los. Unser Motel lag direkt neben der Autobahn für unsere Weiterfahrt unserer Mietwagenrundreise Central Valley zum Yosemite Nationalpark. Nachts sind daher noch schnell einige Trucks durch unser Zimmer gefahren. Dafür war es billig. Neben dem Pannenstreifen der Autobahn lag jedenfalls der moteleigene Swimmingpool mit tiptop Wasserqualität.

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Mietwagenrundreise Death Valley: Kopf im Ofen wie beim Pizzabacken

Mietwagenrundreise Death Valley Zabriskie Point

Mietwagenrundreise Death Valley zum Yosemite (2)

Juli, Stove Pipe Wells, Death Valley, 20 Uhr

Mietwagenrundreise Death ValleySitze mit einer eiskalten Dose Milwaukee’s Best am Pool unseres Motels mitten im Death Valley. Um uns herum Geröll, Sand, am Horizont kahle Berge, selten ein Kaktus, ein bisschen Gestrüpp. Die Außentemperaturen bewegen sich jetzt kurz vor Sonnenuntergang bei geschätzten 50 Grad Celsius. Es fühlt sich an, als würde man beim Pizzabacken den Kopf in den Ofen stecken. Das Wasser aus den Leitungen ist immer warm. Und aufgrund des hohen Salzgehalts nicht trinkbar. Habe die Temperatur des Pools noch nicht getestet. Stove Pipe Wells heißt dieses gottverlassene Nest, das aus einer Tankstelle, einem Shop, einer Rangerstation und dem Motel besteht. Die nächste Siedlung ist mehr als 30 Meilen entfernt. Das Bier wird im Death Valley schneller warm, als man es trinken kann. Der Wind ist so heiß, dass es in den Augen brennt.

Death Valley wie die Sahara

Mietwagenrundreise Death Valley, FelsenwüsteAuf unserer Mietwagenrundreise Death Valley am Abend: die Landschaft ist gigantisch. So etwas haben wir noch nicht gesehen. Damit ist auch die Sahara (zumindest der nördliche Teil, indem ich mal zwei Tage in Tunesien auf einer Jeeptour war) nicht zu vergleichen. Death Valley ist eine Felsenwüste mit vier oder fünf implementierten Sandwüstennesterchen in einem weiten Tal, das mit gigantischen schwarzrotbraungelbweißen Gebirgsfalten durchzogen ist. Sand in seiner mannigfaltigsten Konsistenz, Form und Farbigkeit.

Mietwagenrundreise Death Valley – mittendrin

Mietwagenrundreise Death Valley StraßeAn der Straße stehen Hinweisschilder, dass man seine Klimaanlage im Auto ausstellen soll, um den Motor nicht zu überhitzen. Ab und zu stehen zur Sicherheit Wassertanks am Straßenrand. Man begegnet zwar hin und wieder anderen Autos (Touristen, selten ein Ranger), aber meistens ist man allein mit sich, der Technik und der Wüste. Die Engländer (die uns erst auf das Death Valley brachten) hatten erzählt, dass ihnen tatsächlich mitten in der Wüste (und die ist groß!) die Karre verreckt ist. Keiner wusste warum, das Wasser kochte nicht. Wahrscheinlich hatte die Elektrik verrückt gespielt (soll man vielleicht deshalb die AC ausstellen?).

Doch das Auto sprang wieder an. Um nach fünf Minuten wieder stehen zu bleiben. Und so fort. 5 Minuten stehen, 5 Minuten fahren – jedes Mal mit der Ungewissheit, ob er dieses Mal wieder anspringt… Draußen 50 Grad… Irgendwann hatten sie dann auf diese Weise eine Siedlung mit Telefon erreicht (auch ihre Handys funktionieren in den USA nicht). Ihr Vermieter stellte ihnen nach (nur) zwei Stunden Wartezeit ein neues Auto zur Verfügung. Ob das unserer auch so machen würde, werden wir hoffentlich nicht erleben müssen.

Das zweite Bier ist innerhalb von 20 Minuten brühwarm geworden. Und dann ist amerikanisches Bier wirklich ungenießbar. Man schwitzt, aber der Schweiß trocknet sofort weg. Innerhalb von Sekunden. Jetzt ist es dunkel, aber kein bisschen kühler, nur der Wind ist stärker geworden.

Mietwagenrundreise zum Death Valley Nationalpark

Mietwagenrundreise Death Valley NationalparkDer Nationalpark besteht aus mehreren Gebirgszügen und weiten Tälern, Ebenen. Als wir den ersten Berg überwunden hatten und sich vor uns ein riesiges Wüstental erstreckte, dachten wir bereits, das Valley vor uns zu haben. Doch wir waren noch auf 2000 Fuß (700 m) Meereshöhe, also am Rande des Todestals. Das eigentliche Death Valley liegt dann circa 300 Fuß unter dem Meeresspiegel. Deshalb ist es auch so heiß, wegen dem Hitzestau.

Die ersten Sterne sitzen am Firmament. Eine Nacht in der wilden Wüste muss gigantisch sein. Kein Streulicht. Wir werden es erleben. [Haben wir tatsächlich: Sind mit dem Wagen ein paar Meilen raus aus Stove Pipe Wells gefahren, haben es am Straßenrand stehen gelassen und sind 100 Meter in die Wüste gelaufen. Es war praktisch taghell durch den Mondschein (aber dunkel genug, dass ein vorbeifahrendes Autos fast unseren unbeleuchteten Chevy gerammt hätte), und man konnte wirklich die Sterne am Himmel nicht zählen. Blickt da irgendjemand durch mit den Sternzeichen und Planeten? Ich erkenne immer nur den Großen Wagen. Ein Freund hatte mir mal die rote Venus (oder wars der Mars??) gezeigt, als der/die rekordverdächtig nah an der Erde vorbeiflog.

Mietwagenrundreise Death Valley mit Sonnenaufgang und Opernhaus

Mietwagenrundreise Death Valley, Sonnenaufgang in der WüsteDas Beste ist aber ein Sonnenaufgang in der Wüste. Dazu muss man früh aufstehen, aber es lohnt sich. Die Stimmung ist einmalig und es ist erstaunlich, wie schnell die Sonne aufsteigt. Arm in Arm auf einer Düne sitzen und ihr dabei zusehen. Romantischer geht es nicht mehr! Auch wenn es nur eine halbe Stunde dauert.

Mietwagenrundreise Death Valley JunctionAm Ende des des Tales Richtung Nevada an der Death Valley Junction befindet sich ein verwunschener Dorfplatz (Hotel, Stallungen, Garage, Tankstelle, Cokeautomat) mit Opernhaus, das bis vor ein paar Jahren noch Festivals veranstaltete. Ein Showroom mit zerkratzen LPs, verblichenen Zeitungsausschnitten und Abendprogrammen zeugt noch von der charismatischen Dame in pompösen Kostümen, großen Hüten und wallenden Boas, die hier einst ihren Lebenstraum verwirklichte.

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Mietwagenrundreise San Francisco: Nordseestimmung in Kalifornien

Mietwagenrundreise San Francisco, Alcatraz im Nebel

Mietwagenrundreise San Francisco zum Yosemite (1):

Juli, Bucht von Monterey, am Strand, kalter Pazifik, 13:30 Uhr.

Mietwagenrundreise San Francisco, PazifiksandstrandSteife Brise aus dem Westen, Sonne, riesige Strände mit Dünen. Nordseestimmung in Kalifornien. Nur ohne Fischbrötchen. Haben in Santa Cruz übernachtet, circa 80 Meilen südlich von San Francisco am pazifischen Ozean. Und prompt kommt nach Tagen des Nebels („The coldest winter in summer did I find in San Francisco“, Mark Twain), vor dem wir Richtung Süden aus SF mit dem Mietwagen geflohen sind, die Sonne raus. Da macht Strand doch gleich mehr Spaß. Auch wenn man nicht baden kann, weil der Pazifik auch Ende Juli viel zu kalt ist. Santa Cruz gilt außerdem als Surferparadies. Allerdings nur für Surfer in Neoprenanzügen.

Mietwagenrundreise San Francisco, Sanddünen am PazifikstrandGestern suchten wir Seelöwen am Strand. Aber die hatten sich in eine unzugängliche Bucht zurückgezogen. Wir hörten sie, sahen sie aber nicht. Dafür machten wir einen herrlichen Spaziergang an einem menschen- und seelöwenleeren Sandstrand vor steilen Sandsteinklippen. Der Pazifik brandete heran und führte seltsame Tentakeln mit sich: riesige Algen, hohl und armdick, fühlten sich an wie Gartenschläuche aus Gummi und sahen aus wie Überbleibsel von Außerirdischen. Das Meer ist leider immer noch so kalt, dass nur unerschrockene Kinder und Surfer in Gummianzügen baden. Schöne große Wellen, aber keine fünf Meter hoch (die gibt’s nur im Winter). Stattdessen endlose Dünen und Sandstrand.

Mietwagenrundreise San Francisco – Monterey – Carmel – Big Sur

Die Landschaft südlich von SF ist eher karg, verkarstet (hatte ich eigentlich erst bei Los Angeles erwartet), überraschend wenige Menschen, kaum Ackerbau und Viehzucht, viele schöne Buchten mit Sandstrand (leider schon wieder oft im Nebel), gleich hinter der Küste fängt ein wüstenähnliches Hügelland an (und der Nebel verschwindet dort).

Erst jetzt kurz vor Monterey sahen wir intensive Landwirtschaft, vor allem Gemüseanbau, Artischocken, Salat, Erdbeeren. Viele Erntearbeiter auf den Feldern (John Steinbeck!).

Kurzer Abstecher nach Carmel, ein fast schon unwirklich idyllischer Ort am Meer, wo Clint Eastwood mal Bürgermeister war. Ein Ort (nur) für reiche Leute. Stinklangweilig, aber hübsch.

Mietwagenrundreise San Francisco, Wandern in Big SurWir „besuchten“ Henry Miller in Big Sur. Das war hier sein Paradies. Auch die Beach Boys haben diese Gegend mit ihren riesigen Redwoods besungen. Man kann herrliche Spaziergänge unternehmen – und es sind erstaunlich wenige Menschen unterwegs.
(Fortsetzung folgt…)

Die Route Teil 1: Mietwagenrundreise San Francisco bis Big Sur

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Los Angeles Nightlife und Musik

Los Angeles Nightlife City Walk

Los Angeles Nightlife

Was für mich die Faszination vom Los Angeles Nightlife ausmachte war das unglaubliche Angebot an Konzerten und Events, mit dem Langeweile zum Fremdwort wurde. Gleich am nächsten Tag hatte ich mir im Stadtmagazin „L.A. Weekly“ ein Konzert meines Lieblingsgitarristen Michael Thompson vorgemerkt, der mit seiner Band im berühmten Baked Potato auftrat.

Voller Vorfreude ging ich also in den berühmten Musikclub, der schon gut gefüllt war. In den USA sind Konzerte prinzipiell in zwei „Sets“ unterteilt. Erstens: das frühe Set von 21.30 bis ca 22.30. Zweitens: das „night set“ von 23 bis 24 Uhr. Die Musik war ganz einfach fantastisch, die Michael Thompson und seine Band spielten. Amerikanischer Westcoast-Bluesrock vom Allerfeinsten, mit absoluter Musikalität und Energie vorgetragen…!

Los Angeles Nightlife mit Steve Perry

Das Baked Potato im Los Angeles Nightlife ist ein urgemütlicher, recht kleiner Club. Ich traute meinen Augen nicht, als ich den ehemaligen Lead Sänger der weltberühmten Rock-Gruppe Journey, Mr. Steve Perry reinkommen sah…! Wow, dachte ich mir, das gibt’s doch nicht! Steve Perry war zu der Zeit einer meiner all-time favourite singers, der auch nach seiner Zeit mit Journey noch unglaublich gute Solo-Alben gemacht hat. „Jetzt oder nie“ dachte ich mir und stand somit auf, um Steve, der einige Tische entfernt saß, zu begrüßen und ihm zu sagen, wie viel mir seine Musik gegeben hat….

Excuse me, are you Steve Perry?“ fragte ich in meinem besten Englisch. Dabei total vergessend, mich selbst erstmal vorzustellen, wie das in den USA so üblich ist. „Yes, I’m Steve Perry“, antwortete er entsprechend leicht verdutzt, „Who are you?“ „Oh, sorry, I am Juergen and I come from Germany“, versuchte ich meinen Fehler wieder gut zu machen. Und gleich anschließend: „I just gotta tell you that you are one of my favourite singers and I just loved the albums you did after you quit Journey“…! Steve war ganz umgänglich und einfach supernett. Wir schwatzten noch einen Moment bevor ich wieder auf meinen Platz ging um der Musik, dem genialen E-Gitarrenspiel und den tollen Songs von Michael Thompson zu lauschen.

Weitere Infos:
thebakedpotato.com

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Los Angeles Hollywood: Überall wird Film geatmet

Los Angeles Hollywood Kodak Theatre

Los Angeles Hollywood

Mit meinem Mietwagen ging es dann nach Los Angeles Hollywood, genauer gesagt nach West Hollywood ins Hotel Celebrity, „Where you are treated like a star“. Das gemütliche Hotel liegt sehr zentral hinter dem berühmten Dolby Theatre. Übrigens: Im Februar 2012 verlor das Kodak Theatre seinen Namen aufgrund der Insolvenz des Kamera- und Fotoherstellers. Es wies schon darauf hin, was in dieser Stadt ganz oben rangierte. An den Wänden hingen Bilder legendärer Movies mit Stars von Humphrey Bogart bis Marylin Monroe.

Die Rolle, die das Filmgeschäft in Los Angeles Hollywood spielt, ist mit der in Deutschland nicht zu vergleichen. Überall wird Film geatmet, werden Deals geschmiedet, sind Leute bemüht, auf sich aufmerksam zu machen. Jeder Taxifahrer und jeder Starbucksverkäufer ist eigentlich Drehbuchautor, Schauspieler, oder beides.

Erste Kontakte in Los Angeles Hollywood

Als Komponist von Filmmusik erhoffte ich mir interessante Leute in Los Angeles Hollywood kennenzulernen, die mir aus der praktischen Arbeit berichteten. Doch zuvor war das Treffen mit der vorhin erwähnten Elke Weiss angesagt. Elke lebte mit ihrem Ehemann, dem Steady-Cam Operator Aiken seit sechs Jahren in L.A. Sie hatten eine Wohnung ein paar Blocks vom Strand weg in Santa Monica. Wir gingen in ein Cafe in der nahe gelegenen schönen Montana Avenue frühstücken und saßen mitten im Dezember bei milden 19 Grad – draußen – …!

Elke hatte zu der Zeit einen Job bei FOX als Graphic Designer und sah die Stadt nach sechs Jahren mit gemischten Gefühlen: „Ich bin hier schon glücklich, wobei ich sagen muß, dass diese ganze Super-Freundlichkeit in den meisten Fällen nicht ehrlich gemeint ist. Jeder ist extrem darauf bedacht, Karriere zu machen, sein Ding, wegen dem er hier ist, durchzuziehen.“ Das war neu für mich zu hören, aber ich wollte in jedem Fall mir auch mein eigenes Bild machen. Zwei Stunden und etliche Geschichten aus unserem Leben später verabschiedeten wir uns bis zum nächsten Treffen in Los Angeles.

Santa Monica Beach

Santa Monica Pier

Ich beschloss danach, mir am Strand von Santa Monica eine frische Meeresbrise um die Nase wehen zu lassen. Der Strand ist gigantisch groß und reicht kilometerlang bis nach Malibu im Norden; das Santa Monica Pier mit seinem ganzjährigen Vergnügungspark wurde für zahlreiche Filme als Kulisse verwendet.

Venice BeachEs war ein entspannender und erfrischender Spaziergang, der mich südlich bis nach Venice Beach führte, dem Podium für extravagante Selbstdarsteller schlechthin. Was mir hier dabei auffiel, war die große Zahl an Obdachlosen und Drogenabhängigen, die die Touristen zwar nicht direkt anbettelten aber dennoch einen starken Kontrast zu den sonst so sauber gestylten und gut gelaunten Menschen bildeten. Jedoch kann ich einfach nicht unbeteiligt an Menschen vorbeigehen, denen es erkennbar schlecht geht.

Ich hatte via Internet einige Unterrichtsstunden in Film-Komposition arrangiert und das bei keinem Geringeren als Jack Smalley, dem Film-Komponisten der in den Siebzigern weltweit erfolgreichen Serie Charlie’s Angels! Jack war damals Mitte siebzig, ein unheimlich netter, lockerer, fast väterlicher Typ und wohnte in einem tollen Haus in den Hügeln im San Fernando Valley. Da ich damals eine Art Tagebuch schrieb, kann ich mich dementsprechend an meine Begeisterung über das Treffen mit Jack und die tolle Unterrichtsstunde noch gut erinnern: „What a day…! What a lesson with Jack!! EVERYTHING FALLS INTO PLACE…!

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Eine Möglichkeit, Los Angeles kennenzulernen, gibt’s hier beim Einsteigerpaket Welcome Los Angeles.

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Los Angeles Ankunft in einem neuen Leben?

Los Angeles Ankunft: Walt Disney Concert Hall in Downtown

Los Angeles Ankunft in einem neuen Leben?

Als ich im Winter 2004 im Flugzeug nach Los Angeles saß, wußte ich, daß diese Reise mein Leben verändern würde. Ich war gerade vierzig geworden, alles lief in seinen gewohnten Bahnen und dennoch war ich auf der Suche. Ja ich denke daß der Begriff „Midlife-Crisis“ durchaus angebracht war.

Ich bin Gitarrist, Musiklehrer und Filmmusikkomponist und hatte damals in allen diesen Bereichen einen schönen, konstanten Verdienst. Eine tolle Wohnung etwas außerhalb Münchens auf dem Land, umgeben von einem Weiher und viel Wald. gab mir entsprechend Ruhe.

Ich arbeitete für eine Musikschule, hatte Privatschüler und komponierte ab und zu für meinen Hauptkunden, den charismatischen Münchner Zauber-Profi Jörg Alexander. Es war fast ZU  schön, zu geregelt, zu SICHER alles. Ich habe einfach in meinem Leben keine Bewegung gesehen, keine Möglichkeit, etwas Neues zu machen, mich selbst zu überraschen.

Mit Los Angeles verband ich die Chance, das Leben zu führen, von dem ich immer geahnt hatte, daß es existiert. Ein Leben voller neuer Bekanntschaften mit positiv eingestellten Menschen, die alle bereit sind, für die Verwirklichung ihres Traumes, ihrer Vision alles zu geben.

Los Angeles Ankunft – endloser Teppich von Lichtern

Ich war seit meinem 13. Lebensjahr nicht mehr in den USA gewesen und das Gefühl der Aufregung und Vorfreude nahm zu, je mehr wir uns der Westküste näherten.

Wir überflogen damals das nächtliche Las Vegas, was mich schwer beeindruckte. Inmitten der Wüste von Nevada tauchte wie aus dem Nichts ein hell erleuchteter, grell bunter Moloch von Hotels und Casinos auf. So etwas hatte ich in dieser Größe vorher noch nicht annähern gesehen.

„So leben wir in der Zukunft“ hatte mir meine Bekannte Elke prophezeit, eine Drehbuchautorin und Filmproduzentin, mit der ich in L.A. verabredet war.

Los Angeles Ankunft im SonnenuntergangAber der Eindruck der Glitzerwelt von Las Vegas wurde nochmal übertroffen von unserem Anflug auf Los Angeles. Nachdem der Flugkapitän seine obligatorische Ankündigung gemacht hatte, sah ich aus dem Fenster und war schlicht platt. Wo ich auch hinsah, Straßen und Häuser, überall, bis zum Horizont. Ein schier endloser Teppich von Lichtern, der überhaupt kein Ende zu haben schien…

Die Sonne war gerade dabei unterzugehen und alles wurde in das geradezu magische kalifornische Licht getaucht, das schon so viele Suchende angezogen hatte. „Wow“, dachte ich mir, „das ist ja echt eine total andere Welt, in die du hier eintauchst…, alles ist so viel größer und schöner und spannender…“!

Los Angeles Ankunft – der Anflug

Der absolute Hammer war dann der Landeanflug auf LAX, den Los Angeles International Airport. Dort wo die Maschine den Küstenstreifen von L.A. überfliegt, um dann zu drehen und LAX von Süden anzufliegen. Ein absolut atemberaubendes Bild der Millionenstadt und ihrem wunderschönen Küstenabschnitt! Es war ein für mich fast schon historischer Moment als ich zum ersten Mal meine Füße auf kalifornischen Boden setzte. Okay, mein Freund, du bist DA…!

Die zuvorkommende und freundliche, offene Art der Kalifornier fiel mir nach meiner Los Angeles Ankunft sofort positiv auf. Sei es bei den Beamten der National Homeland Security, die jeden Neuankömmling nach dem Grund des Besuches fragen oder im Café, wo ich mir einen NonFat Cappucino gönnte. Das Leben erscheint hier irgenwie leichter… Nachdem ich das Flughafengebäude verließ um mir meinen Mietwagen zu holen, fiel mir sofort ein weiterer Grund für die große Zahl an Glücksrittern in Los Angeles auf: das unheimlich angenehme, milde Klima.

Ich kam aus einem relativ milden deutschen Winter, Temperaturen um 0 Grad in warme kalifornische 20 Grad. Auch um mittlerweile 19 Uhr, das war schon ein Wohlfühlargument.
Los Angeles Ankunft? Ja!
Fortsetzung folgt… (Jürgen Heieck)

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Kalifornien Reise Summary: Kalte Fluten und Internetsuche

Kalifornien Reise: Kalte Fluten des Pazifiks

Kalifornien Reise, Summary

So, nun ist es schon mehr als zwei Wochen her, dass ich die Staaten verlassen habe und zurück bin von meiner Kalifornien Reise. Es fühlt sich an wie eine halbe Ewigkeit. Mein Alltag hat mich wie erwartet sofort wieder eingeholt. Anstelle von Weingütern oder Museen auf meiner Kalifornien Reise werde ich wahrscheinlich in nächster Zeit viele Hörsäle von innen betrachten dürfen. Deftige Mensa-Mittagstische ersetzen die schmackhaften Abendessen mit Blick aufs Meer oder auf schneebedeckte Berge.

Nach den zwei Wochen Kalifornien kann ich auf jeden Fall erstmal eines feststellen: Die gesamte Infrastruktur dieses Staates ist sehr touristenfreundlich und die Vielfältigkeit des Landes lässt keine individuellen Wünsche offen. Ob Sonnen am Strand oder Skifahren in den Bergen, ob geschäftiges Stadtleben oder einsame Natur, in Kalifornien ist für jeden etwas passendes dabei.

Kalifornien Reise mit kalten Fluten

Ein paar Dinge sollte man bei seiner Reise an die Westküste der Vereinigten Staaten trotzdem beachten. Entgegen allgemeiner Erwartungen sind Kaliforniens Strände kein Paradies für Menschen, die sich nach dem Sonnenbad gerne in die Fluten werfen. Der Kalifornienstrom transportiert kalte Wassermassen aus den Tiefen des Pazifik an die Wasseroberfläche. Deswegen lässt dieser selbst im Hochsommer die Menschen an den nordkalifornischen Küsten auf Swimming Pools ausweichen. Sucht man also im Sommer nach Badestränden, sollte man im Süden Kaliforniens auf die Suche danach gehen. Dort kann die Wassertemperatur im Gegensatz zum Norden auch über 15°C reichen.

Bei einer Kalifornien Reise in der Nebensaison, sollte man sich auf kalte Temperaturen im Inland Kaliforniens gefasst machen. Vor allem der Yosemite National Park ist oft nur im Sommer für Tourismus geöffnet. Große Schneemassen blockieren die Zugänge zu einem der größten Reiseziele für Naturtouristen bis in den späten Frühling. Ich persönlich fand es dennoch eine gute Entscheidung am Frühlingsanfang nach Kalifornien zu reisen. Da war die zugängliche Natur dafür umso einsamer und abwechslungsreicher. Denn dass man an einem Tag morgens am Strand liegt, mittags durch riesige Wüsten fährt und abends in metertiefem Schnee spazieren geht, ist ein einzigartiges Erlebnis für sich.

Kalifornien Reise mit Suche nach Internet

Als letzten Punkt möchte ich auf die Bedingungen eingehen, die mir auf meiner Kalifornien Reise für das Schreiben meines Blogs geboten wurden. Internet ist für Amerikaner selbstverständlich und alltäglich. Trotzdem wird es Touristen nicht überall in Kalifornien leicht gemacht, eine gute und preisgünstige Internetverbindung zu finden. Entlang der Küste und in den großen Städten findet man überall Cafés und Hostels WLAN. Cafés mit kostenlosem WLAN erkennt man hierbei meistens daran, dass sich darin viele junge Leute mit Laptop niedergelassen haben. Motels in Kalifornien werben gerne und viel mit „high-speed internetaccess“. Wobei hier die Geschwindigkeit der Internetverbindung proportional zu den Kosten für das Motel ab- bzw. zunimmt.

Je mehr die Kalifornien Reise in Richtung Inland geht, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, überhaupt Internet zu finden. Vor allem in kleinen Ortschaften in der Wüste und in den Bergen wird es komplizierter. Findet man also kein Café, sollte man mal nach Waschsalons Ausschau halten, da diese häufig kostenfreies Internet anbieten. Wenn man selbst diese nicht auffinden kann, ist die letzte Möglichkeit meistens der Weg zur Touristeninformation.

Falls man ohne tragbaren PC unterwegs ist, wäre das Suchen nach einer Bücherei sinnvoll, da diese eigentlich ausnahmslos Computer mit Internet bereitstellen. In vereinzelten Regionen im Inland Kaliforniens sollte man jedoch besser die Hoffnung nach einer brauchbaren Internetverbindung aufgeben und sich mehr der Natur zuwenden. Ein paar Tage ohne Kontakt zur Außenwelt können nämlich wirklich super erholsam sein und die Freude an dem gebotenen Naturspektakel erstaunlich erhöhen. Und darum geht es ja eigentlich beim Reisen…

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Reno Nevada: Last stop in the biggest little city in the world

Reno Nevada, Straße mit Casinos in Downtown

Reno Nevada

Last stop in the biggest little city in the world

Die letzten Tage meiner Amerikareise verbrachte ich also in Reno Nevada, der drittgrößten Stadt Nevadas. Wie in Las Vegas wird das Stadtbild von Reno vor allem durch Casinos geprägt, da die Gesetze in Nevada Glücksspiel schon vor vielen anderen Staaten in den USA im großen Maße erlaubten.
Schild am Eingang nach Downtown Reno Nevada Heutzutage gehört das Glücksspiel immer noch zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Reno. Die Liberalisierung der Gambling-Gesetze in vielen anderen Staaten läutete jedoch eine schwierigere Zeit für die Casinos ein. Und genau das kann man in der Innenstadt leider auch sehr schnell erkennen. Jedes zweite Casino hier ist leerstehend und die noch vorhandenen Exemplare sind nur noch an den Wochenenden wirklich gut besucht. Der Versuch der Stadt, die leeren Casinos in sogenannte „Condos“ (Eigentumswohnungen) umzuwandeln, ist bis jetzt größtenteils ein Versuch geblieben. Somit brennen in der Nacht in vielen Gebäuden nur wenige Lichter.

Reno Nevada im Allgemeinen hat mir nicht wirklich gut gefallen. Die Innenstadt besteht vor allem aus Hochhäusern und es gibt keine Altstadt mit schönen historischen Gebäuden oder netten Plätzen. Außerhalb von Downtown Reno ist die Stadt sehr weit gestreut. In den Außenbezirken spielt sich das Vorstadtleben vor allem in den Outdoor-Malls ab, die zwar wirklich eine sehr große Anzahl an Geschäften und Restaurants aber jedoch nicht viel Charme vorweisen.

Die Umgebung von Reno Nevada

Trotz den Makeln, die die Stadt aufweist, fand ich meinen Aufenthalt in Reno wunderschön und ich wäre gerne länger geblieben. Denn die Hässlichkeit der Stadt ist schnell wieder vergessen, wenn man die Natur herum betrachtet. Die Berge, die die Stadt umringen, beherbergen weltweit beliebte Skigebiete und Unmengen an tollen Fahrrad-, Wander- und Reitwegen. Die Nähe zum Lake Tahoe ermöglicht eine Abkühlung nach dem Sport im ganzjährig kalten See und das Ausruhen an dessen schönen Sandstränden. Ist man also ein Fan von Outdoor-Aktivitäten und einzigartiger Natur kann man sich in dieser Gegend ohne Probleme wochenlang aufhalten, ohne Langeweile zu verspüren.

Nach Reno Nevada: Schneebedeckter Strand am Lake TahoeIch werde auf jeden Fall nochmal im Sommer in diese Gegend kommen, da sie mich wirklich stark fasziniert hat.

Leider ging es für mich nach drei Tagen in Reno auch schon wieder zurück nach Deutschland . Und so hieß es für mich am Donnerstag endgültig: Goodbye America, Hello Alltag. Schade, schade, schade…

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Weinreise Kalifornien im El Dorado County

Weinreise Kalifornien, Blick aus der Fitzpatrick Lodge

Weinreise Kalifornien

Für unsere kleine Weinreise Kalifornien führte uns eine Empfehlung von Freunden zu dem Weingut Fitzpatrick Winery and Lodge. Es wird seit über 30 Jahren von dem Ehepaar Diana und Brian Fitzpatrick als Bed & Breakfast Lodge geführt. Für 120 Dollar die Nacht kann man hier unter der Woche die Log Suite mieten. Das ist eine unglaublich schöne Suite mit Kamin, riesigem Bett und privatem Balkon. Ein leckeres Frühstück am Morgen, ein Schlückchen von einem ihrer biologisch angebauten Weine zum Empfang sowie der Ausblick auf die Weinberge aus dem Whirlpool auf der Terrasse sind in dem Preis inbegriffen.

Weinreise Kalifornien, Log Suite in der Fitzpatrick LodgeEine Nacht bei den Fitzpatricks zu verbringen würde ich wirklich jedem empfehlen. Möchte man jedoch am Wochenende dort übernachten, sollte man das früh genug buchen. Weil Brian und Diana nur sechs Zimmer zur Verfügung stellen sind diese das ganze Jahr über schnell ausgebucht.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen klapperten wir auf unserer Weinreise Kalifornien auf dem Weg nach Lake Tahoe ein paar Weingüter ab. Diese Gegend ist übrigens für deren Qualitätsweine weltweit bekannt.

Weinreise Kalifornien: Empfehlenswerte Weingüter

Am meisten gefallen haben mir diese:

Shadow Ranch Vineyard & Winery (7050 Fair Play Road). Die Weine von diesem Weingut kosten größtenteils zwischen 20 und 25 Dollar und sind zu empfehlen, wenn man ein Freund von eher leichteren Weinen ist. Kimari Patterson, die Mitbesitzerin des Weinguts, verkauft außerdem selbstgemachten Schmuck im Degustationsraum.

Busby Cellars (6375 Grizzly Flat Road, Somerset) Der Meyer’s Ranch Red, eine Cuvée aus Petite Sirah, Syrah und Zinfandel, hat mir bei diesem Weingut am besten gefallen. Der Kostenpunkt von 9,50 Dollar verführt leicht dazu, den vollmundigen Tafelwein kistenweise ergattern zu wollen.

Gold Hill Vineyard (5660 Vineyard Lane, Placerville) Dieses Weingut produziert nicht nur erstklassige Weine, sondern braut zudem auch gutes Bier. Das Gold Hill Scotch Ale schmeckt vor allem besonders gut, wenn man von der Terrasse aus den Arbeitern auf dem Weinberg bei ihrer Arbeit zuschaut.

Die Weintour im Weinanbaugebiet El Dorado County wurde für uns der krönende Abschluss unserer 2-wöchigen Kalifornienreise. Am Abend verließen wir die Weinreise Kalifornien nämlich endgültig, um unsere letzten Tage in Reno, Nevada, zu verbringen.

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Casino in Virginia City

Virginia City

Auf dem Weg dorthin stoppten wir dann noch ein paar Stunden in Virginia City/Nevada, einer kleinen Ortschaft südlich von Reno, die in den Bergen gelegen ist. 150 Jahre zurück war Virginia City eine der “Boomtowns” Nevadas. Die Gold- und Silberfunde machten die Bewohner hier deshalb über Nacht zu Millionären.

Heutzutage muss man nur die Hauptstraße hochlaufen und einen Blick in die zahlreichen Geschäfte und Casinos werfen, um sich in die damalige Zeit zurück zu versetzen.

St.-Patricks-Parade in Virginia CityDie St.-Patrick’s-Parade, die wir in Virginia City miterleben durften, regte unsere Vorstellungskraft noch mehr an. Spätestens nachdem eine Horde Piraten an uns vorbeizog vergaßen wir, dass wir uns im 21. Jahrhundert befinden.

Am Abend gingen wir dann noch am Lake Tahoe spazieren. Ein riesiger See an der Grenze Kaliforniens zu Nevada, um dann später erschöpft und glücklich im Haus von Freunden in Reno ins Bett zu fallen.