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Hawaii-Insel Kauai

Waimea Canyon auf Kauai, der Grand Canyon des Pazifiks

Waimea Canyon auf KauaiEin einzigartiges Naturspektakel

Kauai ist aufgrund ihrer üppigen Vegetation unter den Inseln des Hawaii-Archipels als Garteninsel bekannt und berühmt – und das zu Recht. Aber Kauai kann auch anders. Der Norden zeichnet sich durch schroffe, steil abfallende Felsen aus, und eine besondere Naturattraktion erwartet Besucher auf der Westseite der Insel, wo sich der Waimea Canyon über eine Länge von 22 Kilometern erstreckt. Mit seiner zerklüfteten Landschaft bietet er nicht nur ein atemberaubendes Szenario, sondern auch spektakuläre Aussichten über die gesamte Insel.

Der Grand Canyon des Pazifiks

Schon Mark Twain war fasziniert von der imposanten Naturkulisse der Waimea Felsschlucht auf Kauai und schwärmte deshalb treffend vom »Grand Canyon des Pazifiks«. Zwar ist die Schlucht bei mit einer maximalen Breite von rund 1,6 Kilometern und einer Tiefe von knapp 1.100 Metern bei Weitem nicht so groß wie ihre berühmte Schwester in den USA, jedoch steht sie ihr in puncto Schönheit in nichts nach.

Spektakuläre Aussichten

Ein unglaublich heftiges Erdbeben muss hier vor langer Zeit die Insel fast in zwei Hälften gespalten haben. Die schroffen Felsformationen präsentieren sich in den schillerndsten Farben. Neben dem satten Grün, das die Berge üppig überwuchert, schimmern die Segmentschichten des Gesteins in warmen Rot- und Gelbtönen. Besonders beeindruckend ist dieses Farbenspiel am Nachmittag.

Den besten Blick haben Besucher vom Waimea Canyon Outlook, dem Hauptaussichtspunkt der Schlucht. Im Tal leuchtet blau der Poomau River, der von tosenden Wasserfällen der umliegenden Felswände gespeist wird. Bei gutem Wetter kann man kilometerweit bis ins Inselinnere blicken. Die Hauptstraße Waimea Canyon Drive (Highway 550) führt von dem Aussichtspunkt weiter in die Berge. Dort eröffnen sich dem Urlauber weitere spektakuläre Aussichten.

Der Waimea Canyon als Filmkulisse

Der Kalalau Lookout bietet tiefe Einblicke ins gleichnamige Tal, das mit seinen schroffen Felswänden abrupt ins tiefblaue Meer abfällt. Das einzigartige Naturspektakel diente schon als Kulisse für zahlreiche Hollywood-Filme wie Jurassic Park oder King Kong.

Vom Pu’u o Kila Lookout genießt man ebenfalls einen herrlichen Blick auf das Tal. Wenn man Glück hat, offenbart sich einem zudem die Aussicht auf den Mount Waialeale, einen der höchsten Berge der Insel. Ab dem Kalalau Lookout ist die Straße für Autos gesperrt. Von hier aus kann man sich zu Fuß oder per Fahrrad zum Pu’u o Kila Lookout begeben. Dieser Ausflug lohnt sich aber auf jeden Fall, da man vom letzten Aussichtspunkt aus einen wunderbaren Blick auf die atemberaubende Napali-Küste hat.

Von der Straße führen weitere attraktive Wanderwege in den Waimea Canyon – z.B. der vier Kilometer lange Kukui Trail, der ebenfalls Richtung Napali-Küste führt, oder der sechs Kilometer lange Nualolo Trail in die meist nebelverhangenen, mysteriösen Alakai-Sümpfe, die noch viele Arten hawaiischer Pflanzen und Vögel beherbergen.

Der State Park Waimea Canyon

Der Waimea Canyon ist das Herzstück des gleichnamigen State Parks, eines Schutzgebietes mit einer Fläche von 746 Hektar. Den State Park kann man entweder zu Fuß auf einem der Naturlehrpfade entdecken oder – etwas bequemer – in einem der zahlreichen Helikopter, die wie winzige Insekten über die Weiten des Canyons fliegen.

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Lihue, Ausgangspunkt vieler Aktivitäten auf Kauai

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Lihue, Hauptort der Insel Kauai

Ausgangspunkt für Ausflüge auf Kauai ist Lihue, Hauptort der Insel und als solcher mit einem Flughafen und einem Terminal für Kreuzfahrtschiffe ausgestattet. Das Städtchen ist vor allem für Natur- und Kulturliebhaber ein lohnendes Ziel.

Kalapaki Beach bei Lihue

Für viele sind die Strände in der Region Lihue von besonderer Attraktion. Am geschäftigsten ist es am Kalapaki Beach; Windsurfen, Schwimmen, aber auch Golfen im Kauai Lagoons Golf Club stehen hier auf dem Programm und lassen Sportlerherzen höher schlagen.

Naturschauspiel Wailua Falls

Wer dramatische Natur liebt, sollte unbedingt einen Abstecher zu den Wailua Falls nördlich von Lihue machen. Die tosenden Wassermassen, die in zwei nebeneinander liegenden Kaskaden ca. 25 Meter in die Tiefe donnern, üben eine besondere Faszination aus. Bekannt ist der Fall als Kulisse aus vielen Filmen und TV-Serien. Das Wasser kommt vom Haleakala zur Kukui Grove und fällt dann in die Wailua Schlucht hinab. In Abhängigkeit von Regen und der Fließgeschwindigkeit des Flusses können die Fälle ihr Aussehen erheblich verändern und mal mehr, mal weniger Wasser mit sich führen. Die beste Zeit, die Wailua-Fälle zu besichtigen, ist auf jeden Fall der frühe Morgen, wenn die Sonne über dem Wasser steht und das Naturschauspiel seine ganze Schönheit entfaltet. Wer es sich zutraut und zudem sicher auf den Beinen ist, kann eine Wanderung zur Unterseite der Fälle unternehmen und ein Bad im kühlen Gebirgswasser genießen.

Menehune-Fischteich

Sehenswert ist auch der vor beinahe 1.000 Jahren angelegte Alekoko Menehune-Fischteich vor den Toren von Lihue. Er wurde 1973 in das staatliche Verzeichnis historischer Stätten aufgenommen. Teiche wie dieser wurden für den Fischfang angelegt; der Menehune-Fischteich ist eines der herausragendsten Beispiele uralter hawaiischer Fischwirtschaft dieser Art.

Die Sage der Menehune

Den Fischteich umgibt die märchenhafte Sage der Menehune. Dieser legendäre hawaiische Volksstamm war – so wird erzählt – in der Lage, wahrhaft große Taten auf dem Gebiet des Ingenieurwesens zu vollbringen. Die Menehune lebten im Wald und versteckten sich vor anderen Menschen. Hawaiische Legenden berichten, dass die Menehune den gesamten Fischteich in nur einer Nacht anlegten. Sie bewerkstelligten diese unglaubliche Aufgabe, indem sie vom Dorf Makaweli aus über eine Strecke von 40 Kilometern eine Menschenkette bildeten und die zum Bau des Teichs nötigen Steine von Hand zu Hand reichten.

Es gibt viele Legenden über die Menehune; viele sagen aus, dass sie von besonders kleiner Statur waren. Andere behaupten jedoch, dass das Wort vom tahitianischen »Manahune« abstammt, was »gewöhnlichen oder niedrigen sozialen Ranges« bedeutet. Wir werden es wohl nie erfahren, was dabei Dichtung und Wahrheit ist.

Grove Farm Homestead in Lihue

In Lihue selbst bietet ein Besuch des Grove Farm Homestead Museums einen spannenden Einblick in die Vergangenheit der Insel. Die blühende hawaiische Zuckerplantagenindustrie des späten 19. Jahrhunderts hat ihren Ursprung auf Kauai. Die Grove Farm, eine der ersten Zuckerplantagen, wurde 1864 gegründet. Heute ist die Farm ein spannendes Museum zur Inselgeschichte und lässt das Leben auf Kauai vor über einem Jahrhundert wieder lebendig werden. Wer möchte, kann an einer Führung über das Anwesen teilnehmen und sich die beeindruckende Farm samt Wohnhäusern inmitten tropischer Gärten, Obstplantagen und grünen Rasenflächen ansehen.

Lihue: Das Kauai Museum

Und schließlich sollte man auch nicht das Kauai Museum verpassen. Hier erfahren Besucher Wissenswertes und Skurriles über die geologische Entstehung der hawaiischen Inseln, über das frühe Leben der Einheimischen, über die Ankunft von Captain Cook an Kauais Küste und über den hawaiischen Adel. Fazit: Das Museum bietet für jeden etwas und gehört unbedingt zum Inselbesuch dazu!

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Na Pali Küste, atemberaubendes Wunderwerk der Natur

Na Pali Küste, atemberaubendes Wunderwerk der Natur

Na Pali Küste, atemberaubendes Wunderwerk der Natur

So reich die Hawaii-Inseln an landschaftlichen Superlativen auch sind – das atemberaubendste Wunderwerk der Natur im ganzen Archipel ist unbestreitbar die Na Pali Küste an der Nordseite von Kauai.
Über 50 Kilometer erstreckt sich dieser Küstenabschnitt und bietet eine der faszinierendsten Kulissen des ganzen Pazifiks. Fast 1.000 Meter ragen hier pflanzenbewachsene Lavafelsen steil in die Höhe, dazwischen graben Wasserfälle tiefe Furchen in die grünen Riesen und geben ihnen ihr typisches fächerförmiges Aussehen. Am Fuße der Felsen liegen immer wieder halbmondförmige Buchten, in denen sich donnernd die Wellen des Pazifik brechen, die besonders im Winter eine Höhe von zehn Metern erreichen können. Das zerklüftete Terrain sieht noch so aus wie vor vielen hundert Jahren.

Frühe Siedlungen an der Na Pali Küste

In dieser abgeschiedenen Gegend befanden sich früher die Siedlungen der polynesischen Inselbewohner, die vom Fischfang und Taro-Anbau lebten. Von der einstigen Besiedlung zeugen heute noch einige Tempelanlagen und Taro-Felder. Dank des unwegsamen Geländes hat sich hier seit Jahrhunderten kaum etwas verändert. Kein Wunder, dass weite Strecken des Spielberg-Streifens „Jurassic Parc“ an der Na Pali Küste gedreht wurden.

Die abgeschiedene Na Pali Küste erobern

Die Unzugänglichkeit des Geländes macht es einem auch nicht gerade einfach, einen Blick auf diese unvergleichliche Landschaft zu werfen. Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten das Naturwunder Na Pali Küste aus der Vogelperspektive zu bestaunen. Erstens die Erkundung zu Fuß, zweitens die Besichtigung mit dem Boot vom Wasser aus, oder drittens ein Rundflug mit dem Helikopter oder Flugzeug.

Schwieriger Wanderweg zur Na Pali Küste

Der einzige Landweg, der an diesen zauberhaften Ort führt, ist der Kalalau Trail. Der knapp 18 Kilometer lange Wanderweg beginnt am Kee Beach, durchquert fünf verschiedene Täler und endet am Kalalau Beach. Mit seinen Engpässen und – je nach Witterung – durch Regen aufgeweichten Passagen ist dies einer der schwierigsten Wanderwege auf Kauai und sollte nur von geübten „Trekking-Profis“ begangen werden. Viele Wanderer ziehen es vor, den Pfad in einer zweitägigen Tour zu erkunden und schlagen am Strand von Hanakapiai ein Lager auf. Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Kalalau. Dafür benötigt man eine Campinggenehmigung, die man beim Büro der State Parks Division in Lihue beantragen kann. Wenn man ganz sicher gehen möchte, kann man sich auch einem erfahrenen Führer anvertrauen.

Die Na Pali Küste bequem vom Wasser aus

Bequemer geht es, wenn man sich der Na Pali Küste vom Meer aus nähert. Man kann die verblüffende Landschaft der Napali Coast wunderbar vom Deck eines Bootes genießen. In Port Allen an der West Side gibt es Gelegenheit, sich einer Bootstour anschließen; in den Sommermonaten lassen sich die beeindruckenden Aussichten auf die Meeresklippen auch mittels geführter Kajak-Touren erleben. Eine gute Gelegenheit, um einen sportlichen Ausflug prima mit dem unvergesslichen Blick auf die Na Pali Küste zu verbinden.

Spektakulärer Flug über die Na Pali Küste

Wer weder wandern noch seinen Fuß in ein Boot setzen möchte, dem sei ein Rundflug über die Nordküste Kauais empfohlen. Der Flug entlang des spektakulären Küstenstreifens ist ein beeindruckendes Erlebnis. Der Vorteil: Auf Rundflug sieht man auch jene Napali-Gebiete, die weder über den Landweg noch über das Meer erreicht werden können.