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Florida Reiseberichte

Florida Reise von Miami nach Ft. Lauderdale

Florida Reise, Clearwater

Bericht von unserer Florida Reise im Mietwagen

05.10. – 20.10.2014
Sina und Oliver Hankofer
Florida Reise, Miami Downtown

Sonntag, 05.10.2014 – Anreise – Miami Beach

09:15 Uhr: Abflug Düsseldorf Flug AB7000

13:20 Uhr EDT: Ankunft in Miami

(EDT = Eastern Daylight Time = MESZ –6h)
Nach einem tollen Flug mit Airberlin, die ein umfangreiches Multimedia-Entertainment im Flugzeug bereithielten, kamen wir in Miami an. Dort mussten wir erst einmal den Immigration Officer von unseren friedlichen Absichten in den USA überzeugen. Die Uniformierten sind für deutsche Verhältnisse gewöhnungsbedürftig und weisen im Kommandoton an, Fingerabdrücke abzuliefern.

Danach ging es weiter in das Rental Car Center. Alamo war unser Mietwagenanbieter. Von anderen Ländern wusste ich, dass dort direkt am Flughafen-Schalter verschiedene Autovermietungen vorhanden sind. In Miami gibt es, wie gesagt, ein Center. Wir waren uns zunächst nicht sicher, ob wir da auch wirklich hin müssen. Als wir jedoch keine Autovermietung direkt am Flughafen wahrgenommen hatten, entschlossen wir uns, das Rental Car Center aufzusuchen. Dieses erreicht man über den MIA Mover, eine Hochbahn, die eine kostenlose Verbindung vom Flughafen zum Center darstellt. Man kann sich sehr gut anhand der Beschilderung orientieren.

Anstellen für unseren Mietwagen

Beim Alamo-Schalter mussten wir uns eine knappe halbe Stunde anstellen, bis wir an der Reihe waren. Man teilte uns mit, dass der gebuchte Mietwagen möglicherweise zu klein sei für unsere Koffer. Die Koffer dürften bei dem Fahrzeug nicht auf der Rückbank liegen. Wir wollten da kein rechtliches Risiko eingehen und beschlossen ein Upgrade auf die nächst höhere Kategorie. Mit einem Beleg bewaffnet ging es in das riesige Parkhaus, wo uns Alamo Personal auf eine Reihe parkender Autos verwies: „sucht euch da ein Auto aus, Schlüssel steckt“. Alles lief sehr reibungslos. Wir installierten das aus Deutschland mitgebrachte Navigationsgerät im Fahrzeug und fuhren direkt los nach Miami Beach. Später fiel uns noch auf, dass ein Hinweis auf die Art des Benzins sinnvoll gewesen wäre. Wir waren uns unsicher, welche Sorte wir nehmen mussten und riefen beim ersten Tanken direkt die Alamo Hotline an, die uns weiterhelfen konnte.

Hotel in Miami Beach auf unserer Florida Reise: Ocean Five Miami Beach

Das Ocean Five Hotel war das erste Hotel auf unserer Florida-Rundreise. Die Zimmer sind ganz ordentlich dimensioniert und im Großen und Ganzen sauber. Sie entsprechen der gebuchten Preiskategorie. Die Lage ist sehr gut, direkt am Ocean Drive und damit auch am Strand gelegen. Um unsere Zimmer zu erreichen mussten wir immer durch eine Pizzeria gehen, was ich persönlich als etwas störend empfand. Bei jedem Betreten des Hotels wurden wir nämlich gefragt, ob wir Lust auf ein Lunch oder Dinner hätten.

Zu bemängeln ist die Dusche gewesen. Die Duschwannenkante hat eine ungewöhnliche Höhe, so dass sowohl meine Frau, als auch ich, mehrfach drüber gestolpert sind. Das kontinentale Frühstück ist eher bescheiden. Leider sind auch recht wenige Plätze im Frühstücksraum vorhanden, so dass man ggf. draußen sitzen oder ganz auf einen Platz warten muss.

Das Parken ist überall in Miami Beach sehr teuer, so auch hier. Pro Tag 25 Dollar sind schon recht heftig – aber das muss man in MB mit einkalkulieren. Das Personal an der Rezeption war recht freundlich, leicht arrogant. Kann man aber mit leben. Insgesamt daher ein befriedigendes Urteil.

Nach unserer Ankunft orientierten wir uns ein wenig in der Umgebung. Wir machten einen kleinen Spaziergang über den Ocean Drive und den Strand. Das Abendessen nahmen wir bei „Planet Sushi“ ein, ein netter Laden auf der Washington Avenue. Es sollte auch das beste Sushi während der gesamten Florida Reise bleiben. Sehr erschöpft ging es zurück ins Hotel, wo uns die erste Nacht in den USA erwartete.

Montag, 06.10.2014 – Miami Beach

Florida Reise, Miami Beach

Wir starteten den Tag mit dem kontinentalen Frühstück im Hotel, welches ja recht bescheiden ausfiel. Danach spazierten wir den Ocean Drive bis zum Ende und gingen die Einkaufsmeile an der Lincoln Road entlang. Dabei stellten wir fest, dass wir noch viel zu früh unterwegs waren. Fast alle Läden hatten geschlossen. Dennoch war es ein schöner Spaziergang. Wir entdeckten hier die in Florida häufig anzutreffenden „Squirrels“ (Eichhörnchen) und die kleinen „Lizards“ (Eidechsen).

Anschließend steuerten wir die nächste Haltestelle unserer im Hotel vorgebuchten „Hop-on-hop-off-Stadtrundfahrt“ an. Wir hatten mit den roten Bussen bereits in anderen Städten recht gute Erfahrungen gemacht. Preislich unterschied sich die Tour jedoch deutlich von denen anderer Städte. Wir bezahlten rund doppelt so viel, wie beispielsweise in Dublin. Die Tour führte uns nach Miami Downtown. Wir machten viele Fotos von der Skyline und stiegen am „Bayside Marketplace“ aus. Dabei handelt es sich um ein kleines, idyllisches Einkaufszentrum am Hafen von Miami. Man kann hier in vielen Läden herumstöbern, nett Essen, den Ausblick genießen oder im Hard Rock Café ein Shirt erwerben. Nach einem Mittagessen nahmen wir die Bustour wieder auf und durchquerten verschiedene Stadtteile von Miami, unter anderem auch Little Havanna, wo es einen kleinen Zwischenstopp gab.

Wir waren mit der Tour zufrieden, haben viele Eindrücke von Miami sammeln können. Für einen kurzen Aufenthalt in der Stadt, scheint uns das die beste Möglichkeit zu sein, möglichst viel davon zu sehen.

Dienstag, 07.10.2014 – Fahrt Miami Beach – Key West
Hotel auf Key West auf unserer Florida Reise: Doubletree Grand Key West

Florida Reise, Everglades Airboat-Tour

Unsere Florida Reise startete an diesem Tag erst so richtig. Wir fuhren mit dem Auto Richtung Everglades. Einen ersten Stopp legten wir bei „Coopertown-Airboats“ ein. Dort nahmen wir an einer sehr schönen Airboat-Tour teil. Wir hatten sie bereits vorher von Deutschland aus gebucht. Es wäre aber auch kein Problem gewesen, direkt vor Ort Tickets zu erhalten. Über die traumhaft schönen Florida Keys ging es dann weiter Richtung Key West. Immer wieder legten wir Fotostopps ein, um möglichst viele Eindrücke festzuhalten. In Key West angekommen fuhren wir direkt zum „Southernmost Point of Continental USA“. Nach einem schönen Foto ging’s weiter zum Hotel.

Das Doubletree Hotel können wir uneingeschränkt empfehlen. Zur Begrüßung bekamen wir einen leckeren Keks. Die Zimmer sind erstklassig und das Frühstück, wir hatten ein Buffet gebucht, war hervorragend. Bemerkenswert war hier, dass man sich sogar leckere Waffeln frisch zubereiten konnte. Das Hotel liegt zwar etwas außerhalb, verfügt jedoch über einen kostenlosen, stündlichen Shuttleservice. Letzte Fahrt ab Key West ist 23 Uhr. Parken ist kostenlos. In der Lobby steht außerdem kostenlos Kaffee bereit.

Mittwoch, 08.10.2014 – Key West

Florida Reise, Key West

Ich bezeichne Key West gerne als „schönste Stadt der Welt“. Wir nutzten den Tag, um über die beliebte Duval Street zu flanieren, stöberten durch viele Läden, kauften Shirts und Souvenirs. Ein toller aber auch anstrengender Tag, denn das Klima ist tropisch in Key West. Ohne ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geht hier gar nichts. Es gibt viele Wassersportangebote, die wir jedoch nicht nutzten. Wir besuchten stattdessen das Hemingway Haus, mit seinem tollen Garten, sowie den Leuchtturm, von dem man einen hervorragenden Überblick über Key West hat.

Donnerstag, 09.10.2014 – Key West – Fort Myers
Hotel in Fort Myers auf unserer Florida Reise: Outrigger Beach Resort

An diesem Tag haben wir die längste Autofahrt während unserer Rundreise zurückgelegt. Etwa 288 Meilen lagen vor uns, ca. 5 ½ Stunden Fahrt. Es ging ganz zurück über die Florida Keys. In Marathon, einem der größeren Keys, machten wir Halt am Flughafen. Ich nutzte die Gelegenheit für einen kurzen Hubschrauberrundflug über die Inseln bis hin zur Seven-Mile-Bridge. Ein tolles Erlebnis, welches ich nur empfehlen kann. Während eines weiteren Zwischenstopps bewunderten wir große Leguane, die am Wegesrand für Aufmerksamkeit sorgten. Wir sahen sie schon auf dem Hinweg nach Key West, hatten aber erst jetzt die Gelegenheit für einen Fotostopp. Die Tiere sind sehr scheu und harmlos, dennoch gelangen uns einige gute Aufnahmen.

Florida Reise, Hubschrauberrundflug zur Seven-Mile-Bridge

Kurze Zeit später fuhren wir schon weiter und verließen die Keys. In Homestead kehrten wir zur Mittagszeit in einem Denny’s ein. Denny’s ist eine Fastfood-Kette, die recht gutes Essen serviert. Auch ein Frühstück kann man hier bequem einnehmen. Weiter durch die Everglades, vorbei an Coopertown-Airboats, fuhren wir den Tamiami Trail entlang. Wir durchkreuzten einige Indianerreservate und stoppten am „Big Cypress Oasis Visitor Center“, welches aber leider schon geschlossen hatte. Dennoch genossen wir den Zwischenstopp und entdeckten einen Holzsteg an einem kleinen Gewässer. Wir staunten über die Alligatoren, die dort unbehelligt in der Sonne faulenzten und sahen noch einige Tiere mehr. Der Aufenthalt tat uns gut und stärkte für die Weiterfahrt.

Entlang der Keys

Die Fahrstrecke ist oft sehr geradlinig, so dass ich mich über unseren Tempomaten im Auto gefreut habe. Erst bei Naples ging es auf den Interstate 75, den wir bis dahin nicht benutzten. Ich denke, wir haben angesichts der tollen Natur auch eine richtige Entscheidung getroffen. Fort Myers und Fort Myers Beach sollte man nicht verwechseln. Über die Stadt können wir wenig sagen, Fort Myers Beach ist jedoch großartig.

Das Outrigger Beach Resort ist ein einfaches Hotel, allerdings mit perfekter Lage zum weitläufigen Sandstrand. Wir haben uns hier wirklich wohl gefühlt und haben im Nachhinein nur bereut, nicht noch mehr Zeit am Strand verbracht zu haben. Unser Zimmer war Ok, sauber, mit Kühlschrank ausgestattet. Die Klimaanlage war recht laut.

Freitag, 10.10.2014 – Fort Myers

Florida Reise, Fort Myers

Nach einem Strandspaziergang fuhren wir mit dem Auto zum „Six Mile Cypress Slough Preserve“. Man könnte das Naturschutzgebiet fast noch als Geheimtipp betrachten. Im Hotel fanden sich jedenfalls keine Hinweise auf dieses Reservat. Ein zwei Kilometer langer Holzsteg führt durch die bewaldete Natur und man kann viel entdecken. „Sicherlich haben wir mehr Dinge nicht gesehen, als gesehen“, war unser Resümee. Am Gator Lake sahen wir nicht nur einen ausgewachsenen Alligator aus nächster Nähe, sondern auch seine Jungen, die gerade erst geschlüpft waren. Auch zwei Schlangen zählten zu unseren Tieren, ebenso wie Schildkröten und zwei Helmspechte. Nicht zu vergessen, die für Florida bekannten Schlangenhalsvögel, die ihr Gefieder ausbreiten, um es zu trocknen.

Das Preserve ist ein sehr empfehlenswerter Ort. Es fallen lediglich Parkgebühren von einem Dollar je Stunde an. Ansonsten ist der Eintritt frei. Man sollte gut zwei Stunden für den Besuch einplanen, um wirklich in Ruhe alles ansehen zu können. Mückenspray nicht vergessen!

Samstag, 11.10.2014 – Fort Meyers – St. Petersburg
Hotel in St. Pete auf unserer Florida Reise: Magnuson Hotel Marina Cove

Angenehme zwei Stunden Autofahrt nach St. Petersburg lagen vor uns. Wir nahmen dabei einen Umweg über Brandon in Kauf, da in der Stadt eine Cheesecake Factory ist, die wir unbedingt besuchen wollten. Die Trip Advisor App auf unserem Handy erwies sich als zuverlässige Informationsquelle für Sehenswertes auf unserer Route. Die Cheesecake Factory ist eine Restaurantkette, die in Deutschland aufgrund der Fernsehserie „The Big Bang Theory“ eine gewisse Bekanntheit erreicht hat. Das Restaurant ist an einer großen Shopping-Mall angegliedert. Wir nutzten also die Chance, ein bisschen durch die Läden zu stöbern und aßen dann zu Mittag. Käsekuchen gibt es in der Cheesecake Factory natürlich auch, doch die reichhaltige Speisekarte hatte so viele Gerichte, dass die Auswahl schwer fiel. Das Essen war dann auch hervorragend. Der Andrang in dem Restaurant ist groß – wir mussten etwa 10 Minuten auf einen Tisch warten.

Über Tampa, eine Stadt die beim Durchqueren keinen sehr sympathischen Eindruck machte, erreichten wir am Nachmittag unser Hotel in St. Petersburg. Das Magnuson Hotel liegt direkt am Sunshine Skyway, einer langen Autobahn, die die Bucht von Tampa überquert. Das Zimmer war halbwegs Ok. Unserer Meinung nach hätte es hier etwas sauberer sein dürfen. Die Anlage selbst wirkte leider recht schmuddelig. Mit ein bisschen mehr Einsatz könnte man hier Abhilfe schaffen. Der Strand zum Hotel ist eher ein Witz, im Vergleich zu dem, was die Umgebung zu bieten hat. Wir übernachteten hier nur und fuhren dann mit dem Auto weiter zu Stränden, an denen es schön ist. Kurz nachdem wir das Zimmer bezogen fuhren wir auch direkt wieder los, Richtung St. Pete Beach und Treasure Island. Diese Strände am Golf von Mexiko gehören wirklich zu den schönsten in Florida.

Sonntag, 12.10.2014 – St. Pete/Clearwater

Florida Reise, Clearwater

Nach den schönen Erfahrungen am gestrigen Abend fuhren wir mit unseren Strandsachen direkt in Richtung Clearwater, wo uns laut Trip Advisor der schönste Strand Floridas erwarten sollte. Wir wurden auch nicht enttäuscht, sondern legten hier einen Badetag ein. Die Parkgebühren waren mit 10 Dollar für einen Tag moderat. Wir stellten unser Auto in einem Parkhaus ab, was uns insgesamt ein besseres Gefühl vermittelte. Aber auch die Parkplätze draußen waren bewacht durch Security.

Der Strand in Clearwater ist ein Traum. Weicher, weißer Sandstrand – warmes Wasser. Während des Schwimmens sahen wir Pelikanen beim Fische fangen zu und freuten uns über Fischschwärme, die an uns vorbeizogen. Nach dem Badespaß gingen wir in einen nahe gelegenen Strandshop, der recht gut dimensioniert war. Man hatte hier die Möglichkeit, in einem abgeschlossenen Raum das Surfen zu erlernen. Bald darauf verließen wir Clearwater und fuhren die Golfküste hinunter, über Indian Shores, Madeira Beach und Treasure Island zurück zum Hotel.

Montag, 13.10.2014 – St. Petersburg – Orlando
Hotel in Orlando auf unserer Florida Reise: Rosen Inn International

Auf dem recht kurzen Weg nach Orlando fiel uns bei Lakeland das „Florida Air Museum“ auf. Wir bogen also vom Interstate ab und statteten ihm einen Besuch ab. Wir wussten zunächst gar nicht wo wir hin mussten, um einen Eintritt zu zahlen. Es war auch schwer erkennbar, welche Gebäude zum Museum gehören und welche nicht. Bis zuletzt hat sich an diesem Eindruck auch nichts geändert. Aus unserer Sicht war es ein unübersichtliches Museum. Die Eingangshalle mit ihren Exponaten war ganz sehenswert. Vor unserer Weiterfahrt sind wir noch zu der „Pilot’s Mall“ geschlendert. Dieser große Laden bietet allen Piloten oder Interessierten viele Kaufmöglichkeiten. Nachmittags machten wir erneut an einer Cheesecake-Factory Halt, die unweit unseres Hotels lag.

Das Rosen Inn war bislang das zweitbeste Hotel während der Rundreise. Auf dem Zimmer war alles vorhanden, was man für einen schönen Aufenthalt benötigt. Ein vernünftiger Fernseher, eine Mini-Kaffeemaschine, Mikrowelle, Safe, Haartrockner, Kühlschrank. Da unser Zimmer im Erdgeschoss lag, konnten wir die Koffer recht bequem ausladen. Insgesamt ziemlich sauber. Die Lage ist perfekt für die Universal Studios. Es steht ein kostenloser Shuttle Bus für den Transfer zu einigen Parks zur Verfügung. Auch das WLAN lief hier sehr gut.

Florida Reise, Orlando Wonderworks

Nach dem Einchecken fuhren wir zum „Wonderworks Orlando“, dem bekannten Haus, welches auf dem Kopf steht und immer ein Foto wert ist. Die schlechten Benotungen in Trip Advisor und die recht hohen Eintrittspreise schreckten jedoch von einem Besuch des eigentlichen Museums ab. Stattdessen spazierten wir weiter am „International Drive“ entlang, bis wir auf „Air Florida Helicopter“ stießen. Ein Anbieter von Rundflügen, die schon ab 20 Dollar starten. Wir buchten noch schnell einen Sonnenuntergangsflug, der dann allerdings auch nur etwa drei Minuten dauerte. Dafür haben wir ein paar schöne Aufnahmen von Orlando aus der Luft.

Dienstag, 14.10.2014 – Orlando

Florida Reise, Orlando Universal Studios

Bereits in Deutschland hatten wir eine Tageskarte für die Universal Studios gebucht. Früh morgens ging es mit dem Shuttle Bus vom Hotel aus los. Als Achterbahnverweigerer hatten wir uns für diesen Themenpark entschieden, da die Attraktionen eher unserer Vorstellung von „Spaß haben“ entsprachen. Wir hatten einen Plan, welche Dinge wir auf jeden Fall sehen wollten. Ziel war es, lange Wartezeiten zu vermeiden.

Die Attraktion „Twister“ stand als erstes auf dem Programm. Ich kannte sie noch von vor 16 Jahren und hatte sie als tolles Erlebnis abgespeichert. Vielleicht waren meine Vorstellungen daran zu hoch gegriffen, es war nicht das Erlebnis von vor 16 Jahren. Weiter ging’s zum „Desaster“ – doch leider hatte die geordnete Katastrophe noch geschlossen. So ging es uns an einigen Stationen. Wir waren extra früh in den Park gekommen, um lange Warteschlangen vor unseren Favoriten zu vermeiden. Dass diese dann teilweise noch geschlossen waren, durchkreuzte unsere Pläne. Wir waren schon recht entnervt von den kleinen Fehlschlägen.

Dafür ergaben sich Highlights an Stellen, die wir bis dahin nicht berücksichtigt hatten. Die Attraktion „Simpsons“ war überraschend gut, aber auch die Tiershow hat uns gut gefallen. Es gibt im Park einen großen „Harry-Potter“ Bereich. Da wir aber nicht die großen Fans sind, haben wir uns hier nicht allzu lange aufgehalten. Fazit für diesen Park: der Aufenthalt war ok, es hat uns gefallen. Wir müssen jedoch nicht so bald wieder hierher kommen.

Mittwoch, 15.10.2014 – Orlando – Titusville
Hotel in Titusville auf unserer Florida Reise: Best Western Space Shuttle Inn

Bevor wir Orlando verließen besuchten wir noch die Florida Mall, in der einer von weltweit sechs riesigen „M&M‘s World“-Shops angesiedelt ist. Für Fans lohnt es sich, hier einmal durchzugehen. Nirgends sonst findet man so viele Fanartikel und Geschenkboxen, rund um M&M’s. Nach einem kleinen Rundgang durch den Laden und die Mall ging die Fahrt weiter in Richtung der etwa 60 km entfernten Stadt Titusville.

Da es noch früher Nachmittag war, fuhren wir gleich durch zum Kennedy Space Center Visitor Complex. In Deutschland hatte ich bereits Jahrespässe gebucht, die sich schon ab dem zweiten Besuch lohnen. Problemlos bekamen wir unsere Ausweise und hatten nun die Möglichkeit an diesem und den beiden folgenden Tagen den großen Komplex zu erkunden.

Raketen, Shuttles im Kennedy Space Center

An diesem Nachmittag widmeten wir uns ganz der Ausstellungshalle der Raumfähre Atlantis. Das ausgediente Shuttle hat 33 Weltraumeinsätze hinter sich gebracht. Bevor man in die Ausstellungshalle gelangt, sieht man einen Vorfilm, der sich mit der Geschichte des Space Shuttlesbeschäftigt. Ein emotional prägender Moment ist es, wenn sich der Vorhang öffnet und das Shuttle direkt vor einem steht. Nach der Raumfährenbesichtigung hat der Besucher die Möglichkeit die „Space Shuttle Launch Experience“ zu besuchen. Dabei handelt es sich um eine realistische Simulation eines Shuttle-Starts, mit entsprechenden Bewegungsabläufen. Ich wurde ordentlich durchgerüttelt und bekam ein Gespür dafür, was Astronauten während der Startphase erleben. Meine Frau hatte vorab Bedenken geäußert und sich dem freundlichen NASA-Personal anvertraut. Sie hatte die Möglichkeit die „Astronauten“ auf einem Monitor zu beobachten.

Florida Reise, Kennedy Space Center

Nach dem Besuch des Space Centers checkten wir im Space Shuttle Inn ein. Es handelt sich dabei um ein Best Western Hotel, welches sich gut als Ausgangspunkt für Besuche im Kennedy Space Center eignet. Es liegt etwa 11 Meilen entfernt. In den Zimmern war zwar alles vorhanden was man benötigt, jedoch war unsere Toilette so eng, dass man beim Hinsetzen fast die Klopapierhalterung abriss. Wir wechselten das Zimmer nach der ersten Nacht, da nach unserem Ausflug eine kleine Echse über unserem Bett an der Wand hing. Ich denke, das kann passieren. Die kleinen Lizards flitzen in Florida ja überall herum. Der Zimmerwechsel war problemlos. Auch unser Frühstücksbuffet war prima. Man konnte sich Pancakes in einer Maschine selber fertig machen. Toast, kleine Cupcakes, Obst, Joghurt, Müsli, Bagels etc. waren vorhanden. Für eine einfache Kategorie war dies sicher eine der besseren Unterkünfte.

Donnerstag, 16.10.2014 – Tag 2 im Kennedy Space Center (KSC)

Ein Tag für Raumfahrt-Enthusiasten, wie mich. Im KSC wird monumentale Geschichte zur berührbaren Wirklichkeit. Kein Hollywood, kein Disney, sondern Realität. Der Eintrittspreis von 50 Dollar pro Person und Tag ist meiner Meinung nach recht angemessen. Mit unseren Jahrespässen für 80 Euro pro Person fuhren wir jedoch sehr gut. Ein Freizeitpark ist wesentlich teurer. Wir kamen recht früh am KSC an, um schon die erste Bustour zu nutzen. Das Gelände ist insgesamt über 500 Quadratkilometer groß. Man sieht die große Raumfahrtmontagehalle (VAB), den Startkomplex 39 sowie einen großen Crawler. Die Tour endet am Apollo/Saturn V Center, in dem man eine grandiose Ausstellung zum amerikanischen Mondprogramm findet.

Florida Reise, NASA Besucherzentrum

Zurück zum Besucherzentrum gelangt man mit dem Bus, der alle 10 Minuten abfährt. Dort besichtigten wir weitere Ausstellungen. Ab ca. 15.45 Uhr war der Astronaut Richard Searfoss vor Ort. Jeden Tag steht im KSC ein NASA Astronaut für Fragen, Autogramme und Fotos zur Verfügung. Searfoss war zum Beispiel ab dem 17. April 1998 mit der Columbia im All. Zu dieser Zeit hatte ich das KSC erstmals besucht. Ein netter Zufall, der mir eine sinnvolle Gesprächseröffnung ermöglichte. Natürlich ließen wir eine Menge Geld in den Souvenir Shops und buchten direkt eine „Close-up-Tour“ für den Folgetag.

Cape Canaveral

Nach dieser tollen Zeit im KSC erkundeten wir die nähere Umgebung mit dem Auto. Wir fuhren Richtung Cape Canaveral bzw. Port Canaveral, weiter der Küste entlang, bis zur Patrick Air Force Base, auf der das 45th Space Wing stationiert ist. Die Einheit unterstützt viele Starts am Cape – wirklich was sehen konnten wir allerdings nicht auf die Entfernung. Wir stellten fest, dass auch hier nette Strände vorhanden sind, die zu Spaziergängen einladen.

Ein Anruf vom nahegelegenen „Space Coast Regional Airport“ veranlasste uns zur Rückfahrt. Wir hatten Tage vorher mit dem Flughafen Kontakt aufgenommen, da ich an einem Rundflug über das KSC interessiert war. Der Anbieter „Spaceport Aviation“ hat sich daraufhin gemeldet und mir eine spontane Möglichkeit geboten, die Raumfahrtküste aus der Luft zu sehen. Stephen Hoke, der auch Fluglehrer ist, nahm mich in seinem Leichtflugzeug mit und ich genoss einen wunderschönen Sonnenuntergangsflug über dem KSC. Da ich in Deutschland selbst Ultraleichtpilot bin, konnte ich einen Teil des Fluges selbst steuern. Besonders der Anflug auf die Piste der „Shuttle Landing Facility“ war ein prägender Moment für mich.

Freitag, 17.10.2014 – Titusville – Fort Lauderdale
Hotel in Fort Lauderdale auf unserer Florida Reise: Away Inn

Den Tag wollten wir – zumindest zum großen Teil – ebenfalls im KSC verbringen. Den Weg nach Fort Lauderdale nahmen wir erst nach 16 Uhr auf uns. Den dritten Tag im Space Center begannen wir um 10.30 Uhr, erneut mit einer Tour über das Gelände. Mit der am Vortag gebuchten Special Interest Tour hatten wir die Möglichkeit an drei Stellen auszusteigen. So konnten wir tolle Fotos von der Montagehalle (VAB) und dem Startkomplex 39 machen. Die Touren kosten 25 Dollar pro Person. Es werden weitere Touren zum Launch Control Center sowie eine ’now and then Tour‘ nach Cape Canaveral geboten.

Florida Reise, KSC Montagehalle

Nach der Bus-Tour und der weiteren Verwandlung von Geld in NASA Souvenirs besuchten wir noch die „Astronaut Hall of Fame“, die außerhalb des KSC liegt. Der Eintrittspreis ist schon in unseren Tickets enthalten gewesen. Natürlich wird einem im KSC schon so wahnsinnig viel geboten, dass dieser kleine Teil ein wenig untergeht und sich vermutlich nur wenige Besucher noch die Zeit nehmen, die Hall of Fame zu besuchen.

Ungünstig ist auch, dass das KSC um 17 Uhr schließt, wie auch die Hall of Fame. Plant man einen Tagestrip zum KSC, ist die Zeit einfach zu knapp, um auch noch die Hall of Fame zu sehen. Ehrlicherweise ist der Besuch beider Einrichtungen auch etwas redundant. Letztlich wird aber in der Hall of Fame ebenfalls wirkliche Raumfahrtgeschichte geboten, die beachtlich ist. Auch eine Original-Mercury Raumkapsel ist hier ausgestellt. Beeindruckend ist im Gebäude die Astronautengalerie. Draußen vor dem Gebäude befindet sich das Modell einer Raumfähre, welches den Namen „Inspiration“ trägt.

Florida Reise: Cocoa Beach

Die Fahrt nach Fort Lauderdale führte uns entlang der Raumfahrtküste über Cape Canaveral und Cocoa Beach. Hier legten wir noch einen Stopp ein, um den Strand und den Cocoa Beach Pier zu genießen. Viele Surfer nutzen die tollen Wellen für kleine Kunststücke, so dass es am Strand nie langweilig wird. Erst spät abends erreichten wir dann das Away Inn in Fort Lauderdale. Wir haben das Zimmer als recht großzügig empfunden. Es war gut ausgestattet, inklusive Kaffeemaschine, kleinem Herd, Mikrowelle und Kühlschrank. Das Hotel ist sauber und nur fünf Gehminuten vom Strand entfernt. Inmitten der Anlage ist ein kleiner Pool, der recht verträumt wirkt und sehr zum Planschen einlädt.

Samstag, 18.10.2014 – Fort Lauderdale

Florida Reise, Fort Lauderdale Hotel

Unsere wunderschöne Florida Reise endete in Fort Lauderdale. Wir besuchten an diesem Tag die etwa 30 Fahrminuten entfernte „Aventura Mall”. Das Einkaufszentrum gehört sicher zu den schönsten Floridas. Man sollte es sich also nicht entgehen lassen. Müde von den letzten Tagen hielten wir aber nicht lange durch und suchten Entspannung in einem Stadtpark, der zum Gebiet „North Miami Beach” gehört: dem „Greynolds Park”. Leider hatten wir unser Mückenspray vergessen und wurden sofort attackiert von Stechfliegen & Co. Doch wir hatten im Park auch noch einige tolle Momente: es wimmelt hier von Waschbären. Nachdem wir feststellten, dass Melone nicht gut bei ihnen ankam, verfütterten wir eine Tüte Kräcker an die niedlichen Tiere. Dabei saßen wir allerdings im Auto, denn wir waren uns nicht sicher, ob die Tiere so harmlos sind, wie sie aussehen. Zudem waren wir hier geschützt vor den Mücken und auch vor der Hitze.

Sonntag, 19.10.2014 – Fort Lauderdale – Miami Intl. Airport

Auch der schönste Urlaub ist irgendwann vorbei. Und wir können wirklich behaupten, eine rundum tolle Florida Reise gehabt zu haben. Da wir bis zum Abflug am Nachmittag noch etwas Zeit hatten, statteten wir dem „Bayside Marketplace” in Miami Downtown noch einen Besuch ab. Die Autofahrt zum Mietwagenzentrum in Miami war dann sehr unproblematisch. Die Rückgabe des Mietwagens ebenfalls. Es wurde nichts beanstandet und wir konnten so mit den vollen Koffern weiter ziehen. Die „Hochbahn” brachte uns zum Flughafen, wo wir dann ebenfalls noch genügend Zeit hatten für alle notwendigen Prozeduren.

Montag, 20.10.2014 – Ankunft in Düsseldorf

Der Air Berlin Flug verlief reibungslos, das Essen war prima, wir fühlten uns wohl und wieder zeigte sich, dass die Gesamtorganisation von adeoreisen voll und ganz funktionierte. Auch zwei Wochen nach der Reise sind wir noch „geflasht” und sehnen uns nach der fantastischen Zeit in Florida zurück. Da hilft nur eins: eine neue Florida Reise planen.

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Kennedy Space Center Florida Urlaub mit Rakete

Kennedy Space Center Florida

Kennedy Space Center Florida

Von jedem Ausflug kommt man wieder heim, auch eine Reise zum Mond endet irgendwann einmal. Bevor der Urlaub jedoch vorbei ist, sollte man unbedingt mal im Kennedy Space Center Florida gewesen sein. Es war die letzte Mission des Space-Shuttles „Atlantis“.  Die Rückkehr des Shuttles am 20. Juli 2011 bedeutet zugleich auch das Ende des amerikanischen Shuttle-Programms insgesamt. Zum Glück also gibt es Cape Canaveral und das Kennedy Space Center Florida, wo so ziemlich alles über die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt zu erfahren, als auch hautnah zu erleben ist. Ansonsten bleibt nur gespannt abzuwarten, wie die nächste Rakete „Made in U.S.A.“ aussehen und was mit ihr alles machbar werden wird.

Der Mensch muss es schaffen, auf einem anderen Ort als der Erde überleben und leben zu können, sollte die Erde aus irgendwelchen Umständen zerstört oder unbewohnbar werden. Das ist nämlich das Hauptargument für Raumfahrt und Raumforschung. Wenn man darüber mehr erfahren, oder Fragen dazu stellen möchte, so ist das Kennedy Space Center Florida folglich der richtige Ort dafür.

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Kennedy Space Center Florida online

Der „Kennedy Space Center Visitor Complex“ befindet sich auf Merritt Island, zwischen Range Road und East Avenue SW. Genauere Angaben gibt es hier. Die Seite bietet sehr übersichtlich allerhand Informationen und Möglichkeiten den Besuch vorzubereiten. Unter „Visit Us“ findet man viele Details: Planung des Besuchs, Kontakt, Möglichkeit Fragen an Astronauten zu stellen vor und nach dem Besuch („ask an astronaut“), praktische Infos und Eindrücke, Anfahrt, Fotos, Hotels, nahe Sehenswürdigkeiten, Parkplätze etc.

Die verschiedensten Führungen werden angeboten, mit und ohne Kinder, moderiert oder auf visuelle Erfahrungen ausgerichtet. Dabei entsprechend zeitlich gerahmt: Tagesbesuche oder Führungen für ein paar Stunden („Light Speed Visit“).

Ideen, Fakten, Raumschiffe und Rampen, Roboter, Astronauten, Schwerelosigkeit und Gleichgewicht. Die Raumfahrt hat uns über viele Jahrzehnte schon viele Geschichten und Entdeckungen gebracht. Über das, was unerreichbar schien, und all das, was noch lange nicht erreicht ist, aber doch im Bereich des Greifbaren liegt. Alles wie im Urlaub eben.

Es ist schon unglaublich, wenn ich mir so vorstelle, wie Meteoriten beim Eintritt in die Erdatmosphäre einfach verglühen und zerbröseln. Hingegen das Space-Shuttle schlicht unbeschädigt hindurch fliegt, kommt und geht wie es will. Fantastisch, eine relativ dünne Schutzschicht aus einem bestimmten Material verhindert, dass man verbrennt. Wie Sonnencreme, Hut ab! Ganz abgesehen davon, dass es überhaupt möglich ist, in den Weltraum zu fliegen und obendrein wieder zurückkehren zu können. Und das mehrmals mit demselben Flugzeug.

50 Jahren Raumfahrt im Kennedy Space Center Florida

In jedem Fall gibt es im Kennedy Space Center Florida Raketen und Raumschiffe aus 50 Jahren Raumfahrt USA aus nächster Nähe zu bewundern. Die ersten Raketen mit denen Menschen ins All flogen. Es gibt dort die Möglichkeit, den eigenen Start ins All im Simulator zu erleben und ehemalige Astronauten zu treffen. Im 3-D Kino kann man einen Start von der Erde bis zur ISS erleben. Astronauten außerhalb des Raumschiffs im All begleiten, fotografiert vom Hubble Space Telescope, kommentiert von Tom Cruise und Leonardo DiCaprio. Zudem gibt es noch Sonderveranstaltungen und Informationen zu aktuellen Raketenstarts und vieles mehr.

Wie bereits erwähnt, 50 Jahre Raumfahrt haben uns eine Menge Geschichten und Entdeckungen gebracht. So könnte das Ziel der Raumfahrt neben der Installation menschlichen Lebens fern der Erde sein, Urlaub in Florida zu machen und mit den Menschen vom Mars zu spielen.

Tickets ins Kennedy Space Center Florida gibt es hier.

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Sanibel Island Florida: Inselträume und Ding Darling Nationalpark

Sanibel Island Florida, Alligator im Nationalpark

Sanibel Island Florida ab Fort Myers

Die beiden Inseln Sanibel und Captiva gehören zu den Barrier Islands und sind an der Mündung des Caloosahatchee River in den Golf von Mexiko über einen 5 km langen Causeway mit dem Festland verbunden. Dieser Causeway erstreckt sich von den südlichen Ausläufern von Fort Myers bis über den Pine Island Sound.

Strände, Meeresfrüchte und insbesondere der Nationalpark J.N. „Ding“ Darling National Wildlife Refuge, der sich über mehr als die Hälfte von Sanibel Island Florida erstreckt, locken Besucher an. Unterkünfte reichen von Ferienorten der gehobenen Preisklasse bis hin zu Cottages für Strandliebhaber. Das Muschelsammeln, Radfahren, Einkaufen und Vogelbeobachten sind nur einige der vielen Angebote zum entspannten Zeitvertreib.

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Naturschutz auf Sanibel Island Florida

Diese Inseln voller Palmen und Bäume wurden von der Natur zum Schutz des Festlands geschaffen. Sie sind nicht nur für ihre Strände und die unglaubliche Muschelvielfalt an ihren Ufern berühmt, sondern auch für ihre Abneigung gegen zu viele Eingriffe der modernen Welt. Zum Beispiel gibt es auf diesen Inseln keine Ampeln und die Gebäude auf Sanibel sind „nicht höher als die höchste Palme“.

Anziehendes Fleckchen Erde: Sanibel Island

Sanibel Island Florida und Captiva Island boten den spanischen Entdeckern einen Grund zur Reiseunterbrechung und den Reichen und Schönen nun einen Urlaubsort. Der Karikaturist Jay Norwood Darling, unterstützte die Errichtung des 26 qkm großen nationalen Schutzgebiets, das daher seinen Namen trägt.

Sanibel Island Florida = Ruhiges Inselleben

Besucher beider Inseln genießen nicht nur die naturbelassenen Strände, sondern auch das ruhige Inselleben. Zudem gibt es großartige Restaurants, Theater, kleine Museen und natürlich eine Fülle einheimischer Flora und Fauna. Captiva ist abgeschiedener als Sanibel und vermittelt dem Besucher auch dieses Gefühl. Ein winziges Dorf verbindet Strandhäuser und Ferienorte aller Größen und Jahrgänge mit der „Zivilisation“.

Sanibel „Ding Darling“ Nationalpark

Sanibel Island Florida, Wildlife RefugeDer Wildlife Refuge Nationalpark auf Sanibel Island Florida wird liebevoll als „Ding Darling“ bezeichnet. Er nimmt in der Beliebtheit der Besucher den Platz gleich nach den 80 Kilometer langen Muschelstränden ein. Unter den Naturattraktionen des Lee County ist daher das Juwel. Um zu verstehen, warum sich die freie Natur hier so sehr von anderen Orten in Florida unterscheidet, müssen wir die materielle Welt hinter uns lassen und mit der Natur Kontakt aufnehmen. Es ist ein hervorragendes Zeugnis für das Umweltengagement der Strandverwaltung von Fort Myers und Sanibel (The Beaches of Fort Myers & Sanibel) auszustellen, weil sie ihrer berühmtesten Wildlife Refuge einen „Ruhetag“ gestattet.

Freitag ist Ruhetag auf Sanibel Island Florida

Versuchen Sie daher nicht, den Naturschutzpark an einem Freitag zu besuchen. Denn an diesem Tag ist geschlossen. Somit können die Tiere ihren Aktivitäten ohne menschliche Beobachtung ungestört nachgehen. Diese naturverbundene Haltung ist nichts Neues. Angefangen bei den ersten indianischen Einwohnern, die in den reichlich vorhandenen Gewässern gefischt und Werkzeuge aus Muscheln und Pflanzen herstellten, bis hin zu moderneren Pionieren (u. a. auch Jay N. „Ding“ Darling, der Naturschützer des frühen 20. Jahrhunderts) stellte der Schutz des zerbrechlichen Ökosystems des Gebiets ein hohes – und oftmals erreichtes – Ziel dar.

Der Bezirk Lee County an der Golfküste mit seinen zahlreichen Naturschutzparks

Lee County mit Fort Myers im Zentrum ist 2.000 Quadratkilometer groß und noch weitgehend unbebaut. Durch die Voraussicht früher Pioniere und hart arbeitender Naturschützer der jüngsten Vergangenheit stehen große Gebiete unter Schutz, weshalb Besucher und Einheimische viel über die den dortigen Lebenszyklus unterstützende Flora und Fauna lernen können.

Die Schönheit der Binnengewässer lässt sich in der Koreshan State Historic Site und den Parks Manatee Park, Lakes Regional Park und dem Rotary Park erleben. Sich langsam bewegende Wasserscheide  reinigen das Wasser auf seinem Weg zur Estero Bay bzw. zum Golf von Mexiko. Sehenswert hier beispielsweise die Six Mile Cypress Slough Preserve (in Wirklichkeit 9 Meilen lang) und das Audubon Corkscrew Swamp Sanctuary. Küstenlebensräume mit ihrer Vielfalt an Lebensformen, die leicht salzige bis Salzwasser-Ökosysteme umfassen, finden sich im Matanzas Pass Park, dem Lovers Key State Park sowie der Four Mile Cove Ecological Preserve.

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Weitere Attraktionen im Lee County Bezirk

Es gibt Naturschutzparks, Rehabilitationszentren und die althergebrachten Attraktionen von Florida, wo Besucher jederzeit auf seltene Tiere des Lee County treffen – wenngleich auch in Gefangenschaft. Hier gibt es u. a das Calusa Nature Center & Planetarium, die C.R.O.W. (Klinik für die Rehabilitation wilder Tiere), die Everglades Wonder Gardens und The Shell Factory & Nature Park.

Sparsamen Besucher kommt es zugute, dass viele von der Regierung verwaltete Parks kostenlos oder mit einer geringen Grundgebühr (normalerweise max. 5 US$ pro Fahrzeug) besucht werden können. Ferner ist das Parken entweder kostenlos oder wird durch eine Parkuhr kontrolliert, max. US$ 3 pro Tag. Hölzerne Uferpromenaden und geführte Bootstouren erleichtern Menschen mit Behinderungen den Zugang zu den Schönheiten der Natur.

Reisetipp: Kombination Sanibel Island und New York!

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Disney’s Animal Kingdom – Mit der Limo in den Tierpark

Disneys Animal Kingdom, Leopard

Disneys Animal Kingdom

„Weißt du was?“ fragt mich Heribert, „die Limo ist groß und ich bin allein, willst du nicht mein Begleiter sein…? Im ernst, wenn du möchtest, sei mein Gast, du bist herzlichst eingeladen!“. Englische Höflichkeit, sage ich da nur, also warum nicht mal mit der Limousine um die Häuser ziehen, vielmehr natürlich: durch die Steppe.
Da bin ich noch nicht mal gelandet, da heißt es schon „change of plans“ für mich. Für diesen Fall ist es also ganz gut, dass ich keine Hotelreservierung habe und ich sage:
„Danke, selbstverständlich fahre ich mit!“ Und siehe da, die Limo erwartet uns tatsächlich und ist in echt ein Hummer (Automarke) aber gestreift wie ein Zebra. Disneys Animal Kingdom ist circa 40 Kilometer vom Flughafen Orlando entfernt.

Beim Einsteigen denke ich an einen Film der gerade in den Kinos lief und auch „Animal Kingdom“ hieß. Ich überlege ob der etwas mit dem Park zu tun hat…nein, hat er nicht. Trotzdem interessant bestimmt sehenswert. Der Titel kommt nicht von ungefähr, mal sehen, in welchem Verhältnis er zu Disneys Animal Kingdom steht.

Die Limo ist super komfortabel ausgestattet. Die Sitze, oder besser „Sessel“, sind zum Darin-Versinken. Die Decke, die Seiten und die Sessel sind bedruckt mit brennenden Cocktails hinter denen die Sonne gerade aufgeht. Es gibt eine Bar, ein Freigetränk pro Person, und einen Fernseher auf dem ein Slogan erscheint „arise and shine“. Als ich mich in einen der Sessel werfe, ist das eher wie „dive and dream“, was ja nicht unbedingt das Gegenteil bedeuten muss inhaltlich, aber rein technisch ist es doch etwas anderes.

Dann setzt sich das „Tier“ in Bewegung und als die Musik angeht, bekommt das Motto auf dem Bildschirm eine völlig neue Bedeutung.

Zum Disneys Animal Kingdom in der Limo

Wie jeder normale Mensch wachse ich in dieser Limo über mich hinaus und werfe meine großen Zähne in den Fahrtwind. Meine Augen sagen alles und alles was ich draußen sehe ist die glitzernde Landschaft, halb Wildnis, halb Solaranlage… Mir wird klar, Zukunftsforschung ist naturnah, und mit diesem Gedanken ziehen die nächsten 30 Kilometer bis zum Disney’s Animal Kingdom Park an uns vorüber als quasi Einstimmung auf ein Abenteuer, halb Mondlandung, halb Sahara, die die ganze Welt mit Strom versorgt. Während ich ein Schläfchen halte, mit Grashalm im Mund im Schatten unterm Baum, mein Kopf bequem am Löwenbauch.

Übernachten in Disneys Königreich

Heribert hat ein Zimmer gebucht in einem Hotel direkt im „Königreich“, im afrikanischen Teil des Disney’s Animal Kingdom Parks mit echten Wildtieren, die allerdings ziemlich unbeeindruckt bleiben als wir einrollen. Nur die Zebras schauen kurz zu uns rüber und schütteln ihre Köpfe. Sie erinnern mich dabei sehr stark an meine Nachbarn, die Schulzes, und wie sie geguckt haben als ich letztes Jahr ins Haus gegenüber eingezogen bin.

Auf jeden Fall: Es ist warm, wir sind da, es ist schön und auch ich werde ein paar Tage hier bleiben.
Denkste!? Wir sind hier schließlich in Florida. Als ich an die Rezeption trete, kommen von allen Seiten Angestellte des Hotels, werfen mit Blütenblättern und fangen an zu singen: „You never travel alone, even when you travel far, you always travel with the stars, in the sun of Florida!“
„Herzlichen Glückwunsch lieber Gast. Sie sind der 40 Millionen und erste Besucher Orlandos dieses Jahr und Sie haben gewonnen! Eine Woche „Boca Raton“ in einem unserer neuen Bungalows. Abflug noch heute mit dem Hubschrauber!“
„Are you ready?“„I say, yeah yeah, hab ich noch Zeit zum Duschen?“

Als der Motor stoppt wache ich auf… Wow, klar, das war ein langer Flug und diese Hitze und dann noch diese superweichen Sitze. Aber auf Boca Raton komm ich nochmal zurück… scheint ein heißer Tipp zu sein. (Holger Samsun)

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Florida Freizeitparks Orlando

Florida Freizeitparks Orlando Shuttle Launch

Florida Freizeitparks Orlando

Mit einer Limo oder öffentlichem Nahverkehr

Orlando ist nicht nur weltberühmt, tatsächlich ist Orlando auch die meistbesuchte Stadt in den USA überhaupt: Über 40 Millionen Besucher zieht es jedes Jahr in diese bunte Welt der Florida Freizeitparks Orlando, die gleichermassen futuristischer Spielplatz als auch Naturpark ist, blau-metallic und pastell.
Die Besucher kommen hauptsächlich aus Kanada, Großbritannien, Brasilien, Mexiko und aber hallo!…aus Deuschland, und ich bin dabei und freue mich nach der Ankunft als erstes auf eine Dusche aus sonnengereiftem Wasser. Also raus aus dem Flughafen und ab unter die Brause.

Neben dem obligatorischen Mietwagen, gibt es noch tausende weitere Möglichkeiten vom Flughafen weg, an sein tatsächliche Urlaubsziel zu kommen. Sei es nun ein Hotel, die Wohnung von Bekannten oder einer der berühmten Florida Freizeitparks Orlando. Ein Zeltplatz oder eine abgelegene Pension im Irgendwo, es gibt viele Wege und Schlafplätze unter den Palmen Floridas.

Florida Freizeitparks in der Limo

Im Flugzeug hat mir mein Sitznachbar, Heribert aus Bedfordshire/England, von der Limo erzählt, die er für sich gebucht hat, und die ihn laut Plan direkt am Ausgang des Flughafens in Empfang nehmen soll.

Florida Freizeitparks Orlando Disney Gatorpark„So oft werde ich hier nicht auftauchen“, sagt Heribert, „und wenn ich schon mal da bin, dann mit Dampf und großen Schritten. Meine Limo kostet 90 US-Dollar one way, ist gestreift wie ein Zebra und fährt mich direkt ins Königreich der Tiere!“
Tickets ohne Limo hier.

Florida Freizeitparks Orlando TrolleyIch hingegen verlasse mich ganz auf den öffentlichen Nahverkehr, erzähle ich ihm. Der ist zwar eindeutig unbequemer, funktioniert aber auch. Und außerdem ist man sofort so richtig da. Ich meine so wie zu Hause im Bus oder im Supermarkt, mitten im Leben, dort wo die Heimmannschaft abhängt.
Gleichzeitig aber ist man überhaupt nicht daheim, denn alles flimmert ungewohnt bunt und heiß.Aber ein sehr angenehmes Gefühl. Wenn man in einem anderen Land ankommt und sofort in einen normalen Bus steigt. Dann ist das so wie eine Sauna samt Sprung ins Eisbad. Ich weiß nicht ob das stimmt, dachte nur es sei ein passender Vergleich um die Kraft möglicher kultureller und landschaftlicher Kontraste auf der Reise durch Florida bzw. die USA zu unterstreichen.
Fortsetzung folgt… (Holger Sasum)

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Florida kulinarisch – Die Früchte des Meeres

Florida kulinarisch und die Meeresfrüchte

Florida kulinarisch – Orangen

Der Titel „Früchte des Meeres“ steht in Bezug auf Florida zum einen natürlich für die geographische Nähe zum Meer im Südosten der USA, als auch für die kulinarischen Köstlichkeiten die damit reichlich zu finden sind. Florida steht aber auch für vieles mehr was dieser Sonnenstaat zu bieten hat. Man kann sagen, wer Florida kulinarisch besucht ist dabei die „Früchte des Lebens“ zu ernten.
Das erste was mir bei dem Gedanken an Florida einfällt sind Orangen, frisch gepresster Orangensaft, allerhand andere Früchte und Krokodile im Swimminig-Pool. Na, letzteres ist eher unwahrscheinlich, zumindest wenn man im Hotel wohnt. Aber Florida ist ein spezieller Ort, und in Florida erlebt man den Alltag sehr nahe dem Ruf, dass dort nichts unmöglich scheint.

Von gesichteten Ufos bis hin zu Begegnungen mit Bigfoot hat es in Florida alles schon gegeben. Was anderswo als Ausnahme gilt, ist in Florida häufig der Normalfall. Bestimmt gibt es hier irgendwo auch die Möglichkeit unter professioneller Aufsicht mit Krokodilen im Wasser zu spielen.

Florida kulinarisch – Mensch und wilde Tiere

Aber zunächst gilt beim Gedanken an den Sunshine State das Bild von Strand und Sonne, Palmen und Parks, Aquarien und Attraktionen, akrobatischen Sensationen, Delfinen und Walen. Von einem Land, wo die Bewohner der Häuser eine enge Freundschaft pflegen mit den Bewohnern des Meeres. Dazu gesellt sich eine tropische Komponente. Ich denke an Motorboote die durch die weit verzweigten Kanäle der Everglades nach Geheimnissen in den Lagunen suchen unter einer Sonne, die ihrem Namen gerecht wird. Florida, das mit der Vielfalt des Ozeans verwachsene Land lässt Natur ein Schauspiel sein.

Florida Everglades, Krokodile und Alligatoren Die Everglades sind das beste Beispiel und auch der beste Beweis dafür, dass die Begegnung von Mensch und wilden Tieren nicht nur auf Besuche im Zoo reduziert sein muss. Respekt ist das magische Wort auch hier und es gilt bei der Annäherung Ruhe zu wahren. Alles zu genießen was man vor die Augen bekommt, die Farben und die Tiere. Aber dabei auch nicht zu vergessen, dass man beobachtet wird. Distanz halten, denn hinter jedem Busch versteckt sich ein Augenpaar, das gut darauf achtet, dass man ihm nicht zu nahe kommt.

Everglades, Florida: Vorsicht vor den KrokodilenAbenteuer pur, ansonsten verleitet Florida kulinarisch mich zu dem Gedanken an ein Frühstück oder einen Cocktail auf der Veranda. Gleich um die Ecke vom Dschungel, ohne dass Gefahr droht. Ein leicht dekadentes Tarzan-Gefühl durchströmt mich, der Atem von Tigern flimmert in der Luft. Irgendwie so in dieser Art, noch bevor ich überhaupt angekommen bin. Wo wir wieder bei dem Florida vorauseilenden Ruf wären, wer in Florida lebt, lässt sich nicht so schnell beeindrucken.

Florida kulinarisch – Orange County

Und wieder Florida kulinarisch! Es gibt in den USA zwei Gegenden mit dem Namen Orange County. Einmal in Kalifornien, und einmal in Florida. Orange County in Kalifornien ist als Gegend wohl etwas bekannter. Aber was die Sonne und die Orangen betrifft, sind beide Staaten gleichermaßen unschlagbar. Zum einen ist es wirklich die Sonne, die nirgendwo sonst so zu flimmern vermag als in diesen beiden Staaten. Eine Sonne, die es in einem gewaltigen, doch zartem Spiel im Himmel schafft, in Farbe, Volumen und Textur die Form einer wahrhaftig saftigen Orange anzunehmen. Blutorange und Blut stehen hier für süßes Leben.

Wer Florida besucht, bekommt definitiv saftige Orangen. Wer will, kann ein Paradies entdecken, und selbst den sommerlichen Kampf gegen Hitze und Mücken als abenteuerlichen Bonus verbuchen. Florida ist immer eine Nummer verrückter als der letzte Abenteuerroman den man gerade zu Ende gelesen hat. Aber auch immer eine Nummer schöner als man im letzten Traum zu träumen gewagt hat. Florida: Durchaus ein Land für die beste Postkarte, die man jemals den Liebsten geschrieben hat.