Bootstouren Everglades auf nur wenige Zentimeter tiefem Wasser

Bootstouren Everglades mit einem Propellerboot

Bootstouren Everglades

Everglades Nationalpark: 60 km breite Wasserader, nur wenige Zentimeter tief

Florida fasziniert – und das nicht nur in Miami oder Orlando. Zu den landschaftlich spannendsten Regionen nicht nur des „Sunshine State“, sondern der an Naturschönheiten nicht gerade armen Vereinigten Staaten generell, zählen die Everglades, die sich vom Lake Okeechobee bis in den Süden der Halbinsel erstrecken.

Genau genommen handelt es sich bei den Everglades um einen Fluss. Er ist allerdings auf den ersten Blick nicht als solcher zu erkennen, da er nur selten als offene Wasserfläche zutage tritt. Vielmehr ist diese bis zu 60 km breite Wasserader oft nur einige Zentimeter tief, so dass fast die gesamte Fläche eher einem Sumpf oder Moor ähnelt und mit Gras durchsetzt ist. Das macht die Bootstouren Everglades so spannend und erlebnisreich.

Entsprechend gemächlich ist das Tempo des Wassers, das in einer Stunde gerade mal einen Meter vorankommt. Die Landschaft ist extrem flach, das ganze Gebiet liegt nur knapp über dem Meeresspiegel. Bäume gibt es kaum. Nur in den etwas erhöhten Gebieten wachsen gelegentlich Bäume, beispielsweise Zypressen, Gumba-Limbo-Bäume, Königspalmen sowie Mahagonibäume.

Bootstouren Everglades, ein paar Fakten

Rund die Hälfte der mehrere tausend Quadratkilometer umfassenden Fläche der Everglades wird heute landwirtschaftlich genutzt, die andere Hälfte steht zum größten Teil unter dem Schutz des Nationalparks und angrenzender Naturschutzgebiete. Das Wasser der Everglades wird zum Teil zur Trinkwassergewinnung für die angrenzenden Städte, auch für Miami, verwendet. Dadurch wird allerdings den Everglades auf Dauer die lebensnotwendige Grundlage entzogen.

Seit 1979 gehören die Everglades zum Weltnaturerbe der UNESCO. Sie wurden jedoch 1993 wegen der zunehmenden Umweltverschmutzung durch Düngemittel und Quecksilber, der Trockenlegung der Umgebung sowie der zerstörerischen Auswirkungen des Hurrikan Andrew in 2005 als gefährdet eingestuft und werden daher auf der Roten Liste des bedrohten Welterbes geführt. Inzwischen gibt es zahlreiche Bemühungen, die Umweltverschmutzung zu stoppen.

Bootstouren Everglades

Zwar bilden die Florida Everglades ein hochsensibles Ökosystem, doch ein Besuch dieser beeindruckenden Sumpflandschaft ist mit gutem Gewissen möglich. Und sehr zu empfehlen, denn etwas Vergleichbares gibt es nirgends auf der Welt. In Miami werden in den meisten Hotels geführte Besichtigungstouren für Urlauber und Touristen angeboten – das ist die einfachste und bequemste Methode, die Everglades kennenzulernen. Hat man Miami mit seinen Vororten erst einmal hinter sich gelassen, ändert sich die Umgebung schlagartig. Nichts ist mehr zu sehen von modernen  Wolkenkratzern  und Supermärkten. Nach kurzer Zeit erreicht man dann die ersten „Alligator Parks“ mit zahlreichen Werbeplakaten für Bootstouren Everglades.
Alligatoren im Everglades NationalparkVon diesen Anlegestellen aus starten die Erkundungstouren mit einem Propellerboot. Zuerst hört man vom Skipper allerhand Wissenswertes über die Everglades, und dann geht’s los! Mit ein wenig Glück trifft man schon bald auf die ersten Alligatoren, die gemütlich im Dickicht der Pflanzen oder sogar auf den Bootsanlegestellen ein Sonnenbad nehmen.

Die Bootstouren durch die Everglades sind unterschiedlich lang und dauern zwischen einer Stunde und einem ganzen Tag. Die kürzeren Ausflüge bieten naturgemäß nur einen kleinen Eindruck dieser riesigen Sumpflandschaft. Wer von dieser faszinierenden Wasserwelt mehr erleben will, der sollte etwas mehr Zeit einplanen.

Wer möchte, kann auch ein Hausboot mieten und so die Everglades auf eigene Faust  entdecken. Die Vermietstation hierfür befindet sich in Everglades City. Falls doch eher die kurze Variante der Bootstour in Frage kommt, empfiehlt sich hinterher die Show im Gator Park. Hier gibt es Alligatoren, Skorpione und Spinnen zu bestaunen, die man auch anfassen kann. Also: Nur Mut!

Bootstouren Everglades, Tipps und Hinweise

Auf gar keinen Fall sollte man bei den Bootstouren durch die Everglades die Sonnencreme vergessen, da der UV-Index doch sehr hoch sein kann. Wichtig ist auch ein guter Mückenschutz, denn die kleinen Plagegeister können richtig nerven! Dann doch lieber die Alligatoren…

Noch ein Tipp: Wer mit dem eigenen Auto bzw. Mietwagen unterwegs ist, kann auf einer der Hauptrouten (Highway 41 oder Interstate 75) durch den Everglades Nationalpark fahren. Allerdings sollte man die Straße nie auf eigene Faust verlassen.

Der Nationalpark schützt den südlichen Teil der Everglades, aber er erstreckt sich nur auf etwa 20 Prozent der Fläche des gesamten Gebiets. Die einzige Straßenverbindung in den Park führt von Florida City nahe Homestead über die State Road SR 9336 nach Flamingo. Außer dem Besucherzentrum und einiger anderer kleinerer Parkeinrichtungen ist die Landschaft in ihrer Ursprünglichkeit erhalten. Und so soll es auch bleiben.

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