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Las Vegas – Death Valley im Mietwagen mit Pink Floyd

Las Vegas Death Valley, Opernhaus in Death Valley Junction

Las Vegas – Death Valley im Mietwagen

Ein besonders attraktiver Teil des Death Valleys liegt im Süden, und ist auch der am nächsten bei Las Vegas gelegene Abschnitt des Tals. Der Besuch kann von Las Vegas aus sogar im Rahmen eines Tagesausfluges bewältigt werden. Allerdings gilt dabei: „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“. Man sollte sich nämlich schon sehr früh auf den Weg machen, damit aus dem Ausflug keine Hetzjagd wird.

Von Las Vegas aus fährt man auf dem Interstate Highway 95 nach Nordosten. Nach ca. 80 Meilen erreicht man einen kleinen Ort mit dem Namen Lathrop Wells. Dort gibt es nochmals Gelegenheit zum Auftanken und Einkaufen.

Las Vegas – Death Valley Junction mit Opernhaus

Dann geht es weiter  auf der Bundesstraße in Richtung Death Valley Junction, einem kleinen Ort mit 20 Einwohnern und eigenem Opernhaus! Als ich dort einmal eine Aufführung besuchte, gab es einen echten Sandsturm und die Fenster wurden geöffnet. Das passte ganz gut zur Handlung, in der ein Wüstenprinz versuchte, ein Zelt im Sand zu verankern und gleichzeitig seine Prinzessin als Trugbild am Himmel einzufangen.

Las Vegas Death Valley, KakteenNach Junction geht es rechts ab in Richtung Furnance Creek, einer Oase mit Hotelanlage, Bars, Tennisplatz, Geschäften, einem Museum sowie einem Golfkurs. Wüstenlandschaft und Golfanlage, aber Hallo! Einerseits ein totaler Kontrast, andererseits aber dann doch irgendwie passend. Ich denke da an all die Schlangen und Echsen, die sich im Sand vergraben und an die unterirdischen Kanalanlagen. Vorsicht beim Einlochen und beim Rausholen des Balls!

Las Vegas – Death Valley, Furnance Creek

Das Furnance Creek Resort ist definitiv ein Ort, der für einen längeren Aufenthalt im Valley geeignet ist. Von dort lassen sich verschiedene Ausflüge unternehmen. Zum Beispiel nach Dante’s View, ein Aussichtspunkt, etwa 30 Minuten mit dem Auto in den Bergen gelegen. Die Straße ist komplett komplett asphaltiert, wird am Ende aber sehr steil und kurvig. Man sollte sich für einen Ausflug zum Dante’s View genügend Zeit nehmen, die Sache in Ruhe angehen und genießen. Aber verpassen sollte man diese Aussicht über das Tal und in den Himmel hinein keinesfalls!

Las Vegas – Death Valley, Zabriski Point

Las Vegas Death Valley, Zabriski PointVon der Bundesstraße 190 aus erreicht man auch den Zabriski Point, ein Felsmassiv, dessen Rückseite einem Wellenmeer gleicht. Zabriski Point ist auch der Titel eines Films von 1970, den der Regisseur Michelangelo Antonioni nach diesem Aussichtspunkt benannt hat. Das flimmernde Tal wurde durch psychedelische Musik beispielsweise von Pink Floyd – eigens für den Film komponiert – absolut genial untermalt. Einmalig: Mit dem MP3-Player und Pink Floyd vor dieser grandiosen Kulisse!

Von Furnance Creek zurück nach Las Vegas nimmt man am besten die Bundesstraße 178. Sie führt vorbei am Devil’s Golf Course in der Mojave Wüste. Dabei handelt es sich um einen verdunsteten und ausgetrockneten See mit dem Namen Lake Manly. Dessen Mineralien haben sich zu einer abstrakt anmutenden Oberflächenstruktur im Becken geformt. Der Name Devil’s Golf Course rührt von dem Eindruck her, dass nur der Teufel in der Lage wäre, auf solch einer Fläche Golf zu spielen.

Las Vegas Death Valley AussichtDie Straße in Richtung Las Vegas führt neben dem Devil’s Golf Course auch am Artist’s Drive vorbei.  Dieser als Rundweg angelegte Weg östlich der Bundesstraße wurde zu Ehren der Natur und der Kunstwerke, die sie schafft, gebaut. Entlang des Artist’s Drive gibt es eine besonders schöne und vielfältige Farbenpracht im Gestein zu sehen und zu entdecken. Die Moderne ist demnach also „steinalt“.

Las Vegas – Death Valley, tiefster Punkt Nordamerikas

Las Vegas Death Valley RoadWeiter entlang der 178 sind noch viele kleine Wunder und schöne Überraschungen versteckt, bis man schließlich Badwater erreicht. Dies ist der tiefste Punkt Nordamerikas mit ca. 85 m unter dem Meeresspiegel, und stammt wie der Devil’s Golf Course von Lake Manly ab. Im Becken gibt es eine Quelle und etwas Wasser. Der Name Badwater kommt vom hohen Salzgehalt des Gesteins der Umgebung und des Bodens, wodurch das Wasser ungenießbar ist.

Der tiefste Punkt ist aber nicht das Becken, denn der Tiefpunkt befindet sich auf Wanderschaft so zusagen. Er verändert seine Position immer wieder. Das Spazieren im Becken ist gefährlich, da die Schlamm- und Salzebenenschicht an manchen Stellen nur dünn ist und man leicht einbrechen kann. Sein „Hasta La Vista Baby“ hat der Terminator hier erfunden, als er einen feindlichen Langstreckenläufer vom Jupiter durch das Tal auf die Piste schickte.

Auf unserer Wegstrecke Las Vegas – Death Valley kommt man nun noch an alten Ruinen und ehemaligen Boraxminen vorbei. Über die kleine Stadt Shoshone erreicht man die Bundesstraße 160, mit der man in südöstlicher Richtung nach 50 Meilen einsamer Wüstenfahrt, wieder in Las Vegas landet. Und zwar direkt auf dem Strip! Las Vegas Death Valley – ein Kontrast, ein Erlebnis.

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