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Olympic Nationalpark – Der letzte große Urwald im Nordwesten der USA

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Urwälder und Riesenbäume im Olympic Nationalpark

Ein besonderes Highlight ist der Olympic Nationalpark im Staat Washington, „ganz oben links“ auf der USA-Karte. Der wilde Norden der Vereinigten Staaten zeigt sich hier von seiner schönsten Seite. Schon 1938 gegründet, wurde der Park 1981 zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt. Er erstreckt sich über eine Fläche von ca. 4.000 Quadratkilometern und liegt im westlichen Teil des Bundesstaates auf der Olympic-Halbinsel. Quasi gegenüber von Vancouver in Kanada.

Betritt man den Park, ist der erste Eindruck der einer völlig unberührten, nahezu vorweltlichen Natur. Und dieser Eindruck bleibt! Urwälder bedecken weite Teile der Region, in denen bis zu 100 Meter hohe Riesenbäume sowie rauschende Gebirgsflüsse das Bild der Landschaft prägen. Ferner befinden sich im Westen die letzten großen Regenwälder der gemäßigten Klimazone. Zum Park gehören ferner rund 100 Kilometer wilde Küste am Pazifischen Ozean.

Olympic Nationalpark mit seiner beeindruckenden Bergwelt

Im Sommer sind natürlich klassische Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Rafting oder Klettern angesagt. Hingegen im Winter ist der Park von besonderem Reiz, da Wintersportler hier ganz ideale Bedingungen vorfinden. Die alpine Parkregion liegt zentral im Park und wird bestimmt von den Olympic Mountains, deren höchste Erhebung, der Mount Olympus, eine Höhe von 2.427 Metern erreicht. Es gibt zehn nennenswerte Gipfel in den Bergen, die zum Teil von Seattle aus, der größten Stadt im Nordwesten der USA, zu erkennen sind. Während Bergrücken und Gipfel von Gletschern bedeckt sind, erstreckt sich darunter der fast fünf Kilometer lange „Hoh Glacier“. Er entspringt aus dem gleichnamigen Fluss, der in seinem Verlauf den Regenwald am Fuße des Berges durchquert. Beliebtestes Wintersportresort ist der Hurricane Ridge auf einer Höhe von rund 1.500 Metern.

Winterfreuden am Hurricane Ridge im Olympic Nationalpark

Der Hurrican Ridge zählt zu den fünf schneesichersten Regionen in Washington. Es ist ein nicht allzu großes, dafür gemütliches Skigebiet ohne hektische Betriebsamkeit. Der Vorteil: Hier muss niemand an überfüllten Liften anstehen. Der Ridge bietet durch seine Vielzahl an breiten, geschmeidigen Pisten hervorragende Voraussetzungen für unbeschwerte Wintertage im Schnee in atemberaubender Landschaft. Und die gibt es gratis dazu. Die örtliche Ski-Schule offeriert zudem viele Kurse und Workshops, auch für einen kurzen Aufenthalt ist etwas Passendes dabei. Neben alpinem Wintersport eignet sich die Region auch wunderbar zum Langlaufen und Schneeschuhwandern. So lässt sich hier beispielsweise der Neujahrstag nach einer spritzigen Silvesternacht bestens verbringen!

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Ohne Hoover Damm kein Las Vegas

Hoover Damm, Staumauer

Hoover Damm stoppt den Colorado River und bildet den Lake Mead

Nicht nur Las Vegas selbst, auch die Umgebung hat ihre besonderen Reize. Wer etwas Zeit mitbringt und Lust hat, sollte sich ein Auto mieten und „auf’s Land“ fahren. Für einen  Tagesausflug bieten sich besonders der Hoover Damm und Lake Mead an. In ca. einer Stunde ist man am Ziel.

Lake Mead ist der größte Stausee der USA. Die Wassermassen des Colorado River werden von dem beeindruckenden Hoover Damm im Schach gehalten, der die Grenze zwischen Nevada und Arizona bildet. Achtung: Wenn man von Las Vegas kommend nach Arizona hinüberfährt, dann gilt schon eine andere Zeitzone mit einer Stunde Zeitverschiebung zu Nevada.

Hoover Damm versorgt Vegas mit Energie

Die Hoover-Staumauer (benannt nach dem 31. Präsidenten der USA, Herbert Clark Hoover) wurde zwischen 1931 und 1935 gebaut. In den 1920er Jahren schmiedete man bereits erste Pläne zum Bau. Nach der Schneeschmelze in den Rocky Mountains überschwemmte der Colorado River jedes Jahr weite Teile des Landes und bedrohte die Anwohner und deren Besitz. Im Sommer hingegen blieb oft nur noch ein Rinnsal übrig, die Ernte vertrocknete und das Vieh verdurstete. Deshalb entschloss man sich, den Colorado River zu regulieren und einen Staudamm zu bauen.

Die Konstruktion war aufgrund der schwierigen landschaftlichen Bedingungen äußerst kompliziert und ging nicht ohne Komplikationen ab. Die Höhe der durch den Damm erzeugten Energie ist gigantisch. 1936 wurde das Elektrizitätswerk fertig gestellt, der letzte der insgesamt 17 Generatoren ging 1961 ans Netz. Das Kraftwerk erzeugt mehr als 4 Mrd. kWh Strom im Jahr und sichert einen Großteil der Stromversorgung von Süd-Kalifornien, Arizona und Nevada. Zudem versorgt das Kraftwerk am Hoover Damm Las Vegas mit seinem enormen Energiebedarf.

Ohne Hoover Damm kein Las Vegas

Überhaupt verdankt die Glücksspielstadt in der Wüste dem Bau der Talsperre ihr heutiges Aussehen. Denn nur durch das rund 50 km entfernte Bauprojekt, für das Tausende von Arbeitern benötigt wurden, entstand aus der 1905 gegründeten, kleinen Wüstensiedlung die heutige Spielermetropole. Im eigens für die Arbeiter und ihre Familien gebauten Boulder City waren Glücksspiel und Alkohol verboten, so dass es viele der Arbeiter in ihrer Freizeit in das nahe gelegene Las Vegas zog. Deshalb hatte die junge Stadt innerhalb kurzer Zeit vor allem immer mehr Bars und Casinos zu bieten. Der Bau der Talsperre kostete 49 Millionen Dollar. In das Gesamtprojekt Boulder Canyon, zu dem neben der Hoover-Talsperre noch Imperial Dam und American Canal zählen, flossen 165 Millionen Dollar.

Kein Verkehr mehr auf dem Hoover Damm

hoover_bruecke320Die Hauptverbindungsstraße von Nevada nach Arizona führte bis 2010 über die Dammkrone hinweg. Die nur zweispurige Straße war der ständig steigenden Verkehrsdichte allerdings nicht mehr gewachsen.Und so hat man eine Brücke parallel zum Damm als Umgehung gebaut. Nach 5 Jahren Bauzeit wurde diese am 19.10.2010 für den Verkehr freigegeben. Seither ist der Hoover Damm für den Transitverkehr gesperrt.

Hoover Damm als Touristenmagnet

Die Staumauer des Damms ist 220 Meter hoch, 379 Meter lang und zwischen 13 und 201 Meter dick. Die Besichtigung ist kostenlos. Im Umfeld gibt es zudem jede Menge Souvenirshops und Restaurants dort. Leider ist das Parkplatzangebot in unmittelbarer Nähe sehr begrenzt und zudem kostenpflichtig. Will man unentgeltlich parken, dann sollte man das Auto etwas weiter weg abstellen. Der Fußweg bietet jedoch die Chance auf tolle Fotos. Übrigens: Wenn man über die Staumauer geht und in die Tiefe schaut, kann man testen, ob man schwindelfrei ist oder nicht.

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Lake Mead in der Wüste und der größte Stausee der USA

Lake Mead

Lake Mead bei Las Vegas

Hinter dem Hoover Damm erstreckt sich der Lake Mead, eines der beliebtesten Ausflugsziele für Las-Vegas-Besucher. Und das mit Recht! Seine Oberfläche bedeckt 640 qkm. Der 1936 im Zuge des Damm-Baus entstandene Stausee hat eine Länge von ca. 180 Kilometern und weist eine Tiefe von maximal 165 Metern auf. Die Uferlänge beträgt insgesamt 885 Kilometern. Damit ist der Lake Mead die größte künstlich angelegte Wasserfläche der USA.

Viele Freizeitmöglichkeiten am Lake

Der See bietet eine Vielzahl von Freizeitmöglichkeiten und lädt zum Schwimmen, Angeln, Wasserski- und Bootfahren und vielem mehr ein. Die Uferlandschaft gestaltet sich sehr abwechslungsreich: Es gibt es sowohl feine Sandstrände als auch raue, unwirtliche und wilde Felsküsten. An fünf Stellen entlang des Ufers befinden sich kleine Häfen für Sportboote.

Sinkender Pegel im See

Der durch den Damm aufgestaute Lake Mead brauchte nach der Einweihung des Bauwerks etwa sechs Jahre, um vollständig gefüllt zu sein. Seit dem Jahr 2000 verzeichnet der See ein stetiges Absinken des Wasserspiegels, erkennbar an dem weißen Uferrand, der zeigt, wie viel der Wasserspiegel im Laufe der Jahre gesunken ist. Der Colorado River, der auf seinem Weg durch Colorado, Wyoming und Utah vor allem den geschmolzenen Schnee aus den Rocky Mountains aufnimmt, führt seit diesem Jahr immer weniger Wasser mit sich, weil im Winter geringere Niederschläge als früher fallen und weil immer mehr Wasser zur Bewässerung entlang des Flusses benötigt werden.

Geisterstadt St. Thomas

Durch den niedrigen Wasserstand ist nun auch wieder der Zugang zu der Geisterstadt St. Thomas möglich, die beim Bau des Hoover-Damms zusammen mit einigen anderen Orten geflutet wurde. St. Thomas war 1865 von mormonischen Siedlern gegründet worden und liegt normalerweise etwa zwanzig Meter unter Wasser. Durch die Dürre sind nun nicht nur einzelne Gebäude, sondern ganze Straßenzüge freigelegt und zu Fuß erreichbar.

National Recreation Area

Die unter der Verwaltung des National Park Service stehende National Recreation Area umfasst nicht nur den Lake Mead, sondern auch den weiter südlich liegenden Lake Mohave und die umgebenden Landschaften. Lake Mohave liegt etwa 100 Kilometer vom Hoover-Damm entfernt in der Nähe der Orte Searchlight und Laughlin und ist deutlich kleiner als Lake Mead, bietet aber ebenfalls diverse Freizeitmöglichkeiten rund ums Wasser.

See mitten in der Wüste

Um beide Seen herum erschließt sich eine Wüstenlandschaft, in der Mojave Desert, Great Basin Desert und Sonoran Desert ineinander übergehen und trotz der rauen Landschaften für eine große Vielfalt an Lebensräumen sorgen. Unter anderem lassen sich Dickhornschafe, verschiedene Echsen und Schlangenarten, Fledermäuse und mehr als 240 Vogelarten in dem Gebiet beobachten, das insgesamt eine Fläche von über 6.000 qkm bedeckt. Einige Bereiche der Recreation Area, zum Beispiel am Nordufer des Lake Mead, sind zusätzlich als Wildnisgebiete ausgewiesen und genießen so einen erhöhten Naturschutzstandard.

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Wanderungen und Bootsfahrten in der Wüste

Das Visitor Center befindet sich in der Nähe von Boulder City und hält Informationen über die Tierwelt bereit, aber auch über den Wasserstand der Seen und die Besonderheiten des Schutzgebiets. Weiterhin kann man an geführten Wanderungen teilnehmen, bei denen Naturliebhaber auf ihre Kosten kommen. Am Lake Mead gibt es vielerorts Möglichkeiten, um Boote (auch Hausboote) und Kanus auszuleihen. In der Nähe des Hoover-Damms werden auch organisierte Bootsfahrten angeboten. An beiden Seen stehen Campingplätze zur Verfügung, die gegen Gebühr genutzt werden können. Außerdem befinden sich an vielen Stellen Picknickplätze.

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Grand Canyon Arizona

Grand Canyon Arizona, Colorado River

Naturwunder Grand Canyon Arizona

Er ist zweifellos eines der faszinierendsten Naturwunder der USA. Es gibt wohl niemanden, der beim Anblick dieser grandiosen Schlucht nicht überwältigt ist. Von den schier unglaublichen Kräften von Wasser und Wind, die im Laufe von Jahrmillionen dieses „Meisterwerk“ geschaffen haben. Die Rede ist vom Grand Canyon, für viele so etwas wie ein Sehnsuchtsort in den Vereinigten Staaten.

Grand Canyon Arizona – Gigantische Dimensionen

Wo sonst hat man im wahrsten Wortsinn tiefe Einblicke in die Erdgeschichte? Wo sonst bekommt man ein Gefühl für die Relativität von Dimensionen wie Höhe und Tiefe? Steht man am Rand der Schlucht und schaut hinunter in das enge Bett des Colorado River, befindet man sich schließlich in einer Höhe, die das Dreifache der Höhe des Empire State Building misst!

Beeindruckende Naturschauspiele im Grand Canyon

Ein Besuch des Grand Canyon National Parks ist eigentlich ein Muss bei jedem USA-Aufenthalt. Und auch, wenn man schon einmal dort gewesen ist, lohnt sich ein neuerlicher Besuch in jedem Fall, denn ständig gibt es Neues zu entdecken an diesem magischen Ort. Das betrifft erstens das beeindruckende Naturschauspiel der je nach Sonneneinfall wechselnden Farben der Gesteinsschichten. Zweitens gibt es auch immer wieder neue Attraktionen, die einen neuerlichen Besuch lohnenswert erscheinen lassen.

Grand Canyon Arizona SkywalkGrand Canyon Skywalk

Der aktuellste Besuchermagnet am Canyon ist der spektakuläre Skywalk im Erlebnispark Grand Canyon West, der 2007 eröffnet wurde. Die hufeisenförmige Stahl-Glas-Konstruktion befindet sich in 1.200 Metern Höhe über dem Colorado River. Nervenkitzel und großartige Ausblicke, die man nicht vergisst, warten auf den Wagemutigen. Herzstück der Plattform ist der sieben Zentimeter dicke gläserne Boden sowie das gläserne Geländer. Das Glas wurde übrigens in Deutschland angefertigt und stammt aus Berlin und Köln. Der Skywalk ragt 22 Meter über den Rand der Canyons, wiegt 482 Tonnen und soll bis zu 35 Tonnen belastbar sein. Von der Plattform aus kann man den etwa 1100 Meter tiefer gelegene Colorado River sehen. Bevor man den Skywalk betritt, zieht man spezielle Filzüberzieher über die Schuhe, um den Glasboden nicht zu zerkratzen. Bereits 2011 mussten aus dem Grund einige Bodenplatten ausgetauscht werden.

Grand Canyon Arizona per Flug

Grand Canyon Arizona FlugMan kann sich dem Canyon außerdem noch auf ganz andere Art und Weise nähern. Ein Flug per Helikopter oder Flugzeug über den Canyon eröffnet noch einmal völlig neue Perspektiven. Eine Tour mit dem Flugzeug ist im Vergleich zum Helikopter-Rundflug jedoch völlig anders: Man fliegt in größerer Höhe, wodurch man zwar weniger detailliert, dafür aber umso mehr vom Grand Canyon National Park sieht.

Grand Canyon Arizona: Fakten

Der Canyon im Norden des US-Bundesstaats Arizona ist etwa 450 Kilometer lang, sechs bis 30 Kilometern breit und in seiner größten Tiefenerstreckung über 1.800 Meter tief. Zum Schutz großer Teile dieses einzigartigen Naturwunders richtete die US-Regierung 1908 zuerst ein National Monument ein. Daraus ging infolgedessen 1919 der Grand Canyon National Park hervor. 1979 nahm die UNESCO den Grand Canyon schließlich in die elitäre Riege der Weltnaturdenkmäler auf.

Grand Canyon South und North Rim

Rund fünf Millionen Besucher zählt das Naturdenkmal jedes Jahr. Der Grand Canyon National Park setzt sich aus dem North Rim und dem South Rim zusammen. Die meisten Besucher mit ca. 90% genießen die Aussichtspunkte im südlichen Teil. Diese werden durch freie Park-Shuttle-Busse angefahren. Der South Rim ist ganzjährig geöffnet, gut zu erreichen von Las Vegas über Flagstaff und Tusayan, dem Eingangstor zum südlichen Teil des Canyons.
Eine viel kleinere Anzahl von Menschen, ca 10%, hingegen besuchen den Canyon am North Rim, der nur 10 Meilen (16 km) Luftlinie vom South Rim entfernt ist. Mit dem Auto sind jedoch 220 Meilen (354 km) zu fahren. Die North Rim hat eine kurze Saison und ist zudem abhängig von den Wetterbedingungen. Unterkunft und Verpflegung stehen lediglich zwischen dem 15. Mai und dem 15. Oktober eines jeden Jahres zur Verfügung.

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Las Vegas – Death Valley im Mietwagen mit Pink Floyd

Las Vegas Death Valley, Opernhaus in Death Valley Junction

Las Vegas – Death Valley im Mietwagen

Ein besonders attraktiver Teil des Death Valleys liegt im Süden, und ist auch der am nächsten bei Las Vegas gelegene Abschnitt des Tals. Der Besuch kann von Las Vegas aus sogar im Rahmen eines Tagesausfluges bewältigt werden. Allerdings gilt dabei: „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“. Man sollte sich nämlich schon sehr früh auf den Weg machen, damit aus dem Ausflug keine Hetzjagd wird.

Von Las Vegas aus fährt man auf dem Interstate Highway 95 nach Nordosten. Nach ca. 80 Meilen erreicht man einen kleinen Ort mit dem Namen Lathrop Wells. Dort gibt es nochmals Gelegenheit zum Auftanken und Einkaufen.

Las Vegas – Death Valley Junction mit Opernhaus

Dann geht es weiter  auf der Bundesstraße in Richtung Death Valley Junction, einem kleinen Ort mit 20 Einwohnern und eigenem Opernhaus! Als ich dort einmal eine Aufführung besuchte, gab es einen echten Sandsturm und die Fenster wurden geöffnet. Das passte ganz gut zur Handlung, in der ein Wüstenprinz versuchte, ein Zelt im Sand zu verankern und gleichzeitig seine Prinzessin als Trugbild am Himmel einzufangen.

Las Vegas Death Valley, KakteenNach Junction geht es rechts ab in Richtung Furnance Creek, einer Oase mit Hotelanlage, Bars, Tennisplatz, Geschäften, einem Museum sowie einem Golfkurs. Wüstenlandschaft und Golfanlage, aber Hallo! Einerseits ein totaler Kontrast, andererseits aber dann doch irgendwie passend. Ich denke da an all die Schlangen und Echsen, die sich im Sand vergraben und an die unterirdischen Kanalanlagen. Vorsicht beim Einlochen und beim Rausholen des Balls!

Las Vegas – Death Valley, Furnance Creek

Das Furnance Creek Resort ist definitiv ein Ort, der für einen längeren Aufenthalt im Valley geeignet ist. Von dort lassen sich verschiedene Ausflüge unternehmen. Zum Beispiel nach Dante’s View, ein Aussichtspunkt, etwa 30 Minuten mit dem Auto in den Bergen gelegen. Die Straße ist komplett komplett asphaltiert, wird am Ende aber sehr steil und kurvig. Man sollte sich für einen Ausflug zum Dante’s View genügend Zeit nehmen, die Sache in Ruhe angehen und genießen. Aber verpassen sollte man diese Aussicht über das Tal und in den Himmel hinein keinesfalls!

Las Vegas – Death Valley, Zabriski Point

Las Vegas Death Valley, Zabriski PointVon der Bundesstraße 190 aus erreicht man auch den Zabriski Point, ein Felsmassiv, dessen Rückseite einem Wellenmeer gleicht. Zabriski Point ist auch der Titel eines Films von 1970, den der Regisseur Michelangelo Antonioni nach diesem Aussichtspunkt benannt hat. Das flimmernde Tal wurde durch psychedelische Musik beispielsweise von Pink Floyd – eigens für den Film komponiert – absolut genial untermalt. Einmalig: Mit dem MP3-Player und Pink Floyd vor dieser grandiosen Kulisse!

Von Furnance Creek zurück nach Las Vegas nimmt man am besten die Bundesstraße 178. Sie führt vorbei am Devil’s Golf Course in der Mojave Wüste. Dabei handelt es sich um einen verdunsteten und ausgetrockneten See mit dem Namen Lake Manly. Dessen Mineralien haben sich zu einer abstrakt anmutenden Oberflächenstruktur im Becken geformt. Der Name Devil’s Golf Course rührt von dem Eindruck her, dass nur der Teufel in der Lage wäre, auf solch einer Fläche Golf zu spielen.

Las Vegas Death Valley AussichtDie Straße in Richtung Las Vegas führt neben dem Devil’s Golf Course auch am Artist’s Drive vorbei.  Dieser als Rundweg angelegte Weg östlich der Bundesstraße wurde zu Ehren der Natur und der Kunstwerke, die sie schafft, gebaut. Entlang des Artist’s Drive gibt es eine besonders schöne und vielfältige Farbenpracht im Gestein zu sehen und zu entdecken. Die Moderne ist demnach also „steinalt“.

Las Vegas – Death Valley, tiefster Punkt Nordamerikas

Las Vegas Death Valley RoadWeiter entlang der 178 sind noch viele kleine Wunder und schöne Überraschungen versteckt, bis man schließlich Badwater erreicht. Dies ist der tiefste Punkt Nordamerikas mit ca. 85 m unter dem Meeresspiegel, und stammt wie der Devil’s Golf Course von Lake Manly ab. Im Becken gibt es eine Quelle und etwas Wasser. Der Name Badwater kommt vom hohen Salzgehalt des Gesteins der Umgebung und des Bodens, wodurch das Wasser ungenießbar ist.

Der tiefste Punkt ist aber nicht das Becken, denn der Tiefpunkt befindet sich auf Wanderschaft so zusagen. Er verändert seine Position immer wieder. Das Spazieren im Becken ist gefährlich, da die Schlamm- und Salzebenenschicht an manchen Stellen nur dünn ist und man leicht einbrechen kann. Sein „Hasta La Vista Baby“ hat der Terminator hier erfunden, als er einen feindlichen Langstreckenläufer vom Jupiter durch das Tal auf die Piste schickte.

Auf unserer Wegstrecke Las Vegas – Death Valley kommt man nun noch an alten Ruinen und ehemaligen Boraxminen vorbei. Über die kleine Stadt Shoshone erreicht man die Bundesstraße 160, mit der man in südöstlicher Richtung nach 50 Meilen einsamer Wüstenfahrt, wieder in Las Vegas landet. Und zwar direkt auf dem Strip! Las Vegas Death Valley – ein Kontrast, ein Erlebnis.

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Death Valley National Park: Wasser nicht vergessen!

Death Valley National Park Ausflug

Death Valley National Park

Was kann es Schöneres geben als ein „Tal des Todes“, das sich bei Eintritt als Naturparadies entpuppt!

Ungefähr 1.3 Millionen Hektar spektakuläre Wüstenszenerie, seltene Wüstenbewohner, fantastische geologische Wunder, Farbmuster, ungestörte Wildnis und historisch bedeutende und berühmte Orte erwarten die Besucher im Death Valley National Park in Kalifornien. Ein einzigartiger Ort voller Schluchten, die sich geben und legen wie Wolle. Es gibt Oasen mit Palmen, die Schatten bieten und den allerschönsten Mond bei Nacht.

Von Las Vegas liegt das Death Valley rund 180 Kilometer entfernt. Das Tal des Todes ist der tiefste, heißeste und trockenste Ort Nordamerikas. Nahezu 1.500 Quadratkilometer des Gebietes liegen unterhalb des Meeresspiegels und die Pflanzen- und Tierwelt ist repräsentativ für die ganze Mojave Wüste.

Heißeste Temperaturen im Death Valley National Park

Aber der Name rührt doch nicht ganz von ungefähr. Das Death Valley ist eine der weltweit heißesten Gegenden – auf der Erde überhaupt – und ist verantwortlich für die heißeste Temperatur, die jemals gemessen wurde. Das war im Jahre 1913 mit dem Erreichen von fast 57 Grad Celsius!

Benannt wurde das Death Valley nach und von Goldgräbern, die während des Goldrausches im Jahre 1849 das Tal durchqueren wollten und dabei starben. Vorsicht ist also durchaus geboten im Tal, das den tiefsten Punkt Nordamerikas nahe dem Ort „Badwater“ markiert. Aber auch sehr hohe Berge, beispielsweise den „Telescope Peak“, hat es zu bieten.

Das Death Valley wurde erst 1994 zum Nationalpark erklärt und liegt zum größten Teil im Staat Kalifornien. Es gibt heutzutage ein sehr gutes Straßennetz und es empfiehlt sich die Straße nicht zu verlassen. Diese Wüste war schon seit der frühen Besiedlung des Westens eine schwere Hürde für alle die hindurch wollten, und für viele war es die letzte Tat. Es ist außerdem unbedingt ratsam, reichlich Wasser mit zu führen, das Auto vor der Reise gut auf Mängel zu überprüfen. Desweiteren sind Treffpunkte oder andere Vereinbarungen mit Freunden und Bekannten zu verabreden und zu planen. Damit können Position und Zeitplan kontrollierbar bleiben und bei eventuellen Schwierigkeiten kann Hilfe kommen.

Im Sommer oder im Winter in den Death Valley National Park?

Die Besucherzahlen im Death Valley National Park sind im Sommer schwächer als im Winter, wenn das Klima dann doch etwas milder ist, kühl sogar, der Boden pastellfarben samtartig anmutet und mit Blumen übersät ist.

Es gibt aber auch Besucher, die extra im Sommer ins Tal kommen, um zu erfahren wie sich diese extreme Hitze anfühlt. Wanderungen sind aber dennoch nur am Morgen und in den Abendstunden zu empfehlen. Im Sommer kann es dann auch passieren, dass man die Wüste ganz für sich alleine hat. Nicht verpassen, einen der Berggipfel im Death Valley National Park zu besuchen, am besten zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.

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Red Rock Canyon: Die Luft knistert und flimmert

Red Rock Canyon

Red Rock Canyon

Der Red Rock Canyon, nur eine halbe Stunde entfernt von Las Vegas, ist sicherlich eines der schönsten Naherholungsgebiete. Ein Ausflug von Las Vegas aus ist daher einfach und kann direkt im Reisepaket mitgebucht werden. Eine Tour umfasst eine Fahrt zur historischen Sandstein-Ranch „Spring Mountain Ranch“, die ca. 25 km westlich von Las Vegas im Red Rock Canyon Nationalpark, im Cottonwood Valley liegt. Der Park bietet eine Vielzahl von Erholungsmöglichkeiten, Natur und Picknick, dazu ein umfangreiches Theaterprogramm im Sommer. Die Ranch hat auch eine Facebook-Seite, wo besondere Veranstaltungen gelistet werden. Infos zu Camping, Wander-Touren, Mietwagen, Fotogalerie etc. sind auch vor Ort im Besucherzentrum (Visitor Center) erhältlich, oder online.

Sommernächte mit Picknick, Wein und Kultur; daraus sollte das Leben gemacht sein. In der Ferne die Berge im Abendlicht. Oder eine Wanderung durch die Hügel mit Gruß an die Maultiere, durch Weiden, vorbei an historischen Farmen, man vergisst, dass man in Las Vegas ist, und wieder zurück in der Stadt, wie der Blitz oder Wind, weiß man wirklich nicht mehr, ob der Ausflug nicht doch nur ein Traum war.

Es gibt reichlich Möglichkeiten für Sport, ein Picknick und zum Grillen an den dafür vorgesehenen Stellen. Holz gibt es im Park, mit Proviant sollte man sich zuvor eindecken. Was immer das Herz begehrt. Das Besucherzentrum beeindruckt mit einer ausgiebigen Präsentation über die geologische Entstehung und historische Entwicklung der Region und zu den heimischen Pflanzen.

Red Rock Canyon Scenic Loop

Der Scenic Loop ist eine spektakuläre landschaftlich schöne Strecke, die über eine Länge von 21 km durch die Red Rock Canyon National Conservation Area führt. Diese besteht aus „Red Rock“-Formationen und Sandsteingipfeln bis zu eine Höhe von 910 Meter, ein Fest sowohl für Wanderer und Bergsteiger als auch für Radfahrer.

Die übereinander geschobenen Felsplatten schimmern in vielen verschiedenen Farben, glitzern in Rot und Orange, Weiß und Grau. Die Luft flimmert in allen Farben und die Sonne knistert. Manchmal kann man die Koyoten in der Ferne heulen hören, auf den Wegen hat man das Gefühl, den Spuren der Indianer zu folgen.

Der Red Rock Canyon selbst ist ein seitlicher Canyon des Naturparks und nur mit dem Auto vom Scenic Loop aus zu erreichen. Das Tal, das keinen Namen hat aber viele Besucher, ist erreichbar auf der State Route 159. Es wird gewöhnlich, wenn auch inoffiziell, als Red Rock Canyon bezeichnet.

Red Rock Canyon Wilson Cliffs

Entlang dieser Straße findet man die Wilson Cliffs. Eine massive Felswand, die bei Sonne und leichter Bewölkung wie ein neu entdeckter Stern von Strahlern auf der Bühne in Szene gesetzt wird. Eben doch Las Vegas, auch hier draußen, mit einer spektakulären Show.

Die Wilson Cliffs, manchmal auch „Keystone Trust“ genannt, liegen westlich des Red Rock Canyons. Der Spring Mountain Ranch State Park, die nachgebaute Western-Geisterstadt „Bonnie Springs“ sowie die kleine Stadt „Blue Diamond“ liegen als Besucherattraktionen am südlichen Ende des National Conservatory Area Nationalparks.

Die ersten Menschen im Red Rock Gebiet wurden durch die reiche Pflanzen- und Tierwelt angelockt. Zudem gab es Wasservorkommen, die im umliegenden Wüstengebiet leicht auszumachen waren. Zu entdecken gibt es Steinschnitzereien (Petroglyphen) in den Felsen und eine karottenartige Pflanze (Lomatium parryi), die als wichtiges Nahrungsmittel für die Indianer diente. So wurde die Red Rock Region schließlich zu einem attraktiven Ort für Jäger als auch für Sammler. Durchaus mehrere Besuche wert. Start in Las Vegas.

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